Höchste Berge der Welt


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Wie hoch ist der zweithöchste Berg der Welt?

Wir alle wissen doch, dass der Mount Everest alle anderen Berge auf der Erde überragt. Kaum jemand kennt aber den zweithöchsten Berg, der nur 237 Meter kleiner ist. Es ist der Lambha Paha (uns besser bekannt als K2). Er liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen China und Pakistan. Sein Gipfel wurde am 31. Juli 1954, also rund ein Jahr nach dem Mount Everest erstmals bestiegen. Das mag sicher auch daran gelegen haben, dass seine Besteigung weitaus anspruchsvoller und riskanter ist. Bei Auf- und Abstiegen starben bislang über 110 Bergsteiger und drei Bergsteigerinnen. Allein bei der K2-Tragödie vom 1. und 2. August 2008 starben 11 Bergsteiger.

Warum gibt es drei verschiedene „höchste Berge“ auf der Erde?

Weil es drei verschiedene Berechnungsgrundlagen gibt, von denen Berge gemessen werden: 1) Ab Meeresspiegel. 2) Ab Meeresgrund und 3) Ab Erdkern. Wählt man die erste Art der Höhenmessung, ist der uns allen bekannte Mount Everest mit seinen 8.848 m zwar der höchste Berg der Erde. Wählt man den Meeresspiegel als Terminus, würde ihn der Mauna Kea auf Hawaii mit insgesamt mehr als 9.200 m (davon nur 4.205 m über dem Meeresspiegel) deutlich übertreffen. Wählt man gar den Erdkern als Bezugsgröße, gilt der inaktive Vulkan Chimborazo in Ecuador als der höchste Berg der Erde. Denn er ist vom Erdkern mit 6.384,6 km rund 2.000 m weiter entfernt als der Mount Everest (6382,4 km). Sie sehen, die Sache mit den höchsten Bergen ist komplizierter, als man denkt. Und die folgende Liste müsste korrekterweise heißen: „Höchste Berge gemessen ab Meeresspiegel“.

Wann und von wem wurde der Mount Everest erstmals bestiegen?

Seit der Erstbesteigung des Mount Everest Gipfels am 29. Mai 1953 durch den Neuseeländer Sir Edmund Hillary und seinem nepalesischen Sherpa Tensing Norgay, erreichten über 4.000 weitere Bergsteiger den Gipfel. Die Kosten für eine Expedition liegen aktuell bei rund 35.000 bis 70.000 €uro. Ein Aufstieg bleibt trotzdem riskant. Mehr als 260 Menschen verloren dabei ihr Leben, davon 34 in den Jahren 2014 und 2015. Mit Klick auf + finden Smartphone- & Tablet-User weitere Infos z.B. darüber, wer die höchsten Berge der Welt erstmals bezwungen hat.

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Höchste Berge der WeltHöhe (m)Liegt inInfos & FaktenErstbesteigungErstbesteiger
Mount Everest8.848Nepal & Tibet (VR China)Der Mount Everest liegt im Himalayagebirge. Mit seiner Höhe von 8.848 Meter ist er der höchste Berg auf der Erde. Somit zählt er auch zu den Seven Summits (jeweils höchster Berg der 7 Kontinente.) 25 Jahre nach seiner Erstbesteigung, bestiegen am 8. Mai 1978 Reinhold Messner und Peter Habeler erstmals den Gipfel – ohne Sauerstoffzufuhr.29.5.1953Sir Edmund Hillary, NZ (1919-2008) und Sherpa Tensing Norgay, Nepal (1914-1986)
K2 (Lambha Paha)8.611Pakistan & VR ChinaDer K2 liegt im Karakorum-Gebirge, das sich im Norden Pakistans und Indiens bin in den Westen der VR China erstreckt. Für Bergsteiger ist der K2 eine besondere Herausforderung. Der Weg auf seinen Gipfel ist weit anspruchsvoller als auf den Mount Everest. So ist es kaum verwunderlich, dass erst 23 Jahre nach seiner Erstbesteigung die zweite Besteigung gelang.31.7.1954Lino Lacedelli, IT (1925-2009) und Achille Compagnoni, IT (1914-2009)
Kangchendzönga8.586Nepal & IndienDer unter Bergsteigern genannte Kantsch liegt im Himalaya. Mit seiner Höhe von 8.586 ist er der dritthöchste Berg der Welt – und zugleich der östlichste aller Achttausender. Die britischen Erstbesteiger legten nur wenige Schritte vor dem Gipfel eine kurze Rast ein, um den Bewohnern des ehemaligen Königreichs Sikkimum, die den Kangchendzönga als heiligen Berg verehren, Respekt zu erweisen.25.5.1955George Band, GB (1929-2011) und Joseph „Joe“ Brown, GB (1930-2020)
Lhotse8.516Nepal & VR ChinaDer Lhotse liegt in südlicher Nachbarschaft zum Mount Everest im Himalayagebirge. Er ist mit diesem über den 7. 986 m hohen Südsattel verbunden. Seine bis zu 3.000 Meter hohen Felswände (an der Südseite), gehören klettertechnisch zu den anspruchsvollsten und gefährlichsten Wände der Erde.18.5.1956Fritz Luchsinger, CH (1921-1983) und Ernst Reiss, CH (1920-2010)
Makalu8.463Nepal & Tibet (VR China)Der Makalu liegt östlich vom Mount Everest an der Grenze zwischen Nepal und Tibet im Mahalangur Himal Gebirgsmassiv des Himalaya-Gebirge. Das Besondere: 1955 gelang es allen Expeditionsteilnehmern eines neunköpfigen Teams, den Gipfel zu erreichen.15.5.1955Lionel Terray, F (1921-1965) und Jean Couzy, F (1923-1958), nur ein Tag vor ihren sieben Kameraden, die ebenfalls zur 9-köpfigen Seilschaft gehörten.
Cho Oyu8.201Nepal & VR ChinaDer Cho Oyu liegt im zentralen Himalaya etwa 20 km westlich vom Mount Everest und Lhotse auf der Grenze zwischen China und Nepal. Sein Gipfel ist der westlichste des gesamten Mahalangur Himal Massivs. Er ist nach dem Mount Everest der meist bestiegene Achttausender. Grund: Er zählt auf der Normalroute zu den „leichtesten“ Achttausendern.19.10.1954Herbert Tichy, AUT (1912-1987), Sepp Jöchler, AUT (1923-1994) und Sherpa Pasang Dawa Lama, Nepal (1912-1982)
Dhaulagiri8.167NepalDer „Weiße Berg“ (auf Nepalesisch) ist der höchste Gipfel des Dhaulagiri Himal Massivs im Himalaja. Er war der erste entdeckte Achttausender, der 1809 vermessen wurde. Er galt bis zur Vermessung des Kangchendzönga (1838) als höchster Berg der Erde.13.5.1960Kurt Diemberger, Peter Diener, Ernst Forrer, Albin Schelbert (alle AUT) und die Sherpas Nawang und Nyima Dorje (Nepal)
Manaslu8.163NepalDer Manaslu (auch als Kutang bekannt) ist Teil der Manaslu-Gruppe, zu der auch die Berge Ngadi Chuli (7.871 m) und der Himal Chuli (7.893 m) zählen. Sein Gurkha Himal Massiv liegt komplett auf nepalesischem Staatsgebiet. 1981 fuhren die beiden österreichischen Gipfelstürmer Sepp Millinger und Peter Wörgötter die weltweit erste Abfahrt von einem 8.000er auf Skiern hinab. Die Abfahrt vom Manaslu (der „Berg der Seele“) zählt zu den längsten Abfahrten der Welt.9.5.1956Toshio Imanishi, Kiishiro Kato, Minoru Higeta  (alle JP) und Sherpa Gyaldzen Norbu (Nepal)
Nanga Parbat8.125PakistanDer „Schicksalsberg der Deutschen“ (auch als Diamir bekannt), liegt im Westhimalaya in der umstrittenen Region Kaschmir (Pakistan). Aufgrund der hohen Zahl an verunglückten Alpinisten wird er auch als „Killer Mountain“ bezeichnet. Zum deutschen Schicksalsberg wurde er in den 30er Jahren, nachdem viele deutsche Bergsteiger beim Versuch der Erstbesteigung starben. Alle 6 deutschen Expeditionen von 1932, 1934, 1937 (zwei Versuche), 1938 und 1939 scheiterten. Bis zur Erstbesteigung 1953 waren insgesamt 31 Bergsteiger tödlich verunglückt.3.7.1953Hermann Buhl, AUT (1924-1957)
Annapurna8.091NepalDer im Himalaya gelegene Annapurna ist einer der am wenigsten bestiegenen und (auch aufgrund der extrem hoher Lawinengefahr) einer der gefährlichsten Achttausender. Fast jeder dritte Bergsteiger stirbt beim Versuch, seinen Gipfel zu erklimmen. Besonderheit: Herzog und Lachenal waren die ersten Menschen, die einen Achttausender bestiegen.3.6.1950Maurice Herzog, F (1919-2012) und Louis Lachenal, F (1921-1955), der nur 5 Monate später an den Spätfolgen (Erfrierungen) starb.
Hidden Peak8.068Pakistan & VR ChinaDer elfhöchste Berg der Welt wird auch auch Gasherbrum I genannt. Der Name Hidden Peak (versteckte Spitze) stammt vom britischen Forschungsreisenden William Martin Conway, der den Berg 1892 entdeckte, da er vom Baltoro-Gletscher aus nicht zu sehen ist.4.7.1958Pete Schoening, USA (1927-2004) und Andrew Kauffmann, USA (1920-2002)
Broad Peak8.051Pakistan & VR ChinaEr liegt im Karakorum zwischen der Gasherbrum-Gruppe (im Süden) und dem K2 im Norden. Neben dem Hauptgipfel ragen der Mittelgipfel (8.011 m) und der Nordgipfel (7.550 m) hervor.9.6.1957Die Österreicher Hermann Buhl (1924-1957), Kurt Diemberger (*1932), Markus Schmuck (1925-2005) und Fritz Wintersteller (1927-2018)
Gasherbrum II8.034Pakistan & VR ChinaFrüher nannte man den dreizehnhöchsten Berg auch K4. Er liegt südöstlich vom K2 im Karakorum-Gebirge. Aus seinem breiten Bergrücken thront in der Mitte die Gipfelpyramide des Hauptgipfels. Daneben liegt der Gasherbrum III, der als Nebengipfel zählt.7.7.1956Fritz Moravec, AUT (1922-1997), Josef „Sepp“ Larch (1930-2011), Hans Willenpart, AUT (1927-1979) und Sepp Larch, IT (1930-2011)
Shishapangma8.027Tibet (VR China)Der letzte von 14 Achttausendern liegt im Jugal Himal-Gebirge und ist der einzige Achttausender, der vollständig auf chinesischem Territorium (inkl. dem Autonomen Gebiet Tibet) liegt.2.5.196410 Bergsteiger einer chinesischen Expedition (Xǔ Jing, Zhāng Junyán, Wang Fùzhou, Wū Zōngyuè, Chén Sān, Soinam Dorjê, Migmar Zhaxi, Yún Deng, Dorjê und Chéng Tiānliàng.
Gyachung Kang7.952Nepal & Tibet (VR China) 11.4.1964Yukihiko Kato, Kiyondo Sakeisawa (beide JP) und Sherpa Pasang Phutar III. Ein Tag später folgten Kazunobu Machida und Kuzunari Yasuhisa. Bei der Expedition kam der Japaner Akio Otaki ums Leben
Annapurna II7.937Nepal 17.5.1960Sir Chris Bonington (*1934) und Richard H. Grant (beide GB) mit Sherpa Ang Nyima (1931-1986)
Gasherbrum IV7.932Pakistan 6.8.1958Walter Bonatti, IT (1930-2011) und Carlo Mauri, IT (1930-1982)
Himal Chuli7.893Nepal 24.5.1960Die Japaner H. Tanabe, M. Harada, M. Miyashita und K. Nakazawa
Distaghil Sar7.885Pakistan 9.6.1960Die Österreicher Günther Stärker und Diether Marchart (1939-1962). Kurze Zeit später folgte der Rest der 5-köpfigen österreichischen Expedition unter der Leitung von Wolfgang Stefan.
Ngadi Chuli7.871NepalSeine Erstbesteigung gibt Rätsel auf. Gut möglich das bereits 1970 der Japaner Hiroshi Watanabe mit Sherpa Lhaksa Tsering die Erstbesteiger waren. Beide verunglückten jedoch kurz unterhalb des Gipfels tödlich und es gibt kein Beweis, dass sie auf dem Gipfel waren.8.5.1979Die Polen Ryszard Gajewski und Maciej Pawlikowski.
Kunyang Chhish7.852PakistanNeben dem Hauptgipfel gibt es 3 Nebengipfel, die als Kunyang Chhish Süd, West und Ost bezeichnet werden. 1962 und 1965 endeten zwei Versuche ,den Hauptgipfels zu besteigen, tödlich.26.8.1971Die Polen Zygmunt Heinrich (1937-1989), Jan Stryczynski, Ryszard Szafirski und Andrzej Zawada (1928-2000)

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Quellen zur Liste: „Höchste Berge der Erde“

 Wikipedia/Höchster Berg und andere diverse Info-Webseiten, Fachzeitschriften, Bücher und Bildbände über die höchsten Gipfel etc.


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