US Präsidenten (1789-1901)


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Wie viele US Präsidenten wurden ermordet?

Bis heute sind insgesamt 21 Anschläge auf US Präsidenten bekannt. Vier Präsidenten starben durch das Attentat oder an dessen Folgen: Abraham Lincoln wurde am 14. April 1865 im Ford’s Theater erschossen und starb am folgenden Tag. James A. Garfield wurde am 2. Juli 1881 im Bahnhof von Washington angeschossen und starb elf Wochen später. William McKinley wurde am 6. September 1901 im Temple of Music bei der Weltausstellung in Buffalo angeschossen und starb 8 Tage später). John F. Kennedy wurdeam 22. November 1963 während der Fahrt durch Dallas erschossen und starb etwa eine Stunde später im Krankenhaus. Zwei weitere US Präsidenten wurden durch Attentate schwer verletzt: Theodore Roosevelt wurde am 14. Oktober 1912 in einer Bar angeschossen. Und Ronald Reagan wurde am 30. März 1981 vor dem Washington Hilton Hotel von mehreren Kugeln getroffen.

Welcher Präsident der Vereinigen Staaten war am kürzesten im Amt?

William Henry Harrison (1773-1841) saß nur einen Monat lang im Weißen Haus und ist damit der US Präsident mit der kürzesten Amtszeit. Drei Wochen nach seiner Vereidigung am 4. März 1841, zu der er übrigens die bis heute längste Antrittsrede hielt, zog er sich eine Lungenentzündung zu und starb am 4. April 1841.

Wie viele US Präsidenten traten von ihrem Amt zurück?

Bislang nur ein einziger: Richard Nixon. Er stolperte 1974 über die Watergate-Affäre. Das heißt: Über den Einbruch und die Bespitzelung der Demokratischen Partei in dessen Hauptquartier, dem Büro-Hotel-Komplex Watergate in Washington, D.C. Mit seinem Rücktritt am 9. August 1974 kam Nixon einem drohenden Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) zuvor.

Mit Klick auf + finden Smartphone- & Tablet-User neben allen US Präsidenten auch deren Vize-Präsidenten von 1789 bis 1901. Die US Präsidenten von 1901 bis Donald Trump finden Sie auf der nächsten Seite.

im Amt (#) US Präsidenten (Lebzeiten)  Partei Taten und Entscheidungen  Vize-Präsident
1789-1797 (01) George Washington (1732-1799) parteilos War von Beruf Landvermesser und Farmer. Er führte die Vereinigten Staaten im Unabhängigkeitskrieg (1775-83) zum Sieg über England, bevor er zum ersten US Präsidenten gewählt wurde. John Adams
1797-1801 (02)  John Adams (1735-1826) Föderalist Der Jurist setzte sich in seiner Partei durch und verhinderte dadurch den Krieg gegen Frankreich, die diesen (durch Angriffe französischer Freibeuter) provozierten. Thomas Jefferson
1801-1809 (03)  Thomas Jefferson (1743-1826) Demokrat Der Anwalt und Tabakpflanzer war ein lupenreiner Demokrat, der 1803 mit dem Zukauf von Louisiana (15 Mio. Dollar) die Landgröße der USA fast verdoppelte. Er war der Autor der Unabhängigkeitserklärung. Aaron Burr & George Clinton
1809-1817 (04)  James Madison (1751-1836) Demokrat Der Tabakpflanzer gilt als „Vater der US-Verfassung“. Er führte 1812-14 Krieg gegen England, musste aber aus Washington fliehen, nachdem englische Truppen die Stadt einnahmen und niederbrannten. George Clinton & Elbridge Gerry
1817-1825 (05)  James Monroe (1758-1831) Demokrat Der Jurist kaufte 1819 Florida von Spanien für 5 Mio. Dollar. Begründete 1823 mit der sog. „Monroe-Doktrin“ die Unabhängigkeit aller US-Staaten gegenüber dem „alten Europa“ sowie die Nichteinmischung in europäische Konflikte. Daniel D. Tompkins
1825-1829 (06)  John Quincy Adams (1767-1848) parteilos Während der Amtszeit des Juristen verschärfte sich der Konflikt zwischen Süd- und Nordstaaten. Außerdem wollte er gegen den Willen des Volkes und des Senats das Beamtentum einführen, was natürlich zum Scheitern verurteilt war. John C. Calhoun
1829-1837 (07)  Andrew Jackson (1767-1845) Demokrat Jackson war erst Anwalt, dann Soldat und schließlich General. Und als solcher siegte er im Januar 1815 in der Schlacht von New Orleans gegen überlegene Briten, ohne zu wissen, dass bereits 1814 der „Frieden von Gent“ geschlossen wurde. Später als US Präsidenten trat er für die Rechte der armen Unterschicht ein und war für die Umsiedlung der Indianer vom Osten in den Westen verantwortlich. John C. Calhoun & Martin Van Buren

1837-1841 (08)  Martin Van Buren (1782-1862) Demokrat Verhinderte die Ausbreitung der Sklaverei und verzichtete auf den Unionsbeitritt von Texas, weil er befürchtete, dadurch einen Krieg mit Mexiko auszulösen. Der Jurist kämpfte vergeblich gegen die erste große Wirtschaftskrise an. Richard Johnson
1841 (09)  William Harrison (1773-1841) Whig Der Berufssoldat starb nur einen Monat nach Amtsantritt an einer Lungenentzündung. Kürzeste Amtszeit aller US Präsidenten John Tyler
1841-1845 (10)  John Tyler (1790-1862) Whig Der Plantagenbesitzer annektierte das seit 1836 von Mexiko unabhängige Texas und integrierte das Land 1845 in die Staaten-Union. Er war ein farbloser und „schwacher“ Präsident. unbesetzt
1845-1849 (11)  James Knox Polk (1795-1849) Demokrat Der Rechtsanwalt legte 1846 den 49. Breitengrad als Grenze zwischen USA und Kanada fest, führte Krieg gegen Mexico (1846-48) und kaufte anschließend für 15 Mio. Dollar die Landgebiete von Mexico, aus denen später Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico, Arizona und Colorado wurde. George M. Dallas
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1849-1850 (12)  Zachary Taylor (1784-1850) Whig Der Berufssoldat wurde im Krieg gegen Mexiko zum Nationalhelden. Als Konservativer besaß er selbst Sklaven, doch er wechselte zu den Whigs und kämpfte später gegen die Sklaverei. Der politisch unerfahrene Präsident nahm das sklavenfreie Kalifornien in die Union auf und starb kurz darauf an der Cholera. Beginn des „Goldrausches“. Milliard Fillmore
1850-1853 (13)  Millard Fillmore (1800-1874) Whig Der Rechtsanwalt und Sohn eines verarmten Farmers suchte nach einer Ideallösung im Sklaven-Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten, was aber dazu führte, dass sich die Parteien noch weiter entfremdeten. unbesetzt
1853-1857 (14)  Franklin Pierce (1804-1869) Demokrat Auch er versuchte, den nahenden Bürgerkrieg zu verhindern, fand aber keinen Weg, den Süden zu besänftigen. Der Jurist zahlte im „Gadsden-Kauf“ 10 Mio. Dollar für Teile von Arizona und New Mexico. William R. King
1857-1861 (15)  James Buchanan (1791-1868) Demokrat Der Rechtsanwalt war Befürworter der Sklaverei und unterstützte den Unionsbeitritt des Sklavenstaates Kansas. Den Unions-Austritt von 7 Südstaaten, die sich zum Bund der Konföderierten Staaten zusammenschlossen, konnte (und wollte) er nicht verhindern. Dadurch kam es zum Ausbruch des Bürgerkrieges. John C. Breckinridge
1861-1865 (16)  Abraham Lincoln (1809-1865) Republikaner

Es kam, wie es kommen musste. Vier weitere Staaten traten der Konföderation bei – und der sog. Sezessionskrieg begann mit dem Angriff des Südens auf das Fort Sumter in Charleston, South Carolina am 12.4.1861. Bis 1865 kam es zu zahl- und verlustreichen Schlachten u.a. in Gettysburg (1 – 3. Juli 1863) wobei der Südstaaten-General Robert E. Lee verlor. Am 9. April 1865 gab sich Lee endgültig geschlagen, der Krieg war vorbei. 5 Tage später wurde Lincoln in einem Theater erschossen. Lincoln wurde 1809 als armer Bauernsohn in einer fensterlosen Holzhütte in Kentucky geboren, praktizierte nach wilden Jugendjahren als Anwalt, wurde Parlamentarier in Illinois, heiratete 1842 die wohlhabende Mary Todd, entwickelte nebenbei u.a. den Blitzableiter und schuf 1863 – mitten im Bürgerkrieg – das erste Thanksgiving-Fest in der Hoffnung, das Land zu vereinigen.

Hannibal Hamlin & Andrew Johnson
1861-1865  Jefferson Davis (1808-1889)   Er war während des amerikanischen Bürgerkriegs (Sezessionskrieg) von 1861 bis 1865 Präsident der Konföderierten Staaten (Südstaaten) von Amerika, wird aber nicht zu den offiziellen US Präsidenten der Vereinigten Staaten gezählt.  
1865-1869 (17)  Andrew Johnson (1808-1875) Demokrat Aufgrund seines „Versöhnungskurses“ gegenüber dem geschlagenen Süden waren die Republikaner so verärgert, dass sie vergeblich (eine Stimme fehlte) ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiteten. Der Schneider und Selfmademan kaufte Alaska für 7,2 Mio. Dollar von Russland ab. unbesetzt




1869-1877 (18)  Ulysses S. Grant (1822-1885) Republikaner Grant war siegreicher General im Bürgerkrieg und verfolgte den Wiederaufbau des vereinten Landes. 1870 gab er den männlichen Schwarzen das Stimmrecht. Sein General George Custer wurde in der Schlacht am Little Big Horn (25. Juni 1876) von Sioux- und Cheyenne-Indianern unter der Führung von Sitting Bull und Crazy Horse vernichtend geschlagen. Zahlreiche Korruptionsfälle während seiner 2. Amtszeit. Schulyer Colfax & Henry Wilson
1877-1881 (19)  Rutherford B. Hayes (1822-1893) Republikaner Der Jurist zog 1877 die letzten Unionstruppen aus dem Süden ab, wodurch die Wiedervereinigung abgeschlossen wurde. Er beendete die Rezession durch kluge Finanz- und Wirtschaftspolitik. William A. Wheeler
1881 (20)  James A. Garfield (1831-1881) Republikaner Der Professor für Altphilologie, Autodidakt und Selfmademan wurde nur 4 Monate nach Amtsantritt von Charles Guiteau angeschossen und erlag wenig später seinen Verletzungen. Chester A. Arthur
1881-1885 (21)  Chester A. Arthur (1830-1886) Republikaner Im Kampf gegen die Korruption reformierte der Lehrer und Rechtsanwalt 1883 den „Staatsdienst“. Galt trotz Erneuerung der Flotte als einer der schwachen US Präsidenten.  unbesetzt
1885-1889 (22)  Grover Cleveland (1837-1908) Demokrat Der Anwalt gründete die Handelskommission, um die Eisenbahnen der einzelnen US-Staaten zu verstaatlichen. Beendete 1886 den Krieg gegen die Apachen mit der Gefangennahme deren Häuptlings Geronimo.  Thomas Hendricks
1889-1893 (23)  Benjamin Harrison (1833-1901) Republikaner Der Rechtsanwalt bekämpfte erfolgreich die Monopolbildung der Industrie mit Hilfe des sog. Anti-Trust-Gesetzes. Beendete 1890 die Indianerkriege durch das Gemetzel am „Wounded Knee“ in South Dakota. Führte hohe Schutzzölle zur Wirtschaftsförderung ein. Levin P. Morton
1893-1897 (24)  Grover Cleveland (1837-1908) Demokrat Er wurde als einziger aller US Präsidenten (nach vierjähriger Amtspause) zum zweiten Mal ins Amt gewählt. In dieser Zeit führte er das Land gut durch die heftige Wirtschaftskrise von 1893. Adlai E. Stevenson
1897-1901 (25)  William McKinley (1843-1901) Republikaner Kampf um Kuba und Krieg gegen Spanien (1898), das verdächtigt wurde, die Explosion an Bord des Schlachtschiffes „Maine“ verursacht zu haben. Nach dem Sieg wurde Kuba militärisch besetzt. Spanien musste Puerto Rico und Guam abtreten und die Philippinen für 20 Mio. Dollar an die USA verkaufen. McKinley nahm 1898 zudem Hawaii in die Union auf und starb 1901 (kurz nach seiner Wiederwahl) durch ein Attentat.• Die US Präsidenten von 1901 bis Donald Trump finden Sie auf der nächsten Seite! Garret Hobart & Theodore Roosevelt

> US Präsidenten (ab 1901)
Regierungschefs

Taschenhirn-Leser fragen auch:

Welche US Präsidenten wurde mit Unterbrechung zweimal gewählt?

Der Demokrat Grover Cleveland war der einzige US Präsident der nach einer Unterbrechung noch einmal ins Amt gewählt wurde. Seine erste Amtszeit war von 1885-1889 und seine zweite von 1893-1897. Dazwischen saß von 1889 bis 1893 der Republikaner Benjamin Harrison im Weißen Haus.

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Quellen zur Liste: „Alle US Präsidenten“

Adducation.info (Web) sowie diverse Blogs, Geschichtsbücher über alle US Präsidenten, Fachzeitschriften, Wikipedia u.v.a.


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Alle US Präsidenten und Vize-US Präsidenten im Überblick. Alle Amtszeiten und Taten