Deutsche Außenminister


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Wie heißt der aktuelle Außenminister in Deutschland?

Der am 19.9.1966 im saarländischen Saarlouis geborene Heiko Maas ist seit März 2018 aktueller deutscher Außenminister. Zuvor war er in Angela Merkels drittem Kabinett von 2013-2018 Bundesminister der Justiz und Verbraucherschutz.

Wer war der erste deutsche Außenminister?

Erster deutscher Außenminister war kein geringere als Konrad Adenauer. Neben seinem Amt als Deutscher Bundeskanzler war er von 1951 bis 1955 auch vier Jahre lang der erste Außenminister Deutschlands. Ihm folgte 1955 Heinrich von Brentano.

Wie viele Außenminister gab es in Deutschland bis heute?

Seit 1951 gab es 15 deutsche Außenminister, darunter auch die späteren Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt. Kleines Kuriosum am Rande: Der dritte deutsche Außenminister hieß Gerhard Schröder (1961-1966). Dieser war von der CDU und hatte trotz gleicher Schreibweise nichts mit dem späteren Bundeskanzler gemeinsam.

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Deutsche Außenminister Im Amt Lebzeiten War außerdem (Auswahl)
Konrad Adenauer (CDU) 1951-1955 1876-1967 Vor Antritt seines Amtes war er u.a. Oberbürgermeister von Köln (1917-1933 + 1945), 1. Präsident des Parlamentarischen Rates (1948), CDU-Mitbegründer (1950) und 1. Parteivorsitzender der CDU/CSU-Fraktion (1950-1966). Von 1949 bis 1963 war er der erste deutsche Bundeskanzler. Das bedeutet, dass er vier Jahr lang (1951-1955) zugleich deutscher Kanzler und Außenminister war.
Heinrich von Brentano (CDU) 1955-1961  1904-1964 Der Notar, Rechts- und Staatsanwalt war zuvor Vize-Präsident des Europarates (1950-55) und Mitglied im Europaparlament (1952-55). Nach seiner Amtszeit als Außenminister blieb er bis zu seinem Tode Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (1961-1964).
Gerhard Schröder (CDU) 1961-1966  1910-1989 Es ist tatsächlich wahr: es gab zwei Gerhard Schröder in der deutschen Politik. Neben dem etwas berühmteren Ex-Bundeskanzler von der SPD war dieser Gerhard zuvor auch Deutscher Innenminister (1953-1961) und nach seiner Amtszeit auch Verteidigungsminister (1966-1969). Er war der bislang letzte deutsche Außenminister der CDU.
Willy Brandt (SPD) 1966-1969  1913-1992 Vor seiner Tätigkeit als deutscher Außenminister war Brandt u.a. Präsident des Abgeordnetenhauses (1955) und Regierender Bürgermeister von Berlin (1957-1966). Als solcher stand er 1963 am Rathaus Schöneberg neben US Präsident Kennedy, als dieser seine berühmte „Ich bin ein Berliner“-Rede hielt. Ab 1969 war er 4. Deutscher Bundeskanzler (1969-1974) und bekam für seine Ost-Friedens-Politik 1971 den Friedensnobelpreis.
Walter Scheel (FDP) 1969-1974  1919-2016 Scheel war zuvor 1. Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (1961-1966) und bildete nach der Bundestagswahl 1969 gemeinsam mit Brandt die erste SPD/FDP-Koalition, weshalb er auch Vizekanzler und Brandt’s Nachfolger als Außenminister wurde. Später ging er als vierter Deutscher Bundespräsident (1974-1979) und Sänger des Volksliedes „Hoch auf dem gelben Wagen“ in die Geschichte ein.

Hans-Dietrich Genscher (FDP) 1974-1982  1927-2016 Als Innenminister (1969-1974) stellte er sich 1972 als Austauschgeisel bei der blutigen Geiselnahme israelischer Sportler während den Olympischen Spielen in München zur Verfügung, weshalb er hinterher die Sonder-Terror-Einheit GSG 9 gründete. Genscher war zudem Abgeordneter des Bundestags (1965-1998) und Bundesvorsitzender der FDP (1974-1985). Am 17. September 1982 trat er kurzfristig als Außenminister zurück. > Siehe 2. Amtszeit
Helmut Schmidt (SPD) 09/
1982 
1918-2015 Der ehemalige Bundeskanzler (1974-1982) war nur wenige Wochen Außenminister. Grund: Am 17. 9. 1982 traten (aufgrund seines NATO Doppelbeschlusses) alle FDP-Minister zurück, darunter eben auch der amtierende Außenminister Genscher, den er deshalb vertrat. Schmidt war auch Verteidigungsminister (1969-1972) und Finanzminister (1972-1974).
Hans-Dietrich Genscher (FDP) 1982-1992  1927-2016 Nach kurzer Unterbrechung führt er seine Amtszeit als deutscher Außenminister erfolgreich fort. Unvergessen sind seine unvollendeten aber dennoch berühmten Worte vom 30. September 1989, die er auf dem Balkon der Deutschen Botschaft in Prag sprach: „Wir sind zu Ihnen gekommen um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise….“ Weiter kam er nicht, denn unter den rund 4.000 DDR-Flüchtlingen in der Botschaft brach frenetischer Jubel aus. Die Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung begann mit diesen Worten. Am 18. Mai 1992 trat Genscher auf eigenen Wunsch von seinem Amt, das er 23 Jahre lang begleitete, zurück.
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Klaus Kinkel (FDP) 1992-1998  1936-2019 Der deutsche Außenminister war zuvor BND-Präsident (1979-1982) und Bundesjustizminister (1991-92). Am 18. Mai 1992 profitierte Klaus Kinkel vom Rücktritt seines „politischen Ziehvaters“ Hans-Dietrich Genscher und wurde neuer Bundesaußenminister. Von 1993-1995 war der Jurist außerdem FDP-Bundesvorsitzender.
Joschka Fischer (GRÜNE) 1998-2005  1948 Der erste und bislang einzige „grüne“ deutsche Außenminister war während seiner Amtszeit auch Präsident des Rats der EU (01.01.1999-30.06.1999). Zuvor war er Hessischer Staatsminister für Umwelt und Energie. 2005 legte er alle politischen Ämter nieder. 
Frank-Walter Steinmeier (SPD) 2005-2009  1956 Vor seiner Wahl war Steinmeier Chef des Bundeskanzleramtes (1999-2005) und wirkte als solcher (unter Bundeskanzler Schröder) bei der Ausarbeitung der Agenda 2010 mit.
Guido Westerwelle (FDP) 2009-2013  1961-2016 Vor seinem Amt als Außenminister war Westerwelle FDP-Generalsekretär und Bundesvorsitzender (2001-2011). Zur Bundestagswahl 2002 trat er als erster FDPler als Kanzlerkandidat an. Unvergessen ist dabei sein „Projekt 18 %“ – ein Ziel, dass er jedoch mit 7,4 % deutlich verfehlte. Westerwelle starb mit nur 54 Jahren am 18. März 2016 in Köln an Leukämie.
Frank-Walter Steinmeier (SPD) 2013-2017  1956 Steinmeier’s zweite Amtszeit als Außenminister. Zuvor hatte er das Amt von 2005 bis 2009 inne (siehe oben). Am 19. März 2017 wurde er zum 12. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.
Sigmar Gabriel (SPD) 2017-2018  1959 Weil sein Vorgänger Frank-Walter Steinmeier im Februar 2017 zum neuen Bundespräsidenten gewählt wurde, rückte der SPD-Fraktionsvorsitzende (seit 2009) nach. Zuvor war er u.a. Ministerpräsident von Niedersachsen (1999-2003), Umweltminister (2005-09), Bundesminister für Wirtschaft und Energie sowie Vize-Kanzler (2013-17).
Heiko Maas (SPD) seit 3/2018  1966  Der in Saarlouis geborene Heiko Maas war in Angela Merkels Kabinett III. von 2013-2018 Bundesminister der Justiz und Verbraucherschutz.

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