Deutsche Innenminister


Wissensbuch mit 344 Listen bei Amazon + Verlag + iOS Quiz App

Wie heißt der aktuelle Innenminister Deutschlands?

Der am 4. Juli 1949 in Ingolstadt geborene Horst Seehofer ist seit März 2018 aktueller deutscher Innenminister, Bau- und Heimatminister. Zuvor war der CSU-Politiker von 2008 bis 2018 bayerischer Ministerpräsident.

Wer war der erste deutsche Innenminister?

Gustav Heinemann wurde 1949 zum 1. Bundesminister des Innern ernannt, trat aber ein Jahr später am 9. Oktober 1950 wieder zurück. Grund waren Meinungsverschiedenheiten mit Konrad Adenauer zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Kuriosum: Aus dem gleichen Grund trat er (er war Gründungsmitglied der CDU) 1952 aus der Partei aus und 1957 in die SPD ein. Als SPD-Politiker wurde er später Justizminister (1966-1969) und Bundespräsident (1969-1974).

Wie viele Innenminister gab es bis heute in Deutschland?

Das Amt war von 1949 bis heute 20 mal vergeben – an 18 verschiedene Innenminister (Wolfgang Schäuble und Thomas de Maizière waren je 2 x Innenminister). Kuriosum: Jürgen Schmude von der SPD hatte das Amt nach der sozial-liberalen Koalitionsbruch nur übergangsweise für 2 Wochen inne (vom 17.9. bis 1.10.1982).

Mit Klick auf + finden Smartphone- & Tablet-User weitere Angaben über alle 20 deutsche Innenminister von 1949 bis 2020.

Deutsche Innenminister Im Amt Lebzeiten War außerdem (Auswahl)
Gustav Heinemann (CDU) 1949-1950 1899-1976 Der erste deutsche Innenminister war vor seinem Amtsantritt Oberbürgermeister von Essen (1946-1949). Allerdings trat er nach nur einem Jahr trat er am 9.Oktober 1950 von seinem Amt zurück. Grund waren Meinungsverschiedenheiten mit Konrad Adenauer zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik. Dies war auch der Grund, warum er die CDU 1952 verließ und 1957 in der SPD eintrat. Für die Sozialdemokraten wurde er später Deutscher Justizminister (1966-1969) und schließlich auch Deutscher Bundespräsident von 1969 bis 1974.
Robert Lehr (CDU) 1950-1953  1883-1956 Von 1924-1933 Oberbürgermeister in Düsseldorf. Nach dem Krieg (1945) einer der Mitbegründer der CDU. 1948/49 Mitglied im Parlamentarischen Rat. 
Gerhard Schröder (CDU) 1953-1961  1910-1989 Außenminister (1961-1966) und Verteidigungsminister (1966-1969). Der Jurist und Rechtsanwalt ist – bei gleicher Schreibung – nicht zu verwechseln mit dem späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder von der SPD.
Hermann Höcherl (CSU) 1961-1965  1912-1989 Der Jurist war 1931 bis 1932 und von 1935 bis 1945 Mitglied der NSDAP. Nach dem Krieg Rechtsanwalt und Staatsanwalt in Deggendorf. Von 1965-69 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft sowie 1953 bis 1976 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Paul Lücke (CDU) 1965-1968  1914-1976 Der gelernte Schlosser studierte während des Krieges Maschinenbau und verlor 1944 ein Bein (bei einem Angriff). Nach dem Krieg war er von 1954-66 Präsident des Deutschen Gemeindetages sowie von 1957 bis 1965 Bundesminister für Wohnungsbau.
Ernst Benda (CDU) 1968-1969  1925-2009 Der Berliner Jurist und Rechtsanwalt war ab 1957 Mitglied des deutschen Bundestages und später u.a. auch Präsident des Bundesverfassungsgericht (1971-1983)

Hans-Dietrich Genscher (FDP) 1969-1974  1927-2016 Genscher wurde mit 16 Jahren zum Luftwaffenhelfer eingezogen und musste von 1943-45 Kriegsdienst leisten. Nach dem Krieg (und einer schweren Tuberkulose-Erkrankung) studierte er von 1946-49 Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Ab 1956 Rechtsanwalt und Anwaltsassessor. Von 1974-1992 war er (fast ununterbrochen) Außenminister sowie FDP-Bundesvorsitzender von 1974-1985.
Werner Maihofer (FDP) 1974-1978  1918-2009 Als junger Mann nahm er als Eiskunstläufer an den olympischen Winterspielen 1936 teil. Von 1939-45 war er Soldat im 2. Weltkrieg und studierte nach Kriegsende Jura in Freiburg. Der spätere Professor, Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph war vor seinem Amt als Innenminister zudem Bundesminister für besondere Aufgaben (1972-1974).
Gerhart Baum (FDP) 1978-1982  1932 Mit dem Beginn seines Jurastudiums in Köln (1954) trat er in die FDP ein. Von 1962 bis 1972 war er Mitglied der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und von 1972-78 Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren. Der liberale Politiker und Rechtsanwalt ist gegen einen Überwachungsstaat und setzt sich bis heute für den Schutz der Bürgerrechte ein.
Allgemeinwissen in Listen
Taschenhirn gibts auch gedruckt! In Farbe. Mit über 340 Listen.
Sie können das Buch (in aktueller Auflage 2020) bequem bei Amazon, direkt in unserem eigenen Tusitala Verlag (mit kostenfreier Lieferung innerhalb D) oder im gut sortierten Buchhandel bestellen. Fragen Sie einfach Ihren Buchhändler!
Jürgen Schmude (SPD) 09/
1982 
1936 Ab 1955 studierte er Rechts- und Theaterwissenschaften sowie Germanistik. Nach seiner Promotion arbeitete er u.a. Rechtsanwalt in der Sozietät von Bundespräsident Gustav Heinemann. Von 1978-81 war er Bundesminister für Bildung und Wissenschaft und von 1981-82 Bundesjustizminister. Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition übernahm er am 17. September 1982 für zwei Wochen das Amt des Innenministers.
Friedrich Zimmermann (CSU) 1982-1989  1925-2012 Nach dem Kriegseinsatz (und der Mitgliedschaft in der NSDAP 1943-45) studierte er Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in München. Der spätere Rechtsanwalt war ein langjähriger Weggefährte und Freund von Franz Josef Strauß, der ihn auch 1948 zur CSU-Mitgliedschaft animierte. Dort war er in die bayerische Spielbankenaffäre (1955-62) verwickelt, 1960 wegen fahrlässigen Falscheids verurteilt, aber (aufgrund verminderter geistiger Leistungsfähigkeit durch Unterzuckerung!!!) wieder freigesprochen, was ihm den Spitznamen „Old Schwurhand“ einbrachte. Von 1965 bis 1972 war er Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und von 1989-91 Bundesverkehrsminister.
Wolfgang Schäuble (CDU) 1989-1991  1942 Schäuble studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und arbeitete anschließend als Wirtschaftsprüfer, später auch als  Regierungsrat beim Finanzamt Freiburg. Er war zudem als Rechtsanwalt tätig, bevor er von 1984-89 zum Bundesminister für besondere Aufgaben ernannt wurde. Während seiner Amtszeit als Innenminister wurde auf ihn ein Attentat verübt (12.10.1990), weshalb er bis heute querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. Siehe auch 2. Amtszeit von 2005-09.
Rudolf Seiters (CDU) 1991-1993  1937 Bundesminister für besondere Aufgaben (1989-1991); Präsident des DRK (2003-2017)
Manfred Kanther (CDU) 1993-1998  1939 Landesvorsitzender der hessischen CDU (1991-1998)
Otto Schily (SPD) 1998-2005  1932 Mitbegründer und Mitglied der GRÜNEN (1980-1989).
Wolfgang Schäuble (CDU) 2005-2009  1942 2. Amtszeit als Innenminister nach 1989-91. Danach kämpfte er als Bundesfinanzminister (2009- 17) u.a. gegen Steuerhinterziehungen und illegale Cum-Cum-Geschäfte. 2014 schaffte er den ersten ausgeglichenen Bundeshaushalt seit 1969 („die schwarze Null“). Seit Oktober 2017 ist er Präsident des Deutschen Bundestages. 
Thomas de Maizière (CDU) 2009-2011  1954 Bundesminister für besondere Aufgaben (2005-2009); Verteidigungsminister (2011-2013)
Hans-Peter Friedrich (CSU) 2011-2013  1957 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (2009-2011)
Thomas de Maizière (CDU) 2013-2018  1954 2. Amtszeit nach 2009-11. Zuvor Bundesminister für besondere Aufgaben (2005-2009) und Verteidigungsminister (2011-2013)
Horst Seehofer (CSU) seit 3/2018  1949 Der 20. Innen-, Bau- und Heimatminister war von 2008 bis 2018 Ministerpräsident des Freistaates Bayern.

Bundesminister (Teil 1)
Deutsche Außenminister

Deutsche Innenminister finden Sie auch im Listenbuch

  • Kennen Sie weitere Fakten über deutsche Innenminister, die wir hier vergessen haben?
  • Haben wir Fehler in dieser Liste gemacht? Inhaltliche oder grammatikalische?
  • Dann schreiben Sie uns bitte! Mit Ihrem Wissen wird Taschenhirn.de immer klüger. Danke!

Quiz mit! Nominiert zur „Super App 2015“ ↓ Spiel 9inline

Alle deutsche Innenminister im Überblick - Allgemeinbildung auf Taschenhirn.de