Liste: Deutsche Wissenschaftler


40 Berühmte deutsche Wissenschaftler

Mit Klick auf  finden Smartphone-User weitere Infos & Fakten über berühmte deutsche Wissenschaftler, deutsche Physiker, deutsche Chemiker, deutsche Mathematiker, deutsche Mediziner, deutsche Biologen u.a. Weitere berühmte Wissenschaftler aus aller Welt finden Sie in den jeweiligen Listen: Berühmte Physiker, berühmte Chemiker, berühmte Astronomen, berühmte Ärzte & Mediziner und berühmte Mathematiker

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Deutsche Wissenschaftler Fachgebiet geboren gestorben Arbeit & Erfolge
Alzheimer, Alois Medizin Psychologie 14.6.1864 in Marktbreit 19.12.1915 in Breslau Der deutsche Mediziner und Psychiater diagnostizierte 1901/02 erstmals die Alzheimer-Krankheit bei einer in der Frankfurter „Anstalt für Irre“ lebenden 51-jährigen Patientin namens Auguste Deter. Nach deren Tod fand er 1906 in ihrer Hirnrinde Plaques und Neurofibrillen und veröffentlichte darüber seine Studie „Eine eigenartige Krankheit der Hirnrinde“, die damals aber nur wenig Beachtung fand.
Behring, Emil von Medizin, Immunologie 15.3.1854 in Hansdorf, Kreis Rosenberg, (heute POL) 31.3.1917 in Marburg Der Schüler des deutschen Wissenschaftlers Robert Koch fand mit Jod-Trichlorid ein aus Blutserum gewonnenes Heilmittel gegen Diphterie. Die Geheilten waren danach gegen die Kinderkrankheit immun. Der deutsche Immunologe, der auch in der Berliner Charité forschte, fand zudem ein Mittel gegen Tetanus (Wundstarrkrampf). Beide Errungenschaften brachten ihm den Ehrentitel „Retter der Kinder“, „Retter der Soldaten“ sowie den ersten Nobelpreis der Medizin im Jahre 1901 ein.
Born, Max Physik, Mathematik 11.12.1882 in Breslau (heute POL) 5.1.1970 in Göttingen Gemeinsam mit Pauli, Heisenberg und Jordan entwickelte Max Born große Teile der Quantenmechanik sowie die nach ihm benannten Born-Oppenheimer-Näherung der Molekülphysik als auch die „Bornsche Näherung“. Den Physik-Nobelpreis allerdings erhielt er 1954 für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion, auch als „Kopenhagener Deutung“ bekannt.
Braun, Wernher von Physik, Astronomie 23.3.1912 in Wirsitz, Provinz Posen (heute POL) 16.6.1977 in in Alexandria, Virginia, USA) Bedeutender Raketenkonstrukteur und deutscher Physiker. Er ließ bereits ab 1934 im Auftrag des Dritten Reichs Raketen mit Raketentriebwerke starten und entwickelte von 1937 bis 1942 die erste Großrakete mit Flüssigtreibstoff, Aggregat 4 (kurz A4) genannt. Im September 1944 kam diese Rakete unter der Bezeichnung V2 (Vergeltungswaffe 2 für den britischen Bombenangriff 1943 auf Peenemünde) beim Angriff auf London erstmals zum Einsatz. Insgesamt wurden bis Ende des 2. Weltkriegs rund 3000 V2-Raketen abgeschossen (ca. 1.000 auf London und 1.000 auf Antwerpen). 1945 immigriert er in die USA, wo er ab 1959 als leitender NASA-Raketeningenieur die Trägerraketen für die NASA-Missionen konstruierte.
Bunsen, Robert Wilhelm Chemie 30.3.1811 in Göttingen 16.8.1899 in Heidelberg Er entwickelte – gemeinsam mit Gustav Kirchhoff – die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente erforscht und nachgewiesen werden können. Der deutsche Chemiker verbesserte außerdem den „Bunsenbrenner“.
Ehrlich, Paul Medizin 14.3.1854 in Strehlen, Regierungsbezirk Breslau (heute POL) 20.8.1915 in Bad Homburg vor der Höhe Gründer der Chemotherapie und Forscher der Immunität und Serumtherapie. Paul Ehrlich untersuchte Blutkörperchen und entdeckte in seiner „Seitenkettentheorie“ die Bildung von Antikörpern. Der berühmte Wissenschaftler und deutscher Nobelpreisträger (von 1908) fand außerdem den Erreger der Schlafkrankheit und der Syphilis, sowie das erste wirksame Mittel („Salvarsan“) gegen die Syphilis. Ehrlich arbeitete lange Zeit in der Berliner Charité.
Einstein, Albert Mathematik, Physik 14.3.1879 in Ulm 18.4.1955 in Princeton, New Jersey, USA) Mit seinen beiden Relativitätstheorien revolutionierte der berühmte Wissenschaftler das Verständnis von Materie, Raum, Zeit und Gravitation: „Alles ist relativ zum jeweiligen Beobachtungssystem zu sehen. Auch die Zeit. Es gibt also keine absolute Gleichzeitigkeit. Die einzige Konstante ist die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Größe, die nicht überschritten werden kann. Daraus folgerte Einstein: Energie ist Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat (E = MC2), d.h. Materie ist verdichtete Energie. In jedem Gramm Masse schlummern riesige Energien. Eine Erkenntnis, die (leider) auch zum Bau der Atombombe führte. Deutscher Physik-Nobelpreisträger von 1921.
Fahrenheit, Daniel Gabriel Physik 24.5.1686 in Danzig (heute POL) 16.9.1736 in  Den Haag, NL Der deutsche Physiker entwickelte 1714 das Quecksilberthermometer mit einer Drei-Punkte-Eichung. Als Nullpunkt seiner Scala verwendete er die tiefste Temperatur, die er damals erzeugen konnte: Minus 17,8º. Als Gefrierpunkt des Wassers legte er +32° und als Siedepunkt +212° fest. Diese Fahrenheit-Scala wird in angelsächsischen Ländern bis heute verwendet.
Fraunhofer, Joseph von Optik, Astronomie 6.3.1787 in Straubing 7.6.1826 in München Joseph von Fraunhofer (ab 1824 auch Ritter von Fraunhofer) schuf das Teleskop, mit dem Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) die Parallaxe eines Fixsterns messen konnte. Er verbesserte Linsen und Prismen und fand durch Lichtexperimente viele Hunderte Spektrallinien.
Gauss, Carl Friedrich Mathematik Astronomie 30.4.1777 in Braunschweig 23.2.1855 in Göttingen Gauss war ein vielseitiges Genie. Er vermutete schon mit 15 Jahren einen Zusammenhang zwischen Primzahlen und Logarithmen und fand „die Methode der kleinsten Quadrate“. Er prägte Algebra mit der Beweisführung des sog. Fundamentalsatzes (eine Gleichung nten Grades hat n Wurzeln), Stochastik, Integralrechnung (Gaußscher Satz) und den Magnetismus, widerlegte erstmals das euklidische Parallelenaxiom (damals eine Sensation) und fand mit dem Achsenkreuz einen einfachen Weg zur Darstellung komplexer Zahlen. Der große, berühmte Mathematiker berechnete außerdem Planetenbahnen, optische Gesetze und baute mit Wilhelm Weber (1804-1891) die erste elektromagnetische Telegrafenanlage. Der gebürtige Braunschweiger war zudem Leiter der Sternwarte in Göttingen. Einer seiner Studenten war der ebenfalls bekannte Mathematiker Bernhard Riemann (1826-1866).
Geiger, „Hans“ Johannes Wilhelm Physik 30.9.1882 in Neustadt an der Haardt 24.9.1945 in Potsdam Geiger war einer der Pioniere der Kernphysik und des Strahlenschutzes. 1928 entwickelte er an der Kieler Christian-Albrechts-Universität zusammen mit seinem Doktoranden Walther Müller das Geiger-Müllersche-Zählrohr (kurz auch „Geigerzähler“ genannt) zur Messung radioaktiver Strahlung. Später befasste er sich u.a. auch mit der Kosmischen Strahlung. Wichtigstes Werk: Handbuch der Physik (1926, in 24 Bänden herausgeben von Hans Geiger und Karl Scheel.
Goeppert Mayer, Maria Physik 28.6.1906 in in Kattowitz, Oberschlesien (heute POL) 20.2.1972 in San Diego, Kalifornien, USA Maria Goeppert Mayer führte ein Schalenmodell des Atomkerns ein und erhielt dafür 1963 als zweite Frau überhaupt den Nobelpreis für Physik (gemeinsam mit Hans Jensen, der unabhängig und gleichzeitig ebenfalls das Schalenmodell des Atomkerns fand). Bei der Erstellung von Isotopenlisten fiel ihr auf, dass Atomkerne mit 2, 8, 20, 28, 50, 82 oder 126 Protonen oder Neutronen besonders häufig (und damit stabil) waren. Diese Zahlen wurden von Eugene Wigner später als Magische Zahlen bezeichnet. Bekannt wurde sie auch mit ihrer Arbeit über die sog. Zwei-Photonen-Absorption von Atomen – einer damals noch schwer zu beweisenden Theorie, die später aber mit der Entwicklung der Lasertechnologie bewiesen wurde.
Graßmann, Hermann Mathematik, Physik 15.4.1809 in Stettin (heute POL) 26.9.1877 ebenda Der introvertierte Philologe war in der Mathematik ein Autodidakt. Als solcher führte er Untersuchungen an elektrischen Strömen, Farbenlehre, Akustik, Phonetik und Harmonielehre. Sein mathematisches Werk „Ausdehnungslehre“ beinhaltet Abhandlungen über Quaternionen, Matrizenkalküle und Vektor-Rechnungen.
Haber, Fritz
Chemie 9.12.1868 in Breslau (heute POL) 29.1.1934 in Basel, CH Fritz Haber gilt als Schöpfer der Ammoniaksynthese, die heute noch in der modernen Landwirtschaft und zur Herstellung von Sprengstoff verwendet wird. Der Chemiker war der erste Erbauer eines funktionalen Katalysators. Allerdings war der deutsche Wissenschaftler auch ein glühender Nationalist und entwickelte als solcher die ersten chemischen Kriegswaffen mit Phosgen und Chlorgas. Während des 1. Weltkriegs wurde er daher zum „Vater des Gaskriegs“ und leitete die tödlichen Giftgas-Einsätze an der deutschen Front. 1919 erhielt er trotz allem – für die Taschenhirn-Redaktion unfassbar – den Chemie-Nobelpreis.
Hahn, Otto Chemie 8.3.1879 in Frankfurt am Main 28.7.1968 in Göttingen Otto Hahn bestrahlte 1938 Uran mit Neutronen, worauf sich das Uran spaltete und Barium freisetzte. Für diese erste „Kernspaltung“ der Geschichte erhielt der deutsche Chemiker 1944 den Chemie-Nobelpreis. Privat war er mit der Physikerin Lise Meitner (1878-1968) eng befreundet.
Heisenberg, Werner Physik 5.12.1901 in Würzburg 11.2.1976 in München Der deutsche Physiker begründete die Quantentheorie, indem er davon ausging, dass sich Elektronen nur durch sog. „Quantensprünge“ verändern können. Werner Heisenberg fand heraus, dass sich Atome anders verhalten, wenn man sie beobachtet.
Helmholtz, Hermann von Physik, Medizin 31.8.1821 in Potsdam 8.9.1894 in Charlottenburg bei Berlin Helmholtz untersuchte Gärung, Fäulnis und Wärmeproduktion der Lebewesen. Mit seinem Buch zur „Erhaltung der Kraft“ (1847) belegte er, dass sich Energie zwar verwandeln kann, aber niemals verloren geht.
Herschel, William
Astronomie, Mathematik 15.11.1738 in Hannover 25.8.1822 in Slough, ENG Der deutsch-britische Astronom zeichnete sich durch seinen Fleiß, seiner Begabung und vor allem durch seine Hartnäckigkeit aus, denn er saß über viele Jahre Nacht für Nacht stundenlang vor seinem selbstgebauten Spiegelteleskop und beobachtete den Sternenhimmel. Dabei entdeckte er u.a. den Planeten Uranus (1781), dessen zwei Monde Titania und Oberon (beide 1787), das Ringsystem des Uranus (1797), die Saturnmonde Mimas und Enceladus und die Milchstraße sowie die Tatsache, dass alle Sterne Sonnen sind. Er beobachte auch unsere Sonne und entdeckte – indem er Sonnenlicht durch ein Prisma lenkte – 1800 die Infrarotstrahlung. Herschel war zudem ein begnadeter Musiker (er spielte neben Violine auch Cello, Oboe, Orgel) und schrieb als Komponist u.a. 25 Sinfonien, 14 Konzerte, Orgelwerke sowie weitere Stücke für Kammermusik.
Hertz, Heinrich
Physik 22.2.1857 in Hamburg 1.1.1894 in Bonn Der deutsche Physiker bestätigte die Ergebnisse von James Maxwell (1831-1879), der die Radiowellen fand und konstruierte Sender wie Empfänger elektromagnetischer Wellen. Sein Name steht für die Maßeinheit der Frequenzen.
Hilbert, David Mathematik 23.1.1862 in Königsberg (heute RUS) 14.2.1943 in Göttingen

David Hilbert prüfte alle möglichen Typen von Geometrien in ihrem Aufbau und Verhältnis, zeigte wie man durch Streichen und Hinzufügen von Axiomen von einer Geometrie zur anderen wechseln kann. Er schrieb sein berühmtes Werk „Grundlagen der Geometrie“ (1899) und erstellte 1900 seine berühmte Liste der „23 mathematischen und ungelösten Probleme der Mathematik“ (Sein 24-tes Problem wurde erst später in seinem Nachlass gefunden.). Wenn Sie möchten, werfen Sie doch einmal einen Blick auf alle 24 Hilbertschen Probleme.

Hoffmann, Felix Chemie, Pharmazie 21.1.1868 in Ludwigsburg 8.2.1946 in Lausanne (F) Der in Ludwigsburg geborene Chemiker arbeitete im Labor der „Farbenfabrik Friedr. Bayer & Co.“ und forschte dort mit Acetalen, Salicylsäure und Tannine nach neuen Medikamenten. 1897 gelang ihm die Synthese von Acetylsalicylsäure (ASS) aus Salicylsäure und Acetanhydrid, welches später unter dem Markenname Aspirin auf den Markt kam. Im selben Jahr stellte er aus Morphin (Morphium) mit Acetanhydrid den Wirkstoff Diacetylmorphin her, das Bayer bis 1931 unter dem Namen Heroin als „Schmerz- und Hustenmittel“ verkaufte.
Jacobi, Carl Gustav Mathematik 10.12.1804 in Potsdam 18.2.1851 in Berlin Jacobi war einer der produktivsten und vielseitigsten deutschen Mathematiker in der Geschichte. Er leistete u.a. grundlegende Beiträge zu elliptischen Funktionen, Dynamik, Differentialgleichungen, Determinanten und Zahlentheorie. Seine wohl größte Errungenschaft war jedoch seine Theorie der elliptischen Funktionen und ihre Beziehung zur elliptischen Theta-Funktion, die in der mathematischen Physik aufgrund ihrer Rolle bei der Umkehrung von periodischen und quasi-periodischen Strömungen von großer Bedeutung sind. Jacobi war zudem der erste jüdische Mathematiker, der zum Professor an einer deutschen Universität ernannt wurde. Nach ihm sind u.a. die Jacobi-Matrix, die Jacobi-Polynome, das Jacobi-Verfahren, die Jacobi-Identität, das Jacobi-Symbol, das Jacobifeld und der Jacobi-Perron-Algorithmus benannt.
Kepler, Johannes
Astronomie Mathematik 27.12.1571jul. in Weil der Stadt 15.11.1630greg. in Regensburg) Johannes Kepler entdeckte die Gesetze der Planetenbewegung (Ellipsen) und zeichnete den Verlauf der Sternenbahnen auf. Der deutsche Astronom rechnete dabei erstmals mit Integralen und Logarithmen. Außerdem belegte er einige Entdeckungen von Galileo Galilei (1564-1641).
Kirchhoff, Gustav Robert Physik 12.3.1824 in Königsberg, Preußen (heute RUS) 17.10.1887 in Berlin Der deutsche Wissenschaftler entdeckte gemeinsam mit Robert Bunsen die Spektralanalyse, wodurch geringste Mengen eines Elementes nachgewiesen werden können. Kirchhoff entwarf auch die Regeln der Stromverzweigung und untersuchte die Sonne.
Klaproth, Martin Heinrich

Chemie

1.12.1743 in Wernigerode 1.1.1817 in Berlin Seine Liebe zum Detail, seine präzise Versuchsdurchführung und seine Weigerung, Diskrepanzen in den Ergebnissen zu ignorieren, führten zu Verbesserungen bei der Verwendung von Geräten und machten Martin Heinrich Klaproth zu einem der angesehensten Chemiker seiner Zeit. Er entdeckte alleine die chemischen Elemente Uran (1789), Zirconium (1789) und Cerium (1803). Er gehörte zudem zu den Mitentdeckern von Titan (1792), Strontium (1793) und Chrom (1797) und bestätigte die früheren Entdeckungen von Tellur (1798) und Beryllium (1798). In der Gravimetrie führte er die Regel „Trocknen bis zur Gewichtskonstanz“ ein.
Koch, Robert

Medizin

11.12.1843 in in Clausthal 27.5.1910 in Baden-Baden Der berühmte deutsche Arzt, Forscher und Entdecker Robert Koch entdeckte durch mühsame und langwierige (Tier)-Experimente die Sporen, Bakterien und Erreger der Cholera, Malaria, Tuberkulose, Milzbrand, Schlafkrankheit und der Pest. Robert Koch gehört zu den 17 deutschen Nobelpreisträger der Medizin und wurde 1905 mit Preis geehrt.
Kopernikus, Nikolaus Astronomie, Mathematik 19.2.1473 in Thorn (heute POL) 24.5.1543 in Frauenburg (heute POL) Die Erde, die sich innerhalb 24 Stunden um die eigene Achse dreht, ist einer von vielen Planeten, die um die feststehende Sonne kreisen. Auch Fixsterne bewegen sich nicht. Und der Mond dreht in kreisförmigen Bahnen um die Erde. Mit all diesen revolutionierenden Erkenntnissen erschütterte Kopernikus 1543 das alte Weltbild.
Leibniz, Gottfried Wilhelm Mathematik, Physik, Philosophie 1.7.1646 in Leipzig 14.11.1716 in Hannover Leibniz befasste sich intensiv mit der symbolischen Logik, er entwickelte (neben Sir Isaac Newton) die Differenzial- und Infinitesimalrechnung, führte das Integralzeichen ein, baute 1672 eine Rechenmaschine, die multiplizieren, dividieren und die Quadratwurzel ziehen konnte, entwickelte das Dualsystem (Vorstufe der modernen Computertechnologie), erfand ein Gerät zur Windmessung und entwarf Pläne für U-Boote. Wilhelm Gottfried Leibniz zählt zu den größten deutsche Wissenschaftler und berühmtesten Mathematiker aller Zeiten.
Liebig, Justus von Chemie 12.5.1803 in Darmstadt 18.4.1873 in München Pionier der organischen Chemie und Begründer der Agrikulturchemie; Justus Liebig gründete in Gießen ein chemisches Labor und wissenschaftliches Fortbildungszentrum und führte dort mit seinen Schülern viele organische Elementaranalysen durch. Dieser große deutsche Wissenschaftler und Chemiker untersuchte den Stoffwechsel und fand heraus, dass durch Ackerbau dem Boden wichtige Nährstoffe entzogen werden, die nur durch Dünger wieder hinzugefügt werden können.
Linde, Carl von Physik, Polytechnik 11.6.1842 in Berndorf bei Thurnau 16.11.1934 in München Carl von Linde entwickelte eine technische Methode (Linde-Verfahren), welche die Verflüssigung von Gasen und Sauerstoff in großen Mengen ermöglicht. Der deutsche Wissenschaftler verbesserte u. a. auch das Kältetechnikverfahren.
Magnus, Albertus Biologie, Philosophie

1193 bei  Lauingen an der Donau

15.11.1280 in Köln Als Mitbegründer der modernen Naturwissenschaften beschrieb der deutsche Biologe eine große Zahl von Pflanzen („De vegetabilibus“), Tieren und Insekten („De animalibus“). Albert Magnus (der auch Albert von Lauingen genannt wurde) war Bischof und Lehrer des berühmten Philosophen Thomas von Aquin.
Mayer, Robert Physik, Chemie 25.11.1814 in Heilbronn 20.3.1878 ebenda Der deutsche Arzt und forschender Mediziner, Physiker und Chemiker Julius Robert Mayer schuf mit seiner Abhandlung „Bemerkungen über die Kräfte der unbelebten Natur“ wesentliche Grundlagen zum mechanischen Wärmeäquivalent und zur Erhaltung der Energie. Da er den Ersten Hauptsatz der Thermodynamik erstmalig formulierte, gilt er als Pionier der Thermodynamik. Der deutsche Wissenschaftler entwickelte außerdem das in der Chemie, Physik und Technik bis heute geltende Prinzip der „Auslösung“ (Ursache/Wirkung).
Nernst, Walther Chemie, Physik 25.6.1864 in Briesen, Westpreußen (heute POL) 18.11.1941 in Zibelle (Oberlausitz) Er forschte und fand Lösungen in der Elektrochemie, Elektroanalyse, Thermodynamik und der physikalischen Chemie. Bei der Dissoziation von Salzen und Säuren in unterschiedlichen Lösungsmitteln, entdeckte er mit dem Chemiker Paul Walden (1863-1957) eine Abhängigkeit von der dielektrischen Leitfähigkeit der Lösungsmittel. Außerdem erfand er eine Glühlampe, die ohne Vakuum brennen konnte (Nernstlampe). Leider war Walther Nernst auch kriegsbegeistert und meldete sich 1914 freiwillig zum Militärdienst, anfangs noch als Fahrer, später als Forscher, der u.a. chemische Gase (Blausäure, Chlorgas, Phosgen, Diphosgen, Triphosgen) und tödliche Kampfstoffe wie BlaukreuzWeißkreuz und Grünkreuz  entwickelte. In seinem Kriegseifer trug er außerdem maßgeblich zur Verbesserung von Flammenwerfern bei. Nach dem Krieg stand er neben Carl Duisberg, Fritz Haber, Georg Bruchmüller und Walther Rathenau auf einer „Liste von Kriegsverbrechern“, die aber nie verurteilt wurden. 1920 erhielt er trotzdem – und das ist für die Taschenhirn-Redaktion nicht nachvollziehbar – den Physik-Nobelpreis.
Noether, Amalie Emmy Mathematik 23.3.1882 in Erlangen 14.4.1935 in Bryn Mawr, Pennsylvania, USA Die Begründerin der modernen, kommutativen Algebra ist eine der bedeutendsten Frauen in der Geschichte der Mathematik. Sie revolutionierte nicht nur die abstrakte Algebra (insbesondere die Ringtheorie), sondern lieferte auch wesentliche Beiträge (u.a. „Invariante Variationsprobleme“ von 1918) zur theoretischen Physik. Zudem beschäftigte sie sich mit der Invariantentheorie und legte mit dem von ihr formulierten Noether-Theorem den Grundstein zu einer neuartigen Betrachtung von Erhaltungsgrößen.
Ohm, Georg Simon Physik 16.3.1789 in Erlangen 6.7.1854 in München Der deutsche Wissenschaftler und Physiker untersuchte das Verhältnis zwischen Strom, Spannung und Widerstand. Sind zwei der drei Größen bekannt, lässt sich nach der „Ohmschen Formel“ U/I = R > elektrische Spannung (U) durch Stromstärke (I) = Widerstand (R) die dritte berechnen.
Ostwald, Wilhelm Chemie 2.9.1853 in Riga (heute LET) 4.4.1932 in Leipzig Wilhelm Ostwald experimentiere mit Säuren, Salzen und Basen, erforschte deren Leitfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit und entdeckte dabei Affinitätskonstanten („Ostwaldsche Verdünnungsgesetz“). Der berühmte deutsche Wissenschaftler beschäftigte sich auch intensiv mit Brennstoffzellen und Katalysatoren. 1909 erhielt er für seine Arbeiten den Chemie-Nobelpreis.
Planck, Max Physik 23.4.1858 in Kiel 4.10.1947 in Göttingen Der deutsche Nobelpreisträger Max Planck ging davon aus, dass Energie von einem Körper nicht in einem Fluss, sondern in Paketen, den sogenannten Quanten abgestrahlt wird und begründete dadurch die Quantentheorie. Diese besagt u.a. dass die Größe der Energiepäckchen proportional zur Schwingungszahl (multipliziert mit dem konstanten Faktor h) entsteht. Für diese Erkenntnis erhielt er 1918 den Physik-Nobelpreis.
Riemann, Bernhard Mathematik, Physik 17.9.1826 in Breselenz bei Dannenberg 20.7.1866 in Selasca am Lago Maggiore (IT) Der deutsche Wissenschaftler hatte maßgeblichen Anteil an der nichteuklidischen Geometrie (Parallelaxiom), der allgemeinen Funktionentheorie und der Differentialgleichung.
Röntgen, Wilhelm Konrad Physik 27.3.1845 in Remscheid-
Lennep
10.2.1923 in München Wilhelm Konrad Röntgen fand 1895 in der Würzburger Universität eine neue Art von durchdringenden X-Strahlen (die heute seinen Namen tragen) und begründete damit das Grundwissen der Computer-Tomografie und der Sonografie. Er ist der erste deutsche Nobelpreisträger der Physik und erhielt den Preis 1901.
Sauerbruch, 
Ernst Ferdinand
Medizin, Chirurgie 3.7.1875 in Barmen-
Wuppertal
2.7.1951 in Berlin Der in Barmen bei Wuppertal geborene Arzt ist uns vor allem durch seine chirurgischen Erfolge in der von ihm entwickelten Unterdruckkammer (Sauerbruch-Kammer) bekannt. Dadurch wurden erste Brustkorb-Öffnungen möglich, ohne dass dabei die Lunge zusammenfällt. Später entwickelte er auch die ersten Arm- und Beinprothesen mit beweglichen Gliedern und fand zudem eine operative Behandlung zur Lungentuberkulose.
Scheele, Carl Wilhelm Chemie 19.12.1743 in Stralsund (damals 
Schwedisch-Pommern)
21.5.1786 in Köping, SWE Der deutsch-schwedische Apotheker und Chemiker entdeckte zwar den Sauerstoff (1772) und Stickstoff (1773), publizierte seine Ergebnisse aber erst fünf Jahre später in seinem einzigen Buch Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer (1777). So verlor er den Ruhm an den ebenfalls berühmten Chemiker Joseph Priestley, der unabhängig von ihm den Sauerstoff 1774 entdeckt hatte. Carl Wilhelm Scheele identifizierte zudem die Elemente Molybdän, Wolfram, Barium, Wasserstoff und Chlor und entdeckte auch die organischen Säuren wie Weinsäure, Oxalsäure, Harnsäure, Milchsäure und Zitronensäure sowie die Flusssäure, die Blausäure und die Arsensäure.
Schweitzer, Albert Medizin, Philosophie, Theologie 14.1.1875 in Kaysersberg bei Colmar, Elsaß-Lothringen (heute F) 4.9.1965 in Lambaréné, Gabun Der im Elsass geborene deutsch-französische Arzt, Philosoph, Theologe und Musikwissenschaftler war einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er wurde als „Urwaldarzt“ berühmt, nachdem er zusammen mit seiner Frau Helene Schweitzer-Bresslau 1913 das Lambaréné-Krankenhaus am Ogooué im zentralafrikanischen Gabun gründete. Der Pazifist erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz in Afrika 1953 den Friedensnobelpreis. Bekannte Autobiografie „Zwischen Wasser und Urwald“ (1920).
Siemens,
Werner von
Physik Mechanik 13.12.1816 in Lenthe bei Gehrden 6.12.1892 in Berlin-Charlottenburg Werner von Siemens gilt als Erfinder und Gründer der Elektrotechnik und der Starkstromtechnik. Er erkannte früh, dass sich Gummi als Isoliermittel eignet und gründete 1849 eine Firma in Berlin zur Herstellung von Unterwasserkabeln. Später verbesserte er den Dynamo durch Nutzung eines Elektro- anstelle eines Stahlmagneten und entwarf 1866 den ersten elektrischen Generator. 1874 legte er die erste transatlantische Unterwasser-Telegrafenleitung, 1879 folgten die erste elektrische Lokomotive, Straßenbeleuchtung und Straßenbahn (fuhr ab 1881 durch Berlin-Lichterfelde).
Virchow,
Rudolf
Medizin, Pathologie 13.10.1821 in Schivelbein, Pommern (heute POL) 5.9.1902 in Berlin Als Begründer der modernen Pathologie arbeite er zunächst in Würzburg, später in der Berliner Charité, wo er seinen Ruf als weltbekannter Pathologe erlangte. Neben der Menschenkunde forschte er auch für die Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte. Zudem setzte er sich für die Menschen und deren bessere hygienischeren Lebensbedingungen ein und forderte von der Politik den Bau von Krankenhäusern, Markthallen und Kanalisationen.
Wegener, Alfred Meteorologie & Geologie 1.11.1880 in Berlin 16.11.1930 auf Grönland Der „Pionier der Polarforschung“ ist heute vor allem als Begründer der Kontinentalverschiebung in Erinnerung. 1912 fand er heraus, dass die Kontinente langsam um die Erde driften („Plattentektonik“). Er nahm an insgesamt vier Grönland-Expeditionen teil. 1913 war er zudem Mitglied der ersten, von Dänemark organisierten, erfolgreichen Grönlanddurchquerung. Außerdem war er als Meteorologe sehr erfolgreich und beschrieb u.a. als erster korrekt das Prinzip der Fata Morgana als Lichtspiegelung zwischen zwei unterschiedlich dichten Luftschichten. Alfred Wegener starb bei seiner vierten Grönland-Expedition an Herzversagen infolge von Überanstrengung.
Weierstraß, Karl Mathematik 31.10.1815 in Ostenfelde bei Ennigerloh 19.2.1897 in Berlin Der deutsche Wissenschaftler machte wichtige Entdeckungen zur Weiterentwicklung der allgemeinen Funktionslehre, Zahlentheorie und Potenzreihen. Sein Hauptwerk galt aber der Analysis und deren korrekten Fundierung (z.B. in der Behandlung unendlicher Produkte). Er prägte außerdem den Begriff der gleichmäßigen Konvergenz (Weierstraß-Kriterium).
Ziegler, Karl Chemie 26.11.1898 in Helsa bei Kassel 11.8.1973 in Mülheim an der Ruhr Der deutsche Chemiker und 1. Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) befasste sich zeitlebens sowohl mit der Grundlagenforschung als auch mit praktischen Anwendungen. Dabei umfassten seine Forschungen ein breites Themen-Spektrum innerhalb der Chemie. So schrieb er u.a. Beiträge über  Kohlenstoffradikale, lithiumorganische Verbindungen sowie Ringschlussreaktionen und befasste sich mit der Naturstoffchemie, mit der metallorganischen Chemie, mit nützlichen organischen Synthesemethoden wie der Wohl-Ziegler-Bromierung und mit lebenden Polymerisation. Seine Arbeiten über die Reaktion von Triethylaluminium mit Ethen führten im Übrigen zur Produktion von Fettalkoholen zur Herstellung biologisch abbaubare Waschmittel. Mit dem Ziegler-Natta-Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen schuf er die Grundlage für die Massenproduktion von Kunststoffen wie Polyethylen und Polypropylen. Dafür erhielt er 1963 zusammen mit Giulio Natta der Nobelpreis der Chemie.

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Quellen zur Liste „Deutsche Wissenschaftler“:

Wissenschaftsmagazine, Wikipedia, Bücher der Wissenschaft über deutsche Wissenschaftler, Fachzeitschriften etc.


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