Liste: Deutsche Wissenschaftler


35 Berühmte deutsche Wissenschaftler

Mit Klick auf  finden Smartphone-User weitere Infos & Fakten über berühmte deutsche Wissenschaftler, deutsche Physiker, deutsche Chemiker, deutsche Mathematiker, deutsche Mediziner, deutsche Biologen u.a. Weitere berühmte Wissenschaftler aus aller Welt finden Sie in den jeweiligen Listen: Berühmte Physiker, berühmte Chemiker, berühmte Astronomen, berühmte Ärzte & Mediziner und berühmte Mathematiker

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Deutsche Wissenschaftler
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Fachgebiet Arbeit & Erfolge
Alzheimer, Alois, D 1864-1915 Medizin Psychologie Der deutsche Mediziner und Psychiater diagnostizierte 1901/02 erstmals die Alzheimer-Krankheit bei einer in der Frankfurter „Anstalt für Irre“ lebenden 51-jährigen Patientin namens Auguste Deter. Nach deren Tod fand er 1906 in ihrer Hirnrinde Plaques und Neurofibrillen und veröffentlichte darüber seine Studie „Eine eigenartige Krankheit der Hirnrinde“, die damals aber nur wenig Beachtung fand.
Behring, Emil von, D 1854-1917 Medizin, Immunologie Der Schüler des deutschen Wissenschaftlers Robert Koch fand mit Jod-Trichlorid ein aus Blutserum gewonnenes Heilmittel gegen Diphterie. Die Geheilten waren danach gegen die Kinderkrankheit immun. Der deutsche Immunologe, der auch in der Berliner Charité forschte, fand zudem ein Mittel gegen Tetanus (Wundstarrkrampf). Beide Errungenschaften brachten ihm den Ehrentitel „Retter der Kinder“, „Retter der Soldaten“ sowie den ersten Nobelpreis der Medizin im Jahre 1901 ein.
Born, Max, D 1882-1970 Physik, Mathematik Gemeinsam mit Pauli, Heisenberg und Jordan entwickelte Max Born große Teile der Quantenmechanik sowie die nach ihm benannten Born-Oppenheimer-Näherung der Molekülphysik als auch die „Bornsche Näherung“. Den Physik-Nobelpreis allerdings erhielt er 1954 für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion, auch als „Kopenhagener Deutung“ bekannt.
Braun, Wernher von, D 1912-1977 Physik, Astronomie Bedeutender Raketenkonstrukteur und deutscher Physiker. Er ließ bereits ab 1934 im Auftrag des Dritten Reichs Raketen mit Raketentriebwerke starten und entwickelte von 1937 bis 1942 die erste Großrakete mit Flüssigtreibstoff, Aggregat 4 (kurz A4) genannt. Im September 1944 kam diese Rakete unter der Bezeichnung V2 (Vergeltungswaffe 2 für den britischen Bombenangriff 1943 auf Peenemünde) beim Angriff auf London erstmals zum Einsatz. Insgesamt wurden bis Ende des 2. Weltkriegs rund 3000 V2-Raketen abgeschossen (ca. 1.000 auf London und 1.000 auf Antwerpen). 1945 immigriert er in die USA, wo er ab 1959 als leitender NASA-Raketeningenieur die Trägerraketen für die NASA-Missionen konstruierte.
Bunsen, Robert Wilhelm, D 1811-1899 Chemie Er entwickelte – gemeinsam mit Gustav Kirchhoff – die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente erforscht und nachgewiesen werden können. Der deutsche Chemiker verbesserte außerdem den „Bunsenbrenner“.
Ehrlich, Paul, D 1854-1915 Medizin Gründer der Chemotherapie und Forscher der Immunität und Serumtherapie. Paul Ehrlich untersuchte Blutkörperchen und entdeckte in seiner „Seitenkettentheorie“ die Bildung von Antikörpern. Der berühmte Wissenschaftler und deutscher Nobelpreisträger (von 1908) fand außerdem den Erreger der Schlafkrankheit und der Syphilis, sowie das erste wirksame Mittel („Salvarsan“) gegen die Syphilis. Ehrlich arbeitete lange Zeit in der Berliner Charité.
Einstein, Albert, D 1879-1955 Mathematik, Physik Mit seinen beiden Relativitätstheorien revolutionierte der berühmte Wissenschaftler das Verständnis von Materie, Raum, Zeit und Gravitation: „Alles ist relativ zum jeweiligen Beobachtungssystem zu sehen. Auch die Zeit. Es gibt also keine absolute Gleichzeitigkeit. Die einzige Konstante ist die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Größe, die nicht überschritten werden kann. Daraus folgerte Einstein: Energie ist Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat (E = MC2), d.h. Materie ist verdichtete Energie. In jedem Gramm Masse schlummern riesige Energien. Eine Erkenntnis, die (leider) auch zum Bau der Atombombe führte. Deutscher Physik-Nobelpreisträger von 1921.
Fahrenheit, Gabriel, D 1686-1736 Physik Der deutsche Physiker entwickelte 1714 das Quecksilberthermometer mit einer Drei-Punkte-Eichung. Als Nullpunkt seiner Scala verwendete er die tiefste Temperatur, die er damals erzeugen konnte: Minus 17,8º. Als Gefrierpunkt des Wassers legte er +32° und als Siedepunkt +212° fest. Diese Fahrenheit-Scala wird in angelsächsischen Ländern bis heute verwendet.
Fraunhofer, Josef von, D 1787-1826 Optik, Astronomie Josef von Fraunhofer schuf das Teleskop, mit dem Friedrich Wilhelm Bessel (1784-1846) die Parallaxe eines Fixsterns messen konnte. Er verbesserte Linsen und Prismen und fand durch Lichtexperimente viele Hunderte Spektrallinien.
Gauss, Karl Friedrich, D 1777-1855 Mathematik Astronomie Gauss war ein vielseitiges Genie. Er vermutete schon mit 15 Jahren einen Zusammenhang zwischen Primzahlen und Logarithmen und fand „die Methode der kleinsten Quadrate“. Er prägte Algebra mit der Beweisführung des sog. Fundamentalsatzes (eine Gleichung nten Grades hat n Wurzeln), Stochastik, Integralrechnung (Gaußscher Satz) und den Magnetismus, widerlegte erstmals das euklidische Parallelenaxiom (damals eine Sensation) und fand mit dem Achsenkreuz einen einfachen Weg zur Darstellung komplexer Zahlen. Der große, berühmte Mathematiker berechnete außerdem Planetenbahnen, optische Gesetze und baute mit Wilhelm Weber (1804-1891) die erste elektromagnetische Telegrafenanlage. Der gebürtige Braunschweiger war zudem Leiter der Sternwarte in Göttingen. Einer seiner Studenten war der ebenfalls bekannte Mathematiker Bernhard Riemann (1826-1866).
Goeppert Mayer, Maria, D/USA 1906-1972 Physik Maria Goeppert Mayer führte ein Schalenmodell des Atomkerns ein und erhielt dafür 1963 als zweite Frau überhaupt den Nobelpreis für Physik (gemeinsam mit Hans Jensen, der unabhängig und gleichzeitig ebenfalls das Schalenmodell des Atomkerns fand). Bei der Erstellung von Isotopenlisten fiel ihr auf, dass Atomkerne mit 2, 8, 20, 28, 50, 82 oder 126 Protonen oder Neutronen besonders häufig (und damit stabil) waren. Diese Zahlen wurden von Eugene Wigner später als Magische Zahlen bezeichnet. Bekannt wurde sie auch mit ihrer Arbeit über die sog. Zwei-Photonen-Absorption von Atomen – einer damals noch schwer zu beweisenden Theorie, die später aber mit der Entwicklung der Lasertechnologie bewiesen wurde.
Graßmann, Hermann, D 1809-1877 Mathematik, Physik Der introvertierte Philologe war in der Mathematik ein Autodidakt. Als solcher führte er Untersuchungen an elektrischen Strömen, Farbenlehre, Akustik, Phonetik und Harmonielehre. Sein mathematisches Werk „Ausdehnungslehre“ beinhaltet Abhandlungen über Quaternionen, Matrizenkalküle und Vektor-Rechnungen.
Haber, Fritz, D
1868-1934 Chemie Fritz Haber gilt als Schöpfer der Ammoniaksynthese, die heute noch in der modernen Landwirtschaft und zur Herstellung von Sprengstoff verwendet wird. Der Chemiker war der erste Erbauer eines funktionalen Katalysators. Allerdings war der deutsche Wissenschaftler auch ein glühender Nationalist und entwickelte als solcher die ersten chemischen Kriegswaffen mit Phosgen und Chlorgas. Während des 1. Weltkriegs wurde er daher zum „Vater des Gaskriegs“ und leitete die tödlichen Giftgas-Einsätze an der deutschen Front. 1919 erhielt er trotz allem – für die Taschenhirn-Redaktion unfassbar – den Chemie-Nobelpreis.
Hahn, Otto, D 1879-1968 Chemie Otto Hahn bestrahlte 1938 Uran mit Neutronen, worauf sich das Uran spaltete und Barium freisetzte. Für diese erste „Kernspaltung“ der Geschichte erhielt der deutsche Chemiker 1944 den Chemie-Nobelpreis. Privat war er mit der Physikerin Lise Meitner (1878-1968) eng befreundet.
Heisenberg, Werner, D 1901-1976 Physik Der deutsche Physiker begründete die Quantentheorie, indem er davon ausging, dass sich Elektronen nur durch sog. „Quantensprünge“ verändern können. Werner Heisenberg fand heraus, dass sich Atome anders verhalten, wenn man sie beobachtet.
Helmholtz, Hermann von, D 1821-1894 Physik, Medizin Helmholtz untersuchte Gärung, Fäulnis und Wärmeproduktion der Lebewesen. Mit seinem Buch zur „Erhaltung der Kraft“ (1847) belegte er, dass sich Energie zwar verwandeln kann, aber niemals verloren geht.
Herschel, William, D/GB
1738-1822 Astronomie, Mathematik Dieser hartnäckige Astronom saß Nacht für Nacht stundenlang vor seinem selbstgebauten Teleskop und beobachtete den Sternenhimmel. Dabei entdeckte er u.a. den Planeten Uranus, die Milchstraße und die Tatsache, dass alle Sterne Sonnen sind.
Hertz, Heinrich, D
1857-1894 Physik Der deutsche Physiker bestätigte die Ergebnisse von James Maxwell (1831-1879), der die Radiowellen fand und konstruierte Sender wie Empfänger elektromagnetischer Wellen. Sein Name steht für die Maßeinheit der Frequenzen.
Hilbert, David, D 1862-1943 Mathematik Hilbert prüfte alle möglichen Typen von Geometrien in ihrem Aufbau und Verhältnis, zeigte wie man durch Streichen und Hinzufügen von Axiomen von einer Geometrie zur anderen wechseln kann. Der bekannte Mathematiker aus Deutschland schrieb das berühmte Werk „Grundlagen der Geometrie“ (1899) und erstellte 1900 eine Liste mit „23 mathematischen Problemen“ (sein 24tes wurde erst später aufgefunden).
Hoffmann, Felix, D 1868-1946 Chemie, Pharmazie Der in Ludwigsburg geborene Chemiker arbeitete im Labor der „Farbenfabrik Friedr. Bayer & Co.“ und forschte dort mit Acetalen, Salicylsäure und Tannine nach neuen Medikamenten. 1897 gelang ihm die Synthese von Acetylsalicylsäure (ASS) aus Salicylsäure und Acetanhydrid, welches später unter dem Markenname Aspirin auf den Markt kam. Im selben Jahr stellte er aus Morphin (Morphium) mit Acetanhydrid den Wirkstoff Diacetylmorphin her, das Bayer bis 1931 unter dem Namen Heroin als „Schmerz- und Hustenmittel“ verkaufte.
Kepler, Johannes, D
1571-1630 Astronomie Mathematik Johannes Kepler entdeckte die Gesetze der Planetenbewegung (Ellipsen) und zeichnete den Verlauf der Sternenbahnen auf. Der deutsche Astronom rechnete dabei erstmals mit Integralen und Logarithmen. Außerdem belegte er einige Entdeckungen von Galileo Galilei (1564-1641).
Kirchhoff, Gustav R., D 1824-1887 Physik Der deutsche Wissenschaftler entdeckte gemeinsam mit Robert Bunsen die Spektralanalyse, wodurch geringste Mengen eines Elementes nachgewiesen werden können. Kirchhoff entwarf auch die Regeln der Stromverzweigung und untersuchte die Sonne.
Koch, Robert, D 1843-1910

Medizin

Der berühmte deutsche Arzt, Forscher und Entdecker Robert Koch entdeckte durch mühsame und langwierige (Tier)-Experimente die Sporen, Bakterien und Erreger der Cholera, Malaria, Tuberkulose, Milzbrand, Schlafkrankheit und der Pest. Robert Koch gehört zu den 17 deutschen Nobelpreisträger der Medizin und wurde 1905 mit Preis geehrt.
Kopernikus, Nikolaus, D/POL 1473-1543 Astronomie, Mathematik Die Erde, die sich innerhalb 24 Stunden um die eigene Achse dreht, ist einer von vielen Planeten, die um die feststehende Sonne kreisen. Auch Fixsterne bewegen sich nicht. Und der Mond dreht in kreisförmigen Bahnen um die Erde. Mit all diesen revolutionierenden Erkenntnissen erschütterte Kopernikus 1543 das alte Weltbild.
Leibniz, Gottfried Wilhelm, D 1646-1716 Mathematik, Physik, Philosophie Leibniz befasste sich intensiv mit der symbolischen Logik, er entwickelte (neben Sir Isaac Newton) die Differenzial- und Infinitesimalrechnung, führte das Integralzeichen ein, baute 1672 eine Rechenmaschine, die multiplizieren, dividieren und die Quadratwurzel ziehen konnte, entwickelte das Dualsystem (Vorstufe der modernen Computertechnologie), erfand ein Gerät zur Windmessung und entwarf Pläne für U-Boote. Wilhelm Gottfried Leibniz zählt zu den größten deutsche Wissenschaftler und berühmtesten Mathematiker aller Zeiten.
Liebig, Justus von, D 1803-1873 Chemie Pionier der organischen Chemie und Begründer der Agrikulturchemie; Justus Liebig gründete in Gießen ein chemisches Labor und wissenschaftliches Fortbildungszentrum und führte dort mit seinen Schülern viele organische Elementaranalysen durch. Dieser große deutsche Wissenschaftler und Chemiker untersuchte den Stoffwechsel und fand heraus, dass durch Ackerbau dem Boden wichtige Nährstoffe entzogen werden, die nur durch Dünger wieder hinzugefügt werden können.
Linde, Carl von, D 1842-1934 Physik, Polytechnik Carl von Linde entwickelte eine technische Methode (Linde-Verfahren), welche die Verflüssigung von Gasen und Sauerstoff in großen Mengen ermöglicht. Der deutsche Wissenschaftler verbesserte u. a. auch das Kältetechnikverfahren.
Magnus, Albert, D 1193-1280 Biologie, Philosophie Als Mitbegründer der modernen Naturwissenschaften beschrieb der deutsche Biologe eine große Zahl von Pflanzen („De vegetabilibus“), Tieren und Insekten („De animalibus“). Albert Magnus war Bischof und Lehrer des berühmten Philosophen Thomas von Aquin.
Mayer, Julius Robert, D 1814-1878 Physik, Chemie Julius Mayer war eigentlich Arzt und reiste viel; er schuf mit seiner Abhandlung „…über die Kräfte der unbelebten Natur“ wesentliche Grundlagen zum mechanischen Wärmeäquivalent und zur Erhaltung der Energie. Der deutsche Wissenschaftler entwickelte das in der Chemie, Physik und Technik bis heute geltende Prinzip der „Auslösung“ (Ursache/Wirkung).
Nernst, Walther, D 1864-1941 Chemie, Physik Er forschte und fand Lösungen in der Elektrochemie, Elektroanalyse, Thermodynamik und der physikalischen Chemie. Bei der Dissoziation von Salzen und Säuren in unterschiedlichen Lösungsmitteln, entdeckte er mit dem Chemiker Paul Walden (1863-1957) eine Abhängigkeit von der dielektrischen Leitfähigkeit der Lösungsmittel. Außerdem erfand er eine Glühlampe, die ohne Vakuum brennen konnte (Nernstlampe). Leider war Walther Nernst auch kriegsbegeistert und meldete sich 1914 freiwillig zum Militärdienst, anfangs noch als Fahrer, später als Forscher, der u.a. chemische Gase (Blausäure, Chlorgas, Phosgen, Diphosgen, Triphosgen) und tödliche Kampfstoffe wie BlaukreuzWeißkreuz und Grünkreuz  entwickelte. In seinem Kriegseifer trug er außerdem maßgeblich zur Verbesserung von Flammenwerfern bei. Nach dem Krieg stand er neben Carl Duisberg, Fritz Haber, Georg Bruchmüller und Walther Rathenau auf einer „Liste von Kriegsverbrechern“, die aber nie verurteilt wurden. 1920 erhielt er trotzdem – und das ist für die Taschenhirn-Redaktion nicht nachvollziehbar – den Physik-Nobelpreis.
Noether, Amalie Emmy, D 1882-1935 Mathematik Die Begründerin der modernen, kommutativen Algebra ist eine der bedeutendsten Frauen in der Geschichte der Mathematik. Sie revolutionierte nicht nur die abstrakte Algebra (insbesondere die Ringtheorie), sondern lieferte auch wesentliche Beiträge (u.a. „Invariante Variationsprobleme“ von 1918) zur theoretischen Physik. Zudem beschäftigte sie sich mit der Invariantentheorie und legte mit dem von ihr formulierten Noether-Theorem den Grundstein zu einer neuartigen Betrachtung von Erhaltungsgrößen.
Ohm, Georg Simon, D 1789-1854 Physik Der deutsche Wissenschaftler und Physiker untersuchte das Verhältnis zwischen Strom, Spannung und Widerstand. Sind zwei der drei Größen bekannt, lässt sich nach der „Ohmschen Formel“ U/I = R > elektrische Spannung (U) durch Stromstärke (I) = Widerstand (R) die dritte berechnen.
Ostwald, Wilhelm, D 1853-1932 Chemie Wilhelm Ostwald experimentiere mit Säuren, Salzen und Basen, erforschte deren Leitfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit und entdeckte dabei Affinitätskonstanten („Ostwaldsche Verdünnungsgesetz“). Der berühmte deutsche Wissenschaftler beschäftigte sich auch intensiv mit Brennstoffzellen und Katalysatoren. 1909 erhielt er für seine Arbeiten den Chemie-Nobelpreis.
Planck, Max, D 1858-1947 Physik Der deutsche Nobelpreisträger Max Planck ging davon aus, dass Energie von einem Körper nicht in einem Fluss, sondern in Paketen, den sogenannten Quanten abgestrahlt wird und begründete dadurch die Quantentheorie. Diese besagt u.a. dass die Größe der Energiepäckchen proportional zur Schwingungszahl (multipliziert mit dem konstanten Faktor h) entsteht. Für diese Erkenntnis erhielt er 1918 den Physik-Nobelpreis.
Riemann, Bernhard, D 1826-1866 Mathematik, Physik Der deutsche Wissenschaftler hatte maßgeblichen Anteil an der nichteuklidischen Geometrie (Parallelaxiom), der allgemeinen Funktionentheorie und der Differentialgleichung.
Röntgen, Wilhelm Konrad, D 1845-1923 Physik Wilhelm Konrad Röntgen fand 1895 in der Würzburger Universität eine neue Art von durchdringenden X-Strahlen (die heute seinen Namen tragen) und begründete damit das Grundwissen der Computer-Tomografie und der Sonografie. Er ist der erste deutsche Nobelpreisträger der Physik und erhielt den Preis 1901.
Sauerbruch, Ernst Ferdinand, D 1875-1951 Medizin, Chirurgie Der in Barmen bei Wuppertal geborene Arzt ist uns vor allem durch seine chirurgischen Erfolge in der von ihm entwickelten Unterdruckkammer (Sauerbruch-Kammer) bekannt. Dadurch wurden erste Brustkorb-Öffnungen möglich, ohne dass dabei die Lunge zusammenfällt. Später entwickelte er auch die ersten Arm- und Beinprothesen mit beweglichen Gliedern und fand zudem eine operative Behandlung zur Lungentuberkulose.
Schweitzer, Albert, D/F 1875-1965 Medizin, Philosophie, Theologie Der im Elsass geborene deutsch-französische Arzt, Philosoph, Theologe und Musikwissenschaftler war einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er wurde als „Urwaldarzt“ berühmt, nachdem er zusammen mit seiner Frau Helene Schweitzer-Bresslau 1913 das Lambaréné-Krankenhaus am Ogooué im zentralafrikanischen Gabun gründete. Der Pazifist erhielt für seinen unermüdlichen Einsatz in Afrika 1953 den Friedensnobelpreis. Bekannte Autobiografie „Zwischen Wasser und Urwald“ (1920).
Siemens,
Werner von, D
1816-1892 Physik Mechanik Werner von Siemens gilt als Erfinder und Gründer der Elektrotechnik und der Starkstromtechnik. Er erkannte früh, dass sich Gummi als Isoliermittel eignet und gründete 1849 eine Firma in Berlin zur Herstellung von Unterwasserkabeln. Später verbesserte er den Dynamo durch Nutzung eines Elektro- anstelle eines Stahlmagneten und entwarf 1866 den ersten elektrischen Generator. 1874 legte er die erste transatlantische Unterwasser-Telegrafenleitung, 1879 folgten die erste elektrische Lokomotive, Straßenbeleuchtung und Straßenbahn (fuhr ab 1881 durch Berlin-Lichterfelde).
Virchow,
Rudolf, D
1821-1902 Medizin, Pathologie Als Begründer der modernen Pathologie arbeite er zunächst in Würzburg, später in der Berliner Charité, wo er seinen Ruf als weltbekannter Pathologe erlangte. Neben der Menschenkunde forschte er auch für die Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte. Zudem setzte er sich für die Menschen und deren bessere hygienischeren Lebensbedingungen ein und forderte von der Politik den Bau von Krankenhäusern, Markthallen und Kanalisationen.
Weierstraß, Karl, D 1815-1897 Mathematik Der deutsche Wissenschaftler machte wichtige Entdeckungen zur Weiterentwicklung der allgemeinen Funktionslehre, Zahlentheorie und Potenzreihen. Sein Hauptwerk galt aber der Analysis und deren korrekten Fundierung (z.B. in der Behandlung unendlicher Produkte). Er prägte außerdem den Begriff der gleichmäßigen Konvergenz (Weierstraß-Kriterium).

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Quellen zur Liste „Deutsche Wissenschaftler“:

Wissenschaftsmagazine, Wikipedia, Bücher der Wissenschaft über deutsche Wissenschaftler, Fachzeitschriften etc.


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