Liste: Berühmte Seefahrer & Entdecker


22 Berühmte Seefahrer + Entdecker

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Berühmte Seefahrer Entdeckung/ Erforschung entdeckt Besonderheiten ihrer Reisen
Amundsen, Roald (1872-1928) Südpol 1911 Roald Amundsen gewann das Wettrennen gegen seinen britischen Rivalen Robert Falcon Scott (1868-1912) und erreichte am 14.12.1911 als erster Mensch den Südpol – während sein Kontrahent mit all seinen Begleitern auf dem rund 1.300 km langen Rückweg starb. Tragischerweise nur etwa 20 Kilometer vom rettenden Notdepot entfernt. Der Norweger Amundsen war auch der erste berühmte Seefahrer der Geschichte, der die Nordwestpassage von 1903 bis 1906 durchfuhr.
Barth, Johann Heinrich (1821-1865) Nord- und Zentralafrika, Sahara, Timbuktu 1850-55 Der Geograph und Historiker Heinrich Barth war einer der ersten deutschen Afrikaforscher und Ethnologen. Gemeinsam mit dem britischen Missionar James Richardson (1809-1851) und dem deutschen Astronom und Geologen Adolf Overweg (1822-1852) – beide starben an den Reisestrapazen – machte er sich im April 1850 auf den Weg und erkundete Nord- und Zentralafrika, Libyen, die Wüste Sahara, Tschad, Niger, Nigeria, Kamerun, Mali und Burkina Faso. Der umtriebige Eigenbrötler lernte unterwegs Arabisch und sieben weitere afrikanische Sprachen. Am 7. September 1853 entdeckte er als einer der ersten Europäer die sagenumwobene Stadt Timbuktu und blieb fast zwei Jahre in der „Goldenen Stadt“. Zurück in Berlin schrieb er sein fünfbändiges Hauptwerk Reisen und Entdeckungen in Nord- und Central-Afrika.
Burton, Richard Francis (1821-1890) Zentral-, West- und Ostafrika 1853-1864 Der britische Afrikaforscher Richard Francis Burton reiste 1853 als muslimischer Pilger verkleidet nach Medina und Mekka, obwohl ihm als Nicht-Muslime der Zutritt zu diesen heiligen Städten verboten war. 1854 machte er sich gemeinsam mit seinem Landsmann John Hanning Speke (1827-1864) auf die Suche nach den Quellen des Nils und entdeckten dabei (eher zufällig) am 13. Februar 1858 den zweitgrößten See Afrikas, den Tanganjikasee (in Ostafrika). Im Streit darüber, ob der See die Quelle des Nils sei (wie Burton vermutete) trennten sich beide. Speke erreichte als erster Europäer am 3. August 1858 den Viktoriasee (dem er den Namen seiner damaligen Königin gab), welchen er wiederum als Quelle des Nils sah. Auf seiner dritten Expedition von 1861 bis 1864 erforschte Burton zusammen mit dem deutschen Botaniker Gustav Mann (1836-1916) das westafrikanische Kamerun (und bestieg dort u.a. erstmals den Gipfel des Vulkans Kamerunberg), das Nigerdelta und Dahomey (ein ehemaliges westafrikanisches Königreich). Burton reiste danach weiter um die Welt, erlernte unterdessen mehrere afrikanische und orientalische Sprachen, schrieb etliche Reisebücher und übersetzte u.a. die Geschichten von Tausendundeine Nacht, Der parfümierte Garten sowie das Kamasutra ins Englische.
Cabral, Pedro Álvares (1468-1520) Brasilien 1500 Pedro Cabral war Admiral einer Flotte von 13 Schiffen (1.500 Mann) und stach am 9. März 1500 in Lissabon in See. Bereits am 22. April 1500 landete er in dem brasilianischen Porto Seguro (im heutigen Bundesstaat Bahia) und nahm das Land unter portugiesischer Flagge. Unter den 13 Kapitänen war auch Bartolomeu Dias (1450-1500), der 1488 erstmals das Kap der Guten Hoffnung umsegelte und dabei u.a. auch Tafelberg und Tafelbucht (im heutigen Kapstadt) entdeckte.
Cook, James (1728-1779) Pazifik, Südsee, Ostküste Australiens 1768-1780 James Cook unternahm drei Expeditionen in die Südsee. Auf seiner ersten Reise (1768-1771) segelte er mit seiner Endeavour vom Atlantik kommend um das Kap Hoorn (die Südspitze Südamerikas) und erkundete danach die Südsee und den Pazifischen Ozean, den er genauer als jeder andere Seefahrer vor ihm kartografierte. Dabei entdeckte er als erster Europäer zahlreiche Länder und Inseln wie z.B. die Gesellschaftsinseln, Bora Bora, die Cook-Straße (zwischen den beiden Hauptinseln Neuseelands), die Ostküste Australien (er gründete Sydney und New-South-Wales), das Great Barrier Reef. Dabei setzte er auf Empfehlung des schottischen Arztes James Lind (1716-1794) erstmals erfolgreich Bierkondensat, Sauerkraut, Orangen- und Zitronen-Sirup als Skorbut-Mittel ein. Auf seiner zweiten Reise (1772-1775) überquerte er erstmals den Südpolarkreis, entdeckte Neukaledonien und die Südlichen Sandwichinseln. Auf seiner dritten Reise (1776-1780) entdeckte er die Cookinseln, die Weihnachtsinsel (Kiritimati) und Hawaii. Von dort aus segelte er durch die Beringstraße bis in den hohen Norden, scheiterte dort aber am Packeis und segelte deshalb wieder zurück nach Hawaii, wo der berühmte Seefahrer am 14.2.1779 von Eingeborenen getötet wurde. Captain Charles Clerke (der wenig später ebenfalls starb) übernahm zunächst das Kommando auf der Resolution, Lieutenant John Gore das Kommando auf der Discovery. Gore führte die Expedition am 6. Oktober 1780 nach England zurück.
Darwin, Charles (1809-1882) Evolutionstheorie 1831-1836 Während seiner 5-jährigen Forschungsreise auf der HMS Beagle sammelte der englische Forscher Charles Darwin viele Fossilien und untersuchte lebende Tiere. Zurück in England (1836) fand er eine Erklärung für den Artenwandel (Evolutionstheorie) und schrieb sein berühmtes Werk Die Entstehung der Arten.
Dias, Bartolomeu (1450-1500) Südafrika, Kap der guten Hoffnung 1487-1488 Mit seiner Flotte, bestehend aus drei Schiffen, segelte Bartolomeu Dias 1487 die afrikanische Westküste immer weiter Richtung Süden entlang und entdeckte dabei als erster Europäer die heutigen Länder Namibia und Südafrika. Vermutlich im Januar 1488 umsegelte er – ohne es zu wissen – erstmals das Kap der guten Hoffnung und danach weiter die südafrikanische Ostküste entlang bis hinter Port Elizabeth. Da seine Mannschaft gegen eine Weiterfahrt zu rebellieren drohte (Meuterei), kehrte er schließlich um und entdeckte auf dem Rückweg am 1. Mai 1488 die Tafelbucht und den Tafelberg (das heutige Kapstadt).
Drake, Francis Sir (1540-1598) 1. englischer Weltumsegler, Nord-amerikanische Pazifikküste 1577-1580 Francis Drake war ein berüchtigter Pirat, Freibeuter und der erste Engländer, der die Welt umsegelte. Er war zudem der erste Seefahrer, der von seiner Weltumrundung auch lebend zurück kam. Nachdem er bereits einige große Kapernfahrten erfolgreich bestritten hatte (und dafür am englischen Königshof große Anerkennung erfuhr), stach er 1577 auf seiner Golden Hinde und drei weiteren Schiffe zu einer Weltumsegelung in See, die als The Famous Voyage in die Geschichte eingehen sollte. Von der englischen Königin Elisabeth I. mit einem Kaperbrief ausgestattet, hatte er die Legitimation zum Entern und Ausrauben spanischer Schiffe. Der spanische König Philipp II. hatte zu jener Zeit ein Embargo über England verhängt, weshalb beide Seemächte in einer offen ausgetragenen Feindschaft lebten, ohne offiziell im Krieg zu sein. Im August 1588 war Sir Francis Drake als Vizeadmiral an Bord der Revenge am siegreichen Kampf gegen die Spanische Armada beteiligt. 
Eriksson, Leif (975-1020) Nordamerika 1000 Der Wikinger Leif Eriksson, der in Island geboren wurde und auf Grönland lebte, betrat um das Jahr 1000 als erster Europäer der Geschichte die nordamerikanische Küste – also rund 500 Jahre bevor Christoph Kolumbus den „neuen Kontinent“ entdeckte.
Gama, Vasco da (1469-1524) Seeweg nach Indien 1497-1499 Mit seinem Flaggschiff São Gabriel und zwei Begleitschiffen (São Rafael und Bérrio) segelte der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama um das Kap der guten Hoffnung nach Indien und kam 1499 vollbeladen mit Gewürzen (vor allem mit Zimt und Pfeffer) wieder zurück nach Portugal. Übrigens: Sein Enkel João da Gama umrundete als erster Seefahrer die Welt in östlicher Richtung. Dabei entdeckte er u.a. das sagenumwobene Gamaland (heute vermutlich die Kurilen-Inselkette oder die Aleuten.
Humboldt, Alexander von (1769-1859) Latein- und Südamerika 1799-1804 Der deutsche Forscher und Entdecker Alexander von Humboldt sammelte mit dem französischen Botaniker Aimé Bonpland (1773-1858) fünf Jahre lang Informationen über Flora und Fauna der Karibik und Latein- und Südamerikas. Zuhause in Berlin schrieb Humboldt darüber 29 Bücher.
Kolumbus, Christoph (1451-1506) Amerika und Karibik 1492-1494 Der berühmte Seefahrer suchte im Auftrag Spaniens mit drei Schiffen (Santa Maria, Niña und Pinta) einen leichteren Seeweg nach Indien und landete am 12. Oktober 1492 zufällig in der Karibik auf der Insel San Salvador. Weil er aber weiterhin annahm, Indien auf einem neuen Seeweg entdeckt zu haben, nannte er die Inselgruppe Westindische Inseln und deren Bewohner Indianer.
Livingstone, David (1813-1873) Afrika 1849-1873 Der schottische Arzt und Missionar David Livingstone entdeckte u.a. die Victoriafälle, den Fluss Sambesi und mehrere Seen im Herzen Afrikas. Er kritisierte den Sklavenhandel und starb 1873 auf der Suche nach den Nil-Quellen.
Magellan, Ferdinand (1480-1521) Erste Weltumseglung 1519-
1522
Der berühmte Seefahrer aus Portugal, Ferdinand Magellan, starb beim Versuch der ersten Weltumsegelung durch Eingeborene auf der philippinischen Insel Mactan am 27. April 1521. Juan Sebastián Elcano übernahm Magellans Expedition und brachte das letzte von fünf Schiffen (die Victoria) mit 18 Überlebenden am 6.9.1522 zurück nach Spanien. Magellan fand bei seiner Weltumsegelung die heute nach ihm benannte Magellanstraße, eine Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik, die das Umsegeln des Kap Hoorns (auch Kap Horn genannt) vermeidet.
Nansen, Fridtjof (1861-1930) Erste Grönland-Durchquerung 1888  Der norwegische Zoologe und Ozeanograf unternahm zahlreiche Expeditions- und Forschungsreisen im Nordatlantik, darunter die 1. Grönland-Durchquerung sowie seine abenteuerliche Nordpolar-Expedition (1993-96) mit der Fram. Neben ihm zählen Fredrik Johansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen zu den berühmtesten Polarforschern aus Norwegen. Für seine internationale Flüchtlingshilfe erhielt Nansen 1922 den Friedensnobelpreis.
Park, Mungo (1771-1806) Lauf des Niger in Westafrika 1795-1797, 1805-1806 Der schottische Entdecker machte sich in Westafrika auf den Weg, den Niger zu erkunden. Bei seiner ersten (von zwei Expeditionen 1795–1797 und 1805–1806) geriet er die Gefangenschaft der Mauren, konnte aber in einem günstigen Moment fliehen und entdeckte wenige Wochen später als erster Europäer den Niger. Wieder zurück in Großbritannien schrieb er sein bis heute populäres Reisebuch Travels in the Interior Districts of Africa (Reisen in die inneren Bezirke Afrikas, 1799), in dem er die These aufstellte, dass der Niger und der Kongo zu einem Fluss verschmolzen sind. Bei seiner zweiten Expedition kam er ums Leben, nachdem er etwa zwei Drittel des Nigers flussabwärts gereist war. Mit Parks Tod (die Ursache ist bis heute unklar) blieb die Idee einer Niger-Kongo-Verschmelzung eine offene Frage, die erst 1830 von den Brüdern Richard und John Lander gelöst wurde. Sie fanden heraus, dass der Niger und der Kongo in Wirklichkeit zwei getrennte Flüsse sind.
Peary, Robert (1856-1920) Arktis 1909 Der Arktisforscher behauptete (wie auch Frederick Cook ein Jahr zuvor), als erster Mensch am Nordpol gewesen zu sein. Heute weiß man aber, dass er aufgrund seiner geringen Vorräte trotz zügiger Gehzeiten niemals am Nordpol gewesen sein kann.
Polo, Marco (1254-1324) Asien 1271-
1295
Der Kaufmann aus Venedig bereiste (angeblich) Asien und pflegte Kontakte nach China. Er blieb (angeblich) 24 Jahre am Hof des chinesischen Kaisers Kublai Khan. Heute bezweifeln Wissenschaftler, dass Marco Polo jemals in China gewesen ist, da er in seinen ausführlichen Berichten bedeutende Dinge wie chinesische Schriftzeichen, Porzellan oder Schießpulver unerwähnt ließ.
Schouten, Willem Cornelisz (1580-1625)
Kap Hoorn, Tonga-Inseln 1616 Der niederländische Seefahrer umsegelte gemeinsam mit Jacob Le Maire (1585-1616) am 29. Januar 1616 die südlichste Landspitze Südamerikas und benannte das Kap nach seiner Heimatstadt Hoorn, weshalb es auch unbedingt mit doppelt „o“ (und nicht wie im Deutschen Kap Horn) geschrieben werden sollte. Auf seiner Weiterfahrt durch den Pazifik entdeckte er die Tonga-Inseln sowie weitere Inseln, die heute zu Papua-Neuguinea zählen.
Slocum, Joshua (1844-1909) Alleinige Weltumseglung 1895-1898 Mit dem umgebauten Einhandsegler Spray segelte der geborene Kanadier von Boston aus ganz allein um die Erde. Nach über drei Jahren und 45.000 km kam der berühmte Seefahrer wohlbehalten wieder an und schrieb den Bestseller Allein um die Welt.
Tasman, Abel (1603-1659) Neuseeland, Tonga, Fidschi 1642-1643 Der berühmte Seefahrer aus Holland entdeckte Tasmanien, Tonga, Fidschi und Neuseeland (1642), wurde aber von den Maori angegriffen und verzichtete daher auf Landgänge und Landnahme und damit auch auf Ruhm und Ehre.
Vespucci, Amerigo (1451-1512) Brasilien, Südamerika 1499-1504 Der Florentiner Amerigo Vespucci segelte zwischen 1497 und 1504 vermutlich viermal zur nordbrasilianischen Küste. Über seine Erlebnisse schrieb er ein Reisebuch und nannte es Mundus Novus (Neue Welt). Diese Reiseberichte wurden 1503 ins Lateinische übersetzt, gedruckt und u.a. vom deutschen Kartographen Martin Waldseemüller (1472-1520) gelesen. Der wiederum fertigte 1507 eine neue Weltkarte an und benannte darauf den neu entdeckten Kontinent nach dem Vornamen des Autors und Seefahrers: America.
Zhèng Hé (1371-1435) Pazifik, Indischer Ozean, Afrika 1405-1433 Der chinesische Admiral (der ursprünglich Muslime war) bekam vom Kaiser Yongle eine riesige Flotte unterstellt, mit der er in fast 30 Jahren sieben Reisen unternahm. Seine dabei erlebten Abenteuer dienten vermutlich als Vorlage der arabischen Märchensaga Sindbad der berühmte Seefahrer.

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Quellen zur Liste „Berühmte Seefahrer und Entdecker“:

Geschichtsbücher, historische Berichte, Wikipedia, Abenteuer-Zeitschriften, diverse Webseiten über berühmte Seefahrer und Entdecker etc.


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