Berühmte Physiker


≡ Liste: Berühmte Physiker der Welt + Lebzeiten, Erfolge

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Berühmte Physiker*/†FachgebieteArbeit & Erfolge
Ampère, André M., F
1775-1863Physik, MathematikDer französische Physiker gilt als Begründer der Elektrodynamik; er entdeckte, dass elektrische Ströme anziehende und abstoßende Kräfte aufeinander ausüben, die Ursache des Magnetismus. Sein Name steht für die Stromstärke.
Becquerel, Henri, F1852-1908PhysikDer französische Physiker entdeckte die Radioaktivität, indem er Uransalze auf eine Fotoplatte legte, die daraufhin schwarz wurde. Er fand heraus, dass Uran aus sich selbst heraus strahlt und bekam dafür 1903 den Physik-Nobelpreis.
Bohr, Niels, DEN1885-1962PhysikDer dänische Physiker fand heraus, dass Energie nicht gleichmäßig fließt, sondern löffelweise in kleinen Schüben (Quanten). Der berühmte Wissenschaftler gilt als einer der Väter der modernen Atomphysik und erhielt 1922 den Physik-Nobelpreis.
Chadwick, James, GB
1891-1974PhysikDer britische Physiker bewies 1932 die Existenz des Neutrons, baute den ersten Teilchenbeschleuniger (Zyklotron) und bereitete damit die Entwicklung der ersten nuklearen Kettenreaktion vor. Physik-Nobelpreis 1935.
Curie, Marie, F/POL1867-1934Physik, ChemieDie französische Physikerin suchte täglich über 45 Monate lang mit ihrem Mann Pierre Curie (1859-1906) nach der rätselhaften Strahlung (Uranverbindung), von der Becquerel ihnen erzählte und prägte das Wort „radioaktiv“. Marie Curie fand außerdem die Elemente Polonium und Radium und erhielt Nobelpreise für Physik (1903) und Chemie (1911).
Dalton, John, GB1766-1844PhysikEr entdeckte, dass Materie aus Atomen besteht, diese unteilbar und unzerstörbar sind, ein Gewicht haben, dass alle Atome eines Elementes gleich sind, jedes Elemente aber andere Atome hat und dass die Atome in Wasserstoff die leichtesten sind. Dieses Gewicht legte der englische Physiker zur Berechnung aller Atomgewichte fest.
Davy, Humphrey, GB1778-1829Physik, ChemieDer „Pionier der Elektrizitätslehre“ konnte mit Hilfe elektrischer Ströme Elemente wie Calcium, Barium, Strontium erstmals isolieren und entwickelte u.a. eine Sicherheitslampe für Bergleute.
Doppler, Christian, AUT1803-1853Physik, MathematikDer in Österreich geborene Physiker errechnete die Frequenzänderungen bei einem sich bewegenden Objekt (Doppler-Effekt). Nähern sich Beobachter und Quelle erhöht sich die Frequenz, entfernen sich beide, verringert sie sich.
Edison, Thomas Alva, USA1847-1931PhysikDer berühmte Wissenschaftler besuchte nur drei Monate die Schule. Als Autodidakt experimentierte er viel und erarbeitete sich so seine zahlreichen Erfindungen wie Filmaufnahmegerät, Mikrophon und Grammophon, die er alle selbst finanzierte. Berühmt wurde er durch die Erfindung der Glühbirne (durch Verwendung eines länger haltbaren Faden aus Kohle) und deren großflächigen Einsatz.
Einstein, Albert, D1879-1955Physik, MathematikSie vermissen hier Albert Einstein? Keine Sorge, der berühmte Physiker ist in unserer Liste Deutsche Wissenschaftler.
Faraday, Michael, GB1791-1867Physik, ChemieMit der Entdeckung der elektromagnetischen Technologie konstruierte der bekannte Wissenschaftler den ersten Dynamo. 1832 beschrieb Faraday die Grundsätze der Elektrolyse und Elektrostatik. Zum Beweis seiner Theorie baute er den berühmten „faradayschen Käfig“.
Fermi, Enrico, IT1901-1954PhysikBedeutender Kernphysiker des 20. Jahrhundert. Der italienische Physiker beschoss Uran mit Neutronen und bereitete damit den Weg zur Kernspaltung vor, wofür er 1938 den Physik-Nobelpreis bekam. 1944 baute er den ersten Kernreaktor der Welt.
Foucault, Léon,
F
1819-1868PhysikDer berühmte Physiker bestimmte die Lichtgeschwindigkeit und wies nach, dass sich Licht in der Luft schneller bewegt als in Wasser. Der Franzose bewies außerdem die Erdrotation durch das sog. „Foucaultsche Pendel“.
Gilbert, William, GB1540-1603Physik, MedizinDer englische Physiker erkannte die Erde als Magneten und stellte fest, daß unser Planet zwei (und nicht wie ursprünglich gedacht einen) magnetische Pole hat. William Gilbert erforschte die Elektrizität und entwickelte eine erste Art des Elektroskops.
Hubble, Edwin, USA1889-1953Physik, Astronomie1925 bewies der amerikanische Astronom Edwin Hubble, dass der „Andromedanebel M31“ weit außerhalb unserer Milchstraße liegt und bereitete dadurch den Beweis der  – von Georges Lemaître (1894-1966) und Albert Einstein (1879-1955) berechneten – Expansion des Weltalls vor.
Huygens, Christian, NL1629-1695Physik, Mathematik, AstronomieTausendsassa. Entdeckte mit einem selbstgebautem Fernrohr die Ringe des Saturns, konstruierte neue Pendel- und Taschenuhren, erklärte die Theorie der Wahrscheinlichkeit, beschrieb das sog. Stoßgesetz, begründete eine neue Lichttheorie und befasste sich mit Schwingungs- und Kreisbewegungen (Zentrifugalkraft).
Joule, James Prescott, GB1818-1889Physik, ChemieDer Engländer wies durch Experimente nach, dass Wärme eine Form von Energie ist, die von Widerstand, Zeit und Stromstärke abhängig ist. James Prescott Joule fand auch die innere Energie von Gasen (Joule-Thomson-Effekt).
Kelvin, William Thomson, IRL1824-1907Physik, ChemieAls Forscher der Thermodynamik entwickelte und legte der berühmte Physiker die Temperaturskala mit „Kelvin-Einheiten“ fest. Gemeinsam mit James Joule (1818-1889) fand er heraus, dass Gase mit dem Druck auch ihre Temperatur verändern und beim „absoluten Nullpunkt“ von – 273º C jede Teilchenbewegung aufhört.
Mach, Ernst, AUT1838-1916PhysikDie Geschwindigkeit im Verhältnis zur Schallgeschwindigkeit (bei 20° C = 343 m/s) trägt heute seinen Namen: Mach. Durch Experimente belegte der österreichische Physiker zudem den damals noch umstrittenen Doppler-Effekt.
Marconi, Guglielmo, IT1874-1937PhysikDer Italiener ist neben dem kroatischen Physiker Nikola Tesla (1856-1943) einer der Pioniere der Funktechnik. Marconi nutzte den Nachweis der elektromagnetischen Wellen und die Antennen des russischen Physikers Alexander Popow (1859-1906) und baute daraus die erste kabellose Funkverbindung. 1909 wurden seine Leistungen mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.
Maxwell, James, GB1831-1879Physik, Chemie, MathematikJames Maxwell fand heraus, dass Licht eine elektromagnetische Strahlung ist und entwarf wichtige Beiträge zur Theorie der Gase und der Wärme. Er berechnete u.a. die Durchschnittsgeschwindigkeit von Molekülen in Gasen („Maxwell-Gesetz“) und entdeckte neue Erkenntnisse in der Optik.
Meitner, Lise, AUT/SWE1878-1968Physik, MathematikSie lieferte gemeinsam mit dem deutschen Nobelpreisträger Otto Hahn (1879-1968) und ihrem Neffen Otto Frisch (1904-1979) die erste physikalische Erklärung der Kernspaltung (Uran 239), wodurch Kernenergie erst möglich wurde.
Michelson, Albert, USA1852-1931PhysikMaß um 1930 erstmals die Lichtgeschwindigkeit mit elektrischen Geräten. Zuvor entwickelte er den nach ihm benannten Lichtwellenmesser (Michelson-Interferometer) und erhielt dafür 1907 den Physik-Nobelpreis.
Newton, Sir Isaac, GB1642-1727Physik, Mathematik, AstronomieIsaac Newton war ein ernstes, introvertiertes Genie, das bereits als Student (in Cambridge) die Mathematik (Infinitesimalrechnung), die Optik (Farbtheorie) und die Mechanik (universelle Gravitation am Beispiel „fallender Apfel“) revolutionierte. Später berechnete er die Kepler‘schen Gesetze der Planetenbewegung, Mondbahn und Gezeiten. Er beschrieb den „binomischen Lehrsatz“, fand Formeln zur Berechnung der Schallgeschwindigkeit und Durchschlagskraft von Geschossen und entwickelte (um nicht von seiner Katze ständig gestört zu werden) sogar die Katzenklappe. Hauptwerk: „Prinicipia Mathematica“ von 1687.
Oppenheimer, Robert, USA1904-1967PhysikRobert Oppenheimer beschäftigte sich hauptsächlich mit der Quantenmechanik und entwickelte im Zuge dessen u.a. auch Trinity, die erste Atombombe der Welt, war aber ob ihrer Wirkung entsetzt und verurteilte weitere Einsätze, nachdem er die Folgen von Hiroshima sah. Er wurde in New York City geboren, aber seine Vorfahren kamen aus Hanau.
Pauli, Wolfgang, AUT1900-1958Physik, MathematikEr lieferte wichtige Erkenntnisse zur Quantenphysik u.a. das „Ausschließungsprinzip“, das mit dem sogenannten Spin zusammenhängt. Für diese elementaren Prinzipien wurde er 1945 mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.
Strutt, John William Baron Rayleigh, GB1842-1919Physik, ChemieDer englische Physiker forschte in der Optik, Elektrizität, Thermodynamik, Wellentheorie und bereitete die Entdeckungen und Arbeiten von Edelgasen seines Landsmann Sir William Ramsay (1852-1916) vor (u.a. dadurch, dass er berichtete, dass aus Luft gewonnener „Stickstoff“ eine größere Dichte hat als aus Stickstoffverbindungen gewonnener Stickstoff). John Strutt erklärte erstmals das Himmelsblau anhand der Streuung des Lichtes an kleinen Partikeln („Rayleigh-Streuung“) und erhielt 1904 den Physik-Nobelpreis.
Schrödinger, Erwin, AUT1887-1961PhysikSchrödinger beschrieb die Wellenmechanik als Grundlage der Quantenmechanik (Schrödinger-Gleichung), womit sich eine Zeitentwicklung des quantenmechanischen Zustands eines physikalischen Systems errechnen lässt. Da diese Quanteneffekte zu seiner Zeit nur statistisch (und nicht tatsächlich) im mikroskopischen Bereich bekannt waren, entwickelte er 1935 ein physikalisches Gedankenexperiment, auch besser bekannt als „Schrödingers Katze“, das ein Paradoxon in der Übertragung auf die Gegenstände des täglichen Lebens veranschaulichen sollte. Er begründete zudem eine Theorie zur Farbenwahrnehmung. 1933 wurde ihm – gemeinsam mit Paul Dirac (1902-1984) – der Physik-Nobelpreis verliehen.
Stevin, Simon, NL1548-1620Physik, MathematikSimon Stevin ist der Begründer der modernen Statik und Hydrostatik. Er fand das Gesetz des Kräfteparallelogramms, das „hydrostatische Paradoxon“ und andere Gesetze wie das Verhältnis von Kraft und Weg auf einer schiefen Ebene.
Tesla, Nikola, SERB/USA1856-1943PhysikDer serbisch-kroatische Physiker wanderte 1884 nach New York aus und arbeitete dort kurze Zeit beim berühmten Erfinder und Wissenschaftler Thomas Alva Edison (1847-1931). Später wurde er von Geschäftspartnern betrogen, ging pleite und musste als Tagelöhner arbeiten. Trotz dieser Rückschläge erfand er den Zweiphasenwechselstrom und entfachte damit den sog. Stromkrieg zwischen Gleichstrom (von Edison) und Wechselstrom (von Tesla/Westinghouse). Die USA entschied sich 1891 für den sichereren Wechselstrom. 1900 meldete Tesla vier Wochen vor Guglielmo Marconi  (1874-1937) das erste Patent zur drahtlosen Energieübertragung (Funktechnik) an.
Thomson, Sir Joseph, GB1856-1940PhysikThomson entdeckte 1897 durch die Kathodenstrahlung das freie Elektron und fand heraus, dass Ionen und Elektronen die Elektrizitätsträger bei elektrischen Entladungen in Gasen sind. Physik-Nobelpreis 1906.
Van de Graaf, Robert, USA1901-1967PhysikEr entwickelte 1931-33 den nach ihm benannten Van-de-Graaf-Generator zur Erzeugung von bis zu mehreren Millionen Volt und setzte ihn zur Beschleunigung von geladenen Teilchen ein.
Volta, Alessandro, IT1745-1827PhysikAlessandro Volta nahm Luigi Galvanis (1737-1798) Entdeckung des elektrischen Stroms auf und erfand dabei die Elektrolyse von Wasser. Der italienische Physiker und Erfinder erfand u.a. auch die Batterie (1800), ein Amperemeter und die „Voltasche Säule“ (aus Kupfer und Zink).
Watt, James, GB1736-1819PhysikPerfektionierte den Wirkungsgrad von Dampfmaschinen durch die Entwicklung neuer Kondensatoren und Nutzung von Pleuelstangen. James Watt erfand u.a. das „Wattsche Parallelogramm“ und ein Landvermessungsteleskop.
Young, Thomas, GB1773-1829PhysikDas hochbegabte Sprach- und Universalgenie (er konnte bereits mit 2 Jahren lesen und sprach 10 Sprachen fließend) befasste sich u.a. mit der Farbentheorie, den Lichtwellen, den Gezeiten, der Statik, der Technik und entzifferte nebenbei ägyptische Hieroglyphen (u.a. den „Dreisprachen-Stein“ von Rosette). Ein Jahrhundert-Talent.

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Quellen zur Liste: „Berühmte Physiker & Physikerinnen“:

Fachzeitschriften, Wikipedia, wissenschaftliche Bücher und Magazine über berühmte Physiker und andere Naturwissenschaftler etc.


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