Berühmte Philosophen A-G


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Berühmte heimische Philosophen finden Sie in der Liste der deutschen Philosophen. Mit Klick auf + erhalten Smartphone-User weitere Infos über berühmte Philosophen, deren Gedanken, Theorien & Werke.

Berühmte Philosophen Lebzeiten Gedanken, Theorien & Werke
Abaelard, Petrus (F) 1079-1142 Der Scholastiker wollte Frieden zwischen den Religionen und entwickelte dazu eine Verantwortungsethik. 
Aegidius von Rom (IT) 1243-1316 Der Hochscholastiker Aegidius schrieb einen Katalog von 95 Irrlehren.
Alkmaion (GR) 500 v. C. Alkmaion war Phythagoräer. Nach seiner These ist fehlende Harmonie die Ursache vieler Krankheiten. Für ihn ist das Gehirn das Organ der Wahrnehmung.
Alkuin (GB) 730-804 Der Scholastiker und Leiter der Hofschule Karls des Großen machte die „7 freien Künste“ zum Unterrichtsinhalt.
Aquin, Thomas von (IT) 1225-1274 Thomas von Aquin fand eine Lösung auf die Frage, wer über die Wahrheit entscheiden soll, der Verstand oder die Kirche? Erkenntnis gewinnt der Mensch durch Erfahrung. Dadurch ist unser Wissen begrenzt. Gott als Verursacher und Endzweck; Unsterblichkeit der Seele; sein Hauptwerk: „Summa theologiae“ (1265).
Archytas von Tarent (GR) 428-347 v. C. Phythagoräer – die Zahl ist die Grundlage des Wissens. Archytas von Tarent war Begründer der mathematischen Mechanik.
Aristarchos von Samos (GR) 310-230 v. C. Aristarchos entwickelte ein heliozentrisches Weltbild und hielt die Sonne für einen Fixstern.
Aristoteles (GR) 384-322 v. C. Aristoteles war Schüler von Platon und Erzieher Alexander des Großen; er entwickelte die Logik. Durch Definition erhält man Begriffe, welche sich in verschiedenen Kategorien (z.B. Substanz, Qualität, Quantität, Relation) einordnen lassen. Daraus kann man Prämissen ermitteln und eine Konklusion ableiten. Dazu schrieb er den wohl berühmtesten Syllogismus: „Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Also ist Sokrates sterblich“. Aristoteles betrachtete Philosophie als Wissenschaft und befasste sich mit der Tugendethik, in welcher (zur Erkenntnis der Wahrheit) die vollkommene Glückseligkeit angestrebt wird. Hauptwerk: Organon. 
Arkesilaos (GR) 316-241 v. C. Arkesilaos lehrte Urteilsenthaltung (skeptischer Ansatz). Nur Wahrscheinlichkeit ist erreichbar, das genügt zum Leben.
Augustinus von Hippo (ALG) 354-430 Augustinus schuf die grundlegende Theologie für fast 1000 Jahre. Gnadenlehre: Erlösung von der Erbsünde durch Gottes Willkür. Augustinus wollte die Trennung von christlichem und weltlichem Staat. Er war einer der ersten, die sich mit dem Erleben von Zeit und dem Zeitbewusstsein psychologisch auseinandersetzten. Vergangenheit, Erinnerung und Zukunft sind aus seiner Sicht nur Erwartungen – und nur die Gegenwart ist für uns greifbar. Er schrieb die erste Autobiographie. Sein Hauptwerk: Bekenntnisse
Averroës (Ibn Roschd) 1126-1198 Der Geist der Menschen ist unsterblich, Religion ist für die Masse, eine Philosophie braucht aber die Vernunft.
Bacon, Francis (GB) 1561-1626 „Wissen ist Macht“: Francis Bacon ist Pionier der wissenschaftliche Methode, er schrieb die Utopie „Neu Atlantis“; in seiner Theorie werden alle Bewusstseinsinhalte aus Empfindungen bzw. Sinneswahrnehmungen abgeleitet. Die Welt funktioniert für Bacon nur mechanisch.
Bacon, Roger (GB) 1214-1294 Der Hochscholastiker wandte sich gegen Vorurteile, Gewohnheit und Mangel an Selbstkritik. Seine Kritik an den Scholastikern läutet das Ende der Scholastik ein. Er fordert die Abkehr von geistigen Autoritäten, wie der Bibel und den Kirchenvätern, denn nur durch Erfahrung und Experiment lässt sich Weltwissen ermitteln. 
Bath, Adelard von (GB) 1090-1160 Der Scholastiker erkannte in Spanien die Überlegenheit der arabischen Wissenschaft, übersetzte und verbreitete deren Wissen in der Mathematik, Medizin und Astronomie.
Bentham, Jeremy (GB) 1748-1832 Nach seiner Ansicht, gibt es nur zwei Beweggründe für menschliches Handeln: die Vermeidung von Schmerz und das Streben nach Lust. Jeder einzelne sollte glücklich gemacht werden. Daher wäre es doch nur gerecht, wenn alle sozialen und politischen Entscheidungen nach dem Prinzip „das größte Glück für die größte Zahl von Menschen“ getroffen würden. Bentham war Begründer der moralphilosophischen Theorie des Utilitarismus, welche auf den Prinzipien der Nützlichkeit für den Menschen beruht.
Bergson, Henri (F), NP 1927 1859-1941 Henri Bergson ist Vertreter der Lebensphilosophie und Vorbereiter des Existenzialismus; er unterscheidet im Gegensatz zu Immanuel Kant Raum (homogen) und Zeit (fließend): „Der Raum wird durch den Verstand erfasst, die Zeit durch die Intuition“. Dabei prägte Bergson den Begriff „élan vital“, eine geistige Kraft, die Entwicklung vorantreibt. Hauptwerke: Zeit und Freiheit (1889); Materie und Gedächtnis (1896); Das Lachen (1900); Schöpferische Entwicklung (1907); Die beiden Quellen der Moral (1932)
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Berkeley, George (GB) 1685-1753 Beeinflusst durch den „Sensualismus“ stellte sich G. Berkeley skeptisch den Fragen zu „Moral und Ethik“.
Bloch, Ernst (D) 1885-1977 Neben Adorno, Habermas und Horkheimer war Ernst Bloch einer der wichtigsten Vertreter der „Frankfurter Schule“. In seinem Buch „Das Prinzip Hoffnung“ fragt er nach der Bedeutung der Utopie für die Gegenwart der Menschen.
Bruno, Giordano (IT) 1548-1600 Giordano Bruno verkündete die Unendlichkeit des Universums und Gott als Quelle ewigen Wandels; für seinen Glauben, dass sich die Natur bis zur Vollkommenheit selbst entwickelt hat, starb er in Rom auf dem Scheiterhaufen.
Burke, Edmund (IRL) 1729-1797 Burke gilt als „Vater des modernen Konservatismus“, da er sich mit der Ästhetik und der Rolle der Gesellschaft für den Einzelnen beschäftigte. Die Gesellschaft sieht er als „Vertrag“ oder „Partnerschaft“, die zur Schaffung gemeinsamer Werte und Normen notwendig sind. Im Gegensatz zu Rousseau war er für Privateigentum und den freien Markt.
Caesarea, Eusebius von (GR) 260-337 Eusebius von Caesarea gilt durch seine Chroniken als Begründer der Kirchengeschichte.
Calvin, Johannes (F) 1509-1564 Johannes Calvin verfasste den „Genfer Katechismus“ und eine Kirchenordnung mit „strenger Kirchenzucht“.
Campanella, Tommaso (IT) 1568-1639 Der Italiener Campanella schrieb die Utopie vom „Sonnenstaat“ und verbrachte durch die Inquisition 27 Jahre im Kerker.
Canterbury, Anselm von (IT/GB) 1033-1109 Der Scholastiker führte den ontologischen Gottesbeweis. Er leitet aus dem Begriff Gottes, welcher Vollkommenheit beinhaltet, die Existenz Gottes ab. Ziel seiner Philosophie war den christlichen Glauben und greifbares Wissen so weit wie möglich in Einklang zu bringen. „Credo ut Intelligam – Ich glaube, um zu verstehen„.
Capella, Martianus (IT) 350-400 Capella war Neuplatoniker und definierte den Kanon der sieben freien Künste. Trivium: Grammatik, Rhetorik, Logik. Und Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie.
Chrysippos (GR) 276-204 v. C. Chrysippos schuf mit 705 Büchern die Grundlagen der Stoa und formulierte das stoische Ideal der Freiheit von Affekten; Begriffe sind Verallgemeinerungen der in der Wahrnehmung vorhandenen Objekte.
Cicero (IT) 106-43 v. C. Cicero war Politiker, Anwalt und Rhetoriker und vertrat die Lehren der Stoa und der Akademien; er gilt als Vordenker des Humanismus, der Lehre vom Naturrecht und dem allgemeinen Menschenverstand.
Comte, Auguste (F) 1798-1857 Gott und Mensch sind eins; für Auguste Comte war Nächstenliebe die höchste Pflicht, er entwickelte den Positivismus, eine Wissenschaft, die auf erfahrbaren Tatsachen und deren empirische Verknüpfung basiert. „Savoir pour prévoir – Wissen um vorherzusehen
Dante, Alighieri (IT) 1265-1321 Dante zählt zu den bedeutendsten Dichter und berühmte Philosophen des Mittelalters. Er verfasste mit „Monarchia“ um 1316 eine Schrift über einen kirchenunabhängigen Staat und erkennt, „dass es Dinge gibt, die man nicht beeinflussen kann“. Diese Dinge könne man nur beobachten. Weitere große Werke: Convivio (1306), Göttliche Komödie (1307-20), Quaestio (1320)
Demokrit (GR) 460-370 vor Chr. Für ihn als Atomist besteht Materie (auch die Seele) aus unendlich vielen kleinen Teilchen (Atomen), die sich in ewiger Bewegung befinden; Demokrit gilt neben dem Philosophen Leukippos als Vater der Atomtheorie.
Descartes, René (F) 1596-1650 In seinem berühmten Werk „Prinzipien der Philosophie“ (1641) schrieb Descartes „Cogito, ergo sum“, übersetzt: „Ich denke, also bin ich„. Der französische Mathematiker und Naturwissenschaftler sah keinen Zusammenhang zwischen Leib und Seele, sondern ersetzte diese mit Geist und Natur. Damit begründete er u.a. den „Rationalismus“ und den „Dualismus“. Weitere große Schriften: „Die Leidenschaft der Seele“ (1649) und „Über den Menschen“ (1662).
Dewey, John (USA) 1859-1952 Vertreter des Pragmatismus. Laut Dewey entstehen Probleme nur deshalb, weil Menschen ihre Welt verstehen wollen und immer entscheiden müssen, was sie tun sollten, um besser leben zu können. Man fragt nicht: Sind die Dinge so? Sondern welchen praktischen Nutzen habe ich davon?“
Diogenes (GR) 404-323 v. C. Diogenes war ein sog. Kyniker, ein Begriff der von „Kyon“ (Hund) kommt. Und so ähnlich lebte Diogenes auch. Zurückgezogen, ungekünstelt, von der Gesellschaft bewusst distanziert, da diese den „Geist beeinflusst und Unzufriedenheit verursacht“. Dennoch lebte er vermutlich nicht in einer Tonne, wie ihm allgemein nachgesagt wird. Überliefert sind dagegen die Worte, die Diogenes zu Alexander dem Großen sagte: „Nimm deinen Schatten von mir“.
Dionysios (GR) um 500 v. C. Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis des Unsichtbaren. Gott ist für Dionysios Ursache, Anfang, Sein und Leben aller Dinge. Durch Reinigung (Katharsis) und Erleuchtung (Photismos) erreicht man eine Art Vollendung.
Duns Scotus, Johannes (SCOT) 1266-1308 Hochscholastiker und Gegner von Thomas von Aquin. Der Wille hat Vorrang vor der Vernunft. Das Gute wird durch den Willen bestimmt und steht damit höher als die Wahrheit.
Erasmus von Rotterdam (NL) 1466-1536 Erasmus war ein Freund von Thomas Morus sprich: ein kirchenkritischer Augustiner, aber auch Gegner Martin Luthers in der Frage des Freien Willens. Er stand für religiöse Toleranz und gegen Nationalismus und Krieg. Sein Hauptwerk: „Lob der Torheit“ (1509).
Epiktet 50 -138 Stoa mit einem Hauptwerk zur Moral. Epiktet schrieb u.a. „Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge“.
Epikur (GR) 341-270 v. C. Epikur versammelte seine Schüler in einem Garten und lehrte dort Physik, Kanonik (Erkenntnislehre) und Ethik: „Glück ist Lust mit Maß“ (kein reiner Hedonismus). „Lebe im Verborgenen“ – dieses Motto ermöglicht es dem Menschen sich auf sich selbst zu besinnen und führt zu einem glücklicheren Leben, als es durch das Streben nach Macht und Ruhm im öffentlichen Leben möglich ist. Epikur war ein Atomist mit einer materialistischen Grundauffassung. Die Angst vor dem Tod war für ihn das größte Hindernis unserer geistigen Gelassenheit, sagte dazu: „Wenn wir die Angst vor dem Tod überwinden, können wir glücklich sein“.
Fortescue, John (GB) 1394-1476 Nach seinem Glauben, beruht die Macht des Königs auf der öffentlichen Zustimmung und nicht auf Gottes Gnade.
Galilei, Galileo (IT) 1564-1642 Die Fallgesetze sind nach Galileo die Basis der Mechanik. Er schrieb u.a.: „Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben“. Weitere berühmte Philosophen H-Z finden Sie auf den nächsten Seiten.

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