Berühmte Philosophen H-O


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Berühmte heimische Philosophen finden Sie in der Liste der deutschen Philosophen. Mit Klick auf + erhalten Smartphone-User weitere Infos über große Philosophen sowie deren Gedanken, Theorien & Werke.

Große Philosophen Lebzeiten Theorien, Philosophem & Werke
Heraklit (GR) 540-480 v. C. Alle Gegensätze wandeln sich und sind in ständiger Bewegung (griech: „panta rhei“ = alles fließt): z. B. Krieg und Frieden. Tag und Nacht, Reichtum und Armut usw.; für Heraklit war Streit der Vater aller Dinge (Dialektik).
Hobbes, Thomas (GB) 1588-1679 Er vertrat die These, dass alle Lebewesen d.h. auch alle Menschen nichts anderes sind, als Maschinen aus Fleisch und Blut. „Das Leben ist nur eine Bewegung der Glieder“. Sein Werk Leviathan gilt bis heute als eines der zentralen Werke der modernen Staatstheorie. Hier entwickelt er den Kontraktualismus. Als Begründung für Verzicht auf die meisten Freiheiten des Bürgers führt er den Naturzustand ein. In diesem herrscht ein „Krieg aller gegen alle“. Das Leben ist „einsam, arm, triebhaft und kurz“, weil die Menschen ausschließlich ihrem Selbsterhaltungstrieb folgen. Um diesen elenden Zustand zu entkommen, ist es für den Menschen vernünftig, seine absolute Freiheit mit einem gegenseitigen Vertrag abzugeben. Hier spricht Hobbes von der „Geburt des Leviathan“, welcher nun allein für den Schutz und den Frieden der Menschen verantwortlich ist. Hauptwerk: Leviathan (1651).
Hume, David (GB) 1711-1776 Er gilt neben John Locke als Hauptvertreter des engl. Empirismus. In seiner „Erkenntnistheorie“ unterteilt er den Geist in zwei Klassen: Sinneseindrücke (wie Empfindungen, Leidenschaft) und Ideen (wie Gedanken, Vorstellungen). Der Glaube oder unsere Überzeugungen beruhen auf gelernten Gewohnheiten, nicht auf logischen Erkenntnissen. So ist es für Hume z.B. nicht logisch, dass die Sonne jeden Morgen aufgeht, sondern eine gewohnte Annahme, dass die Welt morgen die gleiche sei.
Husserl, Edmund (AUT/UNG) 1859-1938 Der Mathematiker Husserl übernahm von Franz Brentano die „Intentionalität“ des Bewusstseins und machte sie zur zentralen Aussage seiner Phänomenologie. Er suchte nach einer Lösung, um die Frage nach der Gerechtigkeit und der Wahrheit mit mathematischen Mitteln beantworten zu können. Dabei kam ihm die Erkenntnis, dass sich alles bezweifeln lasse, nur die Tatsache nicht, dass er zweifle. Wahrheit ist ein erkennbarer Sachverhalt. Hauptwerk: Logische Untersuchungen (1901); Philosophie als strenge Wissenschaft (1911); Sein und Zeit (1927).
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James, William (USA) 1842-1910 James versprach sich dem Pragmatismus. Gemeinsam mit seinem Freund Charles S. Peirce entwickelte er die Theorie, dass sich Wissen nicht allein durch Lesen und Beobachtung, sondern vor allem durch die praktische Anwendung erwerben lässt. Beide gingen der Frage nach, was Tatsache ist – und was Wahrheit? Ist eine Tatsache gleich wahr? Hauptwerke: Die Vielfalt religiöser Erfahrung (1902); Der Pragmatismus (1907).
Kierkegaard, Søren (DEN) 1813-1855 Kierkegaard stellt den Geist und die Religionskritik in den Mittelpunkt seiner Existenzphilosophie („Existenz in ästhetischem, ethischem und religiösem Stadium“), die besagt, dass unser Dasein unsere freie Entscheidung sei. Wichtigstes Werk: Entweder – oder (1843).
Kleanthes (GR) 331-251 v. C. Stoa und ehemaliger Boxer; tugendhaftes Handeln ist für Kleanthes nur durch die Erkenntnis der Wirklichkeit möglich.
Konfuzius (CHN) 561-479 v. C. Konfuzius lehrte fünf Tugenden (Liebe, Rechtschaffenheit, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit, Gegenseitigkeit) und drei soziale Pflichten (Loyalität, kindliche Pietät, Wahrung von Anstand und Sitte).
Locke, John (GB) 1632-1704 John Locke gilt neben David Hume als Hauptvertreter des englischen Empirismus, der im menschlichen Erkenntnisvermögen eine erst während des Lebens beschriebene Tafel sah. So glaubte er, dass der menschliche Geist bei der Geburt „wie eine leere Leinwand“ ist – und dass unser Wissen ausschließlich von unseren sinnlichen Erfahrungen kommt. Dieses Wissen wird durch den Verstand bearbeitet und daraus neue Ideen formuliert.
Machiavelli, Niccolò (IT) 1469-1527 Staatsphilosoph der Neuzeit; Machiavelli rät Staatsführern in „Il Principe“ („Der Fürst“ von 1513/32) zu List und Täuschung. Weitere große Philosophen finden Sie auf der nächsten Seite!
McLuhan, Marshall (CAN) 1911-1980 McLuhan war einer der ersten Philosophen, die sich mit dem Einfluss und der Manipulation moderner Popkultur und Medien auf den Menschen beschäftigte. So verglich er z.B. in seinem Hauptwerk „Die Gutenberg Galaxy“ (1962) Medien mit einer Glühlampe, die zwar ohne Inhalt, aber dennoch eine Brücke zum gemeinsamen Miteinander sind. Medien bringen Menschen zusammen – in einem „globalen Dorf“ (ein von ihm geprägter Begriff). Weitere Werke: Die mechanische Braut (1951), Die magischen Kanäle (1964) und Das Medium ist die Botschaft (1967)
Mill, John Stuart (GB) 1806-1873 Mill war Vertreter des Liberalismus; „Das Wesen der Freiheit besteht darin, das zu tun, was man tun möchte“.
Morus, Thomas (GB) 1478-1535 Der Humanist Thomas Morus forderte in „Utopia“ nach sozialen Reformen; wurde von Heinrich VIII. verurteilt und geköpft.
Nyssa, Gregor von 335-394 Kirchenvater der orthodoxen Kirche; Nyssa lehrte die Unendlichkeit Gottes und die Dreifaltigkeit.
Ockham, Wilhelm von (GB) 1280-1347 Als Spätscholastiker vertrat Ockham den Konzeptualismus und forderte die Trennung von Kirche und Staat; Begriffe sind nicht die Wirklichkeit, sondern nur Namen und Zeichen; „Ockhamsches Rasiermesser“. Große Philosophen von P-Z finden Sie auf der nächsten Seite.

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