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Berühmte Dichter Lebzeiten Leben & Werke
Keller, Gottfried * 19.07.1819 in Zürich
† 15.07.1890 ebenda
Der Zürcher Gottfried Keller, der aus seinen Studienjahren in München, Heidelberg und Berlin wertvolle Anregungen schöpfte, wusste in seinen anmutigen Novellen die harte Wirklichkeit dichterisch zu verklären. Seine „Leute von Seldwyla“ (1856-74) vereinigen wie die „Zürcher Novellen“ (1878) Erzählungen etwas sonderbarer, aber liebenswürdiger Menschen. Daneben beschreibt der berühmte Dichter aus der Schweiz in seinen Gedichten das pure Naturerleben. Weitere berühmte Dichter finden Sie auf der vorherigen Seite.
Kleist, Heinrich von * 18.10.1777 in Frankfurt/Oder
† 21.11.1811 in Berlin
Dem hoch begabten, aber unglücklichen, ruhelosen Heinrich von Kleist gelang mit seinem Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ (1806) eine unerhört geschickte dramatische Leistung. Leider wurde das Werk wie auch das ernste Schauspiel „Prinz Friedrich von Homburg“ (1810) zu Lebzeiten des Dichters kein Erfolg. Auch „Das Käthchen von Heilbronn“ fand keine Begeisterung. Diese Misserfolge und Enttäuschungen sowie die Not der napoleonischen Zeit trieben Kleist gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel zum Selbstmord in den Wannsee.
Klopstock, Friedrich Gottlieb * 02.07.1724 in Quedlinburg
† 14.03.1803 in Hamburg
Die fromme Empfindsamkeit des Rokoko fand ihren besten Ausdruck in Klopstocks Epos „Messias“, das in 20 Gesängen Leiden, Sterben & Himmelfahrt Christi schildert und zu seiner Zeit großes Aufsehen erregte. Friedrich Gottlieb Klopstock schrieb außerdem viele lyrische Gesänge, in denen er die Ideale der Freundschaft und die Vaterlandsliebe in klangschönen Versen verherrlichte.
Körner, Theodor * 23.09.1791 in Dresden
† 26.08.1813 bei Gadebusch
Von den Dichtern der Befreiungskriege ist Körner der ideale Vertreter der Jugend. Als Angehöriger des Freikorps Lützow schuf er im Kampfjahr 1813 seine Lieder, z.B. „Lützows wilde Jagd“, „Du Schwert an meiner Linken“ und andere, die sein Vater nach seinem Heldentod in einer Sammlung „Leyer und Schwert“ 1814 herausgab. Das Trauerspiel „Zriny“ fand damals wegen der darin verherrlichten Freiheitsliebe große Zustimmung. Theodor Körner starb im Forst Rosenow bei einem Gefecht gegen die Truppen Napoleons.
Lasker-Schüler, Else * 11.02.1869 in Wuppertal
† 22.01.1945 in Jerusalem 
Beeinflusst durch den Dichter Peter Hille (1854-1904) löste sie sich ab 1900 von allen gesellschaftlichen Zwängen und von ihrem Ehemann und begann, alleinerziehend und in völliger Armut lebend, zu schreiben. Um so bewundernswerter ist, dass ihr erster Gedichtband „Styx“ (1902) euphorisch die Freude des Lebens beschreibt. 1903 heiratet Else Lasker-Schüler einen Verleger, mit dessen Hilfe ihre ersten expressionistischen Werke „Der siebente Tag“ (1905) und „Meine Wunder“ (1911) erschienen. Die selbsternannte „Prinz Jussuf“ starb einsam und verarmt in Jerusalem. 
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Lessing, Gotthold Ephraim * 22.01.1729 in Kamenz
† 15.02.1781 in Braunschweig
Jahrhunderte hindurch hatte das große Schauspiel nur im Dienste religiöser, also ernster Probleme gestanden. Martin Opitz (1597-1639) hatte im 17ten, Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) im 18. Jahrhundert Komödien geschrieben, die aber nicht lange von Bestand waren. Erst Lessing, der Meister der Form und der Sprache, errang mit seinem Lustspiel „Minna von Barnhelm“ (1767) den bleibenden Erfolg. Von seinen ernsten Werken sind „Nathan der Weise“ (1779) und „Emilia Galotti“ (1772) die schönsten Bekenntnisse des Humanitätsideals.
Liliencron, Detlev von * 03.06.1844 in Kiel
† 22.07.1909 in Alt-Rahlstedt
In dem Kieler Detlev von Liliencron mischen sich bäuerliche Kraft, soldatische Straffheit und lyrische Empfindsamkeit. Seine Eindrücke als Deichhauptmann einer Nordseeinsel fanden ihren Niederschlag in der Ballade „Trutz, blanke Hans“. Die Gedichtsammlungen „Adjutantenritte“ (1883) und „Bunte Steine“ (1903) enthalten erste Anzeichen des frühesten Impressionismus, darunter auch die fesselnde Ballade „Der Blitzzug“.
Meyer, Conrad Ferdinand * 11.10.1825 in Zürich
† 28.11.1898 in Kilchberg
Der Schweizer ist der Meister einer erlesenen Sprachform und Rhetorik, der jede seiner geschichtlichen Novellen und seiner Balladen zuschleift wie einen Diamanten. Von den „Zwanzig Balladen von einem Schweizer“, die er 1864 herausgab, ist die Darstellung aus den Hugenottenverfolgungen „Die Füße im Feuer“ wohl die packendste und wuchtigste. Seine Stoffe nimmt Conrad Meyer mit Vorliebe aus den Zeiten der Renaissance und der Reformation.
Mörike, Eduard * 08.09.1804 in Ludwigsburg
† 04.06.1875 in Stuttgart
Der gemütvolle, sprachbegabte schwäbische Pfarrer Mörike verband wie kaum ein anderer die Frömmigkeit mit Humor und lyrischer Naturverbundenheit. Sein Meisterstück „Mozart auf der Reise nach Prag“ (1856) ist eine formvollendete und anmutige Schöpfung deutscher Novellistik. Märchenhafter Zauber birgt das „Stuttgarter Hutzelmännlein“ (1853). Seine Gedichte wurden von Robert Schumann und Johannes Brahms vertont.
Raabe, Wilhelm * 08.09.1831 in Eschershausen
† 15.11.1910 in Braunschweig
Bereits sein Erstlingswerk „Die Chronik der Sperlingsgasse“ (das er unter dem Pseudonym Jacob Corvinus veröffentlichte) zeigt viel von seiner ganz persönlichen Eigenart, seinem humorvollen Einfühlungsvermögen und seiner umfassenden Menschenliebe. Nur langsam fanden die späteren gemütstiefen Werke des Dichters, z.B. „Der Hungerpastor“ (1864) und „Der Schüdderump“ (1870) die verdiente Beachtung. Zwischen 1870 und 1902 entstanden eine Reihe heiterer Geschichten sowie 68 Romane, Erzählungen und Novellen.
Rilke, Rainer Maria * 04.12.1875 in Prag
† 29.12.1926 bei Montreux
Der in Prag geborene, feinsinnige, berühmte Dichter ist einer der stärkste Vertreter der modernen deutschen Lyrik. Sein Lebensziel war die Beseelung der ihn umgebenden Welt. Zu dieser frühen Zeit entstanden die herrlichen Versdichtungen „Der Panther“, „Das Karussel“ und „Herbsttag“. Nach einer andauernden Schaffenskrise, ausgelöst durch den 1. Weltkrieg und der Vertreibung aus seiner Wahlheimat Paris, beendete er seine Hauptwerke „Duineser Elegien“ (1922) und „Die Sonette an Orpheus“ (1923). Rainer Maria Rilke starb in der Schweiz an Leukämie.
Sachs, Hans * 05.11.1494 in Nürnberg
† 19.01.1576 ebenda
War der Minnesang ein Vorrecht der ritterlichen Sänger, so wurde gegen Ende des Mittelalters durch die soziale Umschichtung der Meistersang eine von den Handwerkern gern geübte Kunst. Der einfallsreichste unter ihnen war der Nürnberger Schuhmacher Hans Sachs, der mehr als 4.000 Meistersänge und eine Menge Fastnachtsspiele schrieb. In seinen meist derben, aber ungemein treffenden Knittelversen, lebt sein Humor heute noch fort.
Schiller, Friedrich von * 10.11.1759 in Marbach/Neckar
† 09.05.1805 in Weimar
Von der überragenden dramatischen Begabung Schillers zeugte bereits sein Erstlingswerk „Die Räuber“ (1782). Von diesem Freiheitsdrama des Sturm und Drangs über die Trilogie des „Wallenstein“ (1799) bis hin zu „Wilhelm Tell“ (1804) ist ein weiter Weg. Gleich bleiben aber der ideale Schwung, der hohe sichtliche Ernst und die meisterhafte Beherrschung des Wortes, die auch das „Lied von der Glocke“ (1799) und seine Balladen, z.B. „Die Bürgschaft“ oder „Der Handschuh“ auszeichnen und ihn zum Lieblingsdichter der Deutschen machte. Seine „Ode an die Freude“ (aus der 9. Sinfonie von Beethoven) wurde zur europäischen Hymne.
Stifter, Adalbert * 23.10.1805 in Oberplan
† 28.01.1868 in Linz
Die stille Versenkung in die Schönheit seiner Heimat, des Böhmerwaldes, kennzeichnet die Dichtung Stifters. Fern aller lauten, aufwühlenden Leidenschaften wächst für ihn das Glück aus dem Unscheinbaren, das sich in seinen Novellensammlungen „Studien“ und „Bunte Steine“ (1853) ebenso spiegelt wie in seinem Roman „Nachsommer“ (1857). Feinste Naturbeobachtungen und -stimmungen zeichnet seine Novelle „Der Hochwald“.
Storm, Theodor * 14.09.1817 in Husum
† 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen
Die tiefe Wehmut, die das Leben des Husumers Juristen Theodor Storm überschattete, und die tiefe Liebe und Treue zu seiner Heimat, der friesischen Küste und zu ihren Menschen, prägen die meisterhafte Erzählkunst seiner Novellen. Von „Immensee“ (1852) bis zu „Pole Poppenspäler“ (1874) und zum „Schimmelreiter“ (1888) gestaltete Storm tragische Schicksale seiner eigenen Erlebniswelt mit feinem lyrischem Empfinden.
Thoma, Ludwig * 21.01.1867 in Oberammergau
† 26.08.1921 in Tegernsee
Unter den naturalistischen Heimatschriftstellern ist Ludwig Thoma einer der beliebtesten. Seine Komödien „Die Lokalbahn“ und „Moral“ charakterisieren die spießbürgerliche Gesinnung der Kleinstädter, während seine „Lausbubengeschichten“ (1909) und der „Briefwechsel eines bayer. Landtagsabgeordneten“ (1912) zu dem Lustigsten gehören, was die Prosa geschaffen hat. Immer bleibt darin Thoma‘s Liebe zu den Bauern spürbar.
Tucholsky, Kurt * 09.01.1890 in Berlin
† 21.12.1935 in Göteborg
Politische Glossen, Gerichtsreportagen, Satiren und Gedichte, zudem Texte und Lieder für die Bühne: Tucholsky war ein Vielschreiber, der sich, um nicht Tucholsky-lastig aufzufallen, Synonyme wie Kaspar Hauser, Ignaz Wrobel oder Peter Panter zulegte. Als berühmt-berüchtigter Kritiker der Weimarer Republik publizierte er über 3.000 Artikel, die Hälfte davon in der Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“ sowie 7 Sammelbänder mit Texten und Gedichten. Der berühmte Dichter und Lyriker lebte zeitweise in Paris und Schweden, wo er sich mit 45 Jahren das Leben nahm.
Uhland, Ludwig * 26.04.1787 in Tübingen
† 13.11.1862 in Tübingen
Das Haupt des Schwäbischen Dichterkreises war der Tübinger Universitätsprofessor Ludwig Uhland. Ihm verdanken wir nicht nur eine Reihe schöner Balladen, wie „Des Sängers Fluch“, sondern auch volkstümliche Liedtexte und vor allem eine genaue Kenntnis des Lebens und Dichtens des Mittelalters. Die von ihm gesammelten Götter- und Heldensagen wurden durch seinen Schüler Schwab bearbeitet und herausgegeben.
Vogelweide, Walther von der * um 1165
† um 1228 in Würzburg
Jahrhunderte vor den Lyrikern der Klassik sang der berühmte Dichter des Minnesangs, Walther von der Vogelweide, von der Schönheit deutscher Landschaft, von der Seligkeit erster Liebe, vom Kampf für Vaterland und Kaisertum. Sein tiefes, wahres Empfinden hob ihn weit hinaus über seine Zeitgenossen, die sich höfischer Form und Frömmigkeit beugten. Ein Lehen bei Würzburg war des Kaisers Dank für den begabten Sänger.

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