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Deutsche Dichter Lebzeiten Leben & Werke
Brecht, Bertolt * 10.02.1898 in Augsburg
† 14.08.1956 in Ost-Berlin
Der in Augsburg geborene Bertolt Brecht war nicht nur Dramatiker, Lyriker und Begründer des „epischen Theaters“, er war auch ein bedeutender Dichter seiner Zeit. Seine ersten lyrischen Werke veröffentlichte er 1913 in einer Schülerzeitschrift, der Durchbruch gelang ihm aber erst mit „Der Hauspostille“ (1927) und der „Dreigroschenoper“ (1928). Brecht schrieb viele Gelegenheitsgedichte, in denen er sich auf Ereignisse der Außenwelt bezog.
Brentano, Clemens * 08.09.1778 in Koblenz
† 28.07.1842 in Aschaffenburg
Von allen Romantikern, die neue Kunstmärchen geschaffen haben, war Brentano aufgrund seiner unerschöpflichen Phantasie und seiner großen Naturliebe der begabteste. Sein rührend zartes Märchen „Gockel, Hinkel und Gackeleia“ erschien 1847 in zwei Bänden gesammelter Märchen. Von seinen schlichten Erzählungen ist „Die Geschichte vom braven Kasperl und schönen Annerl“ im volkstümlichen Ton besonders gut gelungen.
Bürger, Gottfried August * 31.12.1747 in Molmerswende
† 08.06.1794 in Göttingen
Unter dem Einfluss des gefühlsschwangeren Friedrich Gottlieb Klopstock gründeten Göttinger Studenten 1772 den Hainbund. Ihnen nahe stand Bürger, ein leidenschaftlicher Mensch des Sturm und Drangs, der die Ballade in die deutsche Literatur einführte. Von ihm stammen z. B. die unheimliche Ballade „Leonore“ und das volkstümliche „Lied vom braven Mann“. Gottfried Bürger ist außerdem Verfasser von „Münchhausens wunderbaren Reisen“.
Droste-Hülshoff, Annette Freiin von * 10.01.1797 in Burg Hülshoff
† 24.05.1848 in Meersburg
Über die Romantik hinauswachsend, beschritt sie in erstaunlicher Selbständigkeit und tiefer Verinnerlichung des westfälischen Edelfräulein Annette von Droste-Hülshoff einen neuen Weg. Ihre eigenwillige Persönlichkeit, ihre reine Empfindsamkeit machen sie zu einer der bedeutendsten deutschen Dichterinnen. Die Sammlung „Das geistliche Jahr“ umfasst 70 Gedichte. In den „Heidebildern“ zeichnet sie die Moorlandschaft ihrer Heimat nach.
Eichendorff, Joseph Freiherr von * 10.03.1788 in Ratibor (POL)
† 26.11.1857 in Neiße
Keiner der Romantiker, ja, keiner der Lyriker überhaupt, hat Heimatliebe und Fernweh so überzeugend gestaltet wie der Schlesier Eichendorff. In seiner unvergleichlichen Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ reiht sich ein lyrisches Gedicht ans andere und jedes beschwört pathetisch den ganzen Zauber deutscher Landschaft herauf. Viele davon sind in das deutsche Liedgut eingegangen.
Eschenbach, Wolfram von * um 1170
† um 1220
In der Kunst der Versdichtung, dem Epos, ist Wolfram von Eschenbach der kraftvollste, ritterlichste Vertreter des Hochmittelalters. Sprachschöpferisch und gedankenreich ist sein schönstes Werk, der „Parzival“, der das Streben des Menschen nach der Herzensgüte und Frieden mit Gott zum Thema hat.
Fontane, Theodor * 30.12.1819 in Neuruppin
† 20.09.1898 in Berlin
Der Brandenburger Theodor Fontane ist in seinen Romanen und Novellen der echte Sohn der Mark, deren Schönheit er seinen Lesern erstmals nahe brachte. Kraftvoll und männlich ist seine Sprache, die besonders in den Balladen „John Maynard“, „Gorm Grimme“ u.v.a. Triumphe feierte. Von seinen Alterswerken sind die Gesellschaftsromane „Effi Briest“ (1895) und „Der Stechlin“ (1899) mit ihrer ausgezeichneten Charakteristik die bekanntesten Werke.
Freytag, Gustav * 13.07.1816 in Kreuzburg
† 30.04.1895 in Wiesbaden
Der Schlesier Gustav Freytag ist mit seinen kulturgeschichtlichen Romanen, die die Entwicklung des deutschen Bürgertums schildern, ein typischer Vertreter des 19. Jahrhunderts. „Soll und Haben“ (1855) führt den Leser in die tätige Welt eines Breslauers Handelshauses und beschreibt darin den Alltag einer aufstrebenden Wirtschaftsepoche. Die Romanreihe „Die Ahnen“ (1872-80) schließt sich an die historischen Romane dieser Zeit an.
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Goethe, Johann Wolfgang von * 28.08.1749 in Frankfurt/Main
† 22.03.1832 in Weimar
Johann Wolfgang von Goethe, als Staatsminister, Theaterdirektor, Dichter und Forscher gleichermaßen erfolgreich, war einer der genialsten Menschen seiner Zeit. Sein erster Roman „Die Leiden des jungen Werther“ (1774) steigerte die Empfindsamkeit des Sturm und Drangs zur letzten Höhe. Der spätere Erziehungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96) enthält wie auch sein gedankenreichstes Werk, die Tragödie „Faust“ (ab 1797), ein Stück Lebensbekenntnis des Dichters. Zu seinen berühmtesten und populärsten Werke gehören auch „Götz von Berlichingen“ (1773), „Iphigenie auf Tauris“ (1779), „Torquato Tasso“ (1780), die Ballade „Der Erlkönig“ (1782),“Egmont“ (1775), „Römische Elegien“ (1788-90), „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ (1807) und der Roman „Die Wahlverwandtschaften“ (1809).
Grillparzer, Franz * 15.01.1791 in Wien
† 21.01.1872 in Wien
Tief beeindruckt von den Klassikern Goethes und Schillers, wies der Wiener Franz Grillparzer mit seinen Dramen einen neuen Weg zu realistischer Gestaltung. Klare Urteilskraft und reiche Phantasie befähigten ihn zu bühnenwirksamen Schauspielen, von denen „Des Meeres und der Liebe Wellen“ (1831) die zarteste Liebestragödie ist. Leider konnte ihn die späte Anerkennung seiner Zeitgenossen nicht mehr aus seiner Vereinsamung lösen.
Grimm, Jacob (1785-1863) & Wilhelm (1786-1859) beide geboren in Hanau und gestorben in Berlin Die Begeisterung für das Mittelalter mit all seinen Märchen- und Wunderglauben entstand um 1800 in der Romantik. Die Dichter dieser Generation flüchteten in eine Traumwelt, die Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm aber wurden dadurch angeregt, das im Volk lebendige Sagengut zu sammeln, zusammenzutragen und teilweise neu zu gestalten. 1812-22 entstanden die Sammlungen „Kinder- und Hausmärchen“, 1816-18 der Band „Deutsche Sagen“.
Grimmelshausen, Hans Jakob Chr. von * 1620 in Gelnhausen
† 17.08.1676 in Renchen
Am Beginn der deutschen Romanliteratur steht zugleich das anschaulichste Kunstwerk barocker Dichtkunst: Grimmelshausens Abenteuerroman „Simplicius Simplicissimus“. Was der deutsche Dichter als Soldat und Regimentsschreiber von den Schrecken des Krieges in Mitteldeutschland selbst erlebt hatte, formte er im Schicksal des heimatlosen, herumirrenden Simplicius zu einem meisterhaften Zeitgemälde des Dreißigjährigen Krieges.
Hauff, Wilhelm * 29.11.1802 in Stuttgart
† 18.11.1827 in Stuttgart
Der mit 25 Jahren früh gestorbene Schwabe war nicht nur der Verfasser des bekannten Ritterromans „Lichtenstein“, er war auch deutsche Dichter vieler hübscher Novellen und Märchen. Seine nachdenkliche Erzählung „Das kalte Herz“ und seine fröhlichen „Phantasien im Bremer Ratskeller“ haben heute noch so viele Freunde wie seine orientalischen Geschichten „Kalif Storch“ oder „Zwerg Nase“. 1826-28 erschienen Wilhelm Hauffs Märchen in 3 Bänden.
Hauptmann, Gerhart, NP 1912 * 15.11.1862 in Ober Salzbrunn
† 06.06.1946 in Agnetendorf
Mit seinem sozialkritischen Lustspiel „Der Biberpelz“ (1893) stellte sich der Schlesier Gerhart Hauptmann, ein unerhört eindrucksvoller Dramatiker und Erzähler, in eine Reihe mit Heinrich von Kleist, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal. Von den erschütternd naturalistischen Werken seiner Frühzeit ist sein Drama „Die Weber“ (1892), die dem er das Elend der schlesischen Heimarbeiter schildert, am bekanntesten. 1912 erhielt Hauptmann für seine Werke, die das soziale Gewissen der Zeit wachriefen, den Nobelpreis.
Hebbel, Friedrich * 25.03.1813 in  Wesselburen
† 13.12.1863 in Wien
Das Leben brachte auch dem Dithmarscher Friedrich Hebbel viel Not und Enttäuschung. Grüblerisch vertiefte sich der Dichter in seinen Dramen „Agnes Bernauer“ (1855) und „Gyges und sein Ring“ (1856) in die Geheimnisse des Weltablaufs, der ewigen Gesetzen unterworfen ist und jeden zerstört, der sich diesen entgegenstellt. Sein letztes Werk war die Tragödie „Die Nibelungen“ (1862), die die Tragik einer Zeitenwende charakterisiert.
Herder, Johann Gottfried von * 25.08.1744 in Mohrungen
† 18.12.1803 in Weimar
Beeinflusst von den Gedanken der Aufklärung, suchte der Ostpreuße Johann Herder die Naturpoesie in der dichterischen Begabung der einfachen Völker. So übersetzte und bearbeitete er die schönen Volkslieder für seine Sammlung „Stimmen der Völker in Liedern“ (1778-79). Damit wurde Herder der Entdecker des Volksliedes und regte nicht nur den junge Goethe zum „Heidenröslein“ sondern auch viele romantische, deutsche Dichter der Folgezeit an.
Hölderlin, Friedrich * 20.03.1770 in Lauffen/Neckar
† 07.06.1843 in Tübingen
Schillers Lyrik beeinflusste einen der edelsten, aber auch unglücklichsten deutsche Dichter: Friedrich Hölderlin. Mit glühender Inbrunst lebte er ein weltfernes, von Sehnsucht nach Harmonie und Schönheit erfülltes Leben, das ihm in der Antike verwirklicht schien. Dabei sah er Deutschlands Zerrissenheit mit tiefem Schmerz. Sein schönstes Werk ist der lyrische Roman „Hyperion“. Hölderlin starb nach 40 Jahren geistiger Umnachtung.
Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich * 02.04.1798 in Fallersleben
† 19.01.1874 in Corvey
Der Lüneburger Hoffmann von Fallersleben hat mit seinem Zeitgenossen Ludwig Uhland die große Liebe zum deutschen Volkstum gemeinsam. Während der deutsche Dichter Uhland uns das Lied vom guten Kameraden schenkte, schrieb Hoffmann das Deutschlandlied (Deutsche Nationalhyme). Von seinen fröhlichen Kinderliedern sind viele zum Volksgut geworden, z. B. „Alle Vöglein sind schon da“, „Kuckuck ruft‘s aus dem Wald“ und „Ein Männlein steht im Walde“.
Heine, Heinrich * 13.12.1797 in Düsseldorf
† 17.02.1856 in Paris
Sein bekanntestes Werk ist das „Buch der Lieder“ (1827), dessen berühmte Gedichte u.a. von Robert Schumann und Johannes Brahms vertont wurden. Schon zu Lebzeiten war es ein großer Erfolg, da es in einer einfachen, übermütigen Alltagssprache ein breites Publikum ansprach. Ab 1831 stand der romantische, deutsche Dichter aus Düsseldorf zunehmend mit der Zensur in Konflikt, worauf er ins Exil nach Paris zog und dort u.a. als Journalist, Essayist und Feuilletonist sein Geld verdiente. Dort entstand auch sein gesellschaftskritisches „Wintermärchen“ (1844). Der deutsche Dichter Heinrich Heine starb bettlägerig und verarmt in Paris.

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