Kunstepochen


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Kunstepochen (Entstehung) Kunstepochen (Bedeutung) Kennzeichen in der Malerei (Vertreter) Kennzeichen in der Literatur (Vertreter) Kennzeichen in der Architektur (Bauwerke)
Renaissance
(1420-1530 in Italien)
Aus dem französischen für „Wiedergeburt“. Bewusstwerden der Persönlichkeit, Motive sind vorwiegend religiöse Themen. Anwendung der Zentral-perspektive; Durch diese „Drei-dimensionalität“ heben sich die Figuren im Zentrum des Gemäldes stark hervor. (Raffael, Da Vinci, Michelangelo) Antike Literaturformen wie Epos, Satire, Lyrik wurden neu belebt; die Volkssprache wurde dabei entdeckt. (Dante, Boccaccio) Horizontale Flächen, oft mit Säulenhöfen und großen, hallenartigen Sälen; Ausdruck eines gehobenen Stolzes und  Machtgefühls. (Florentiner Dom; St. Petersdom)
Rokoko
(1700-1750 in Frankreich)
Abgeleitet von „rocaille“ (Grotten- und Muschelwerk); ist aus dem Barock hervorgegangen; Kunsthistoriker verwenden auch den Begriff „Spätbarock“. Park-landschaften, ländliche Feste mit vornehm gekleideten Herrschaften; musizierende und tanzende Gestalten. (J.A. Watteau, Rubens und Tizian). Aufklärung: (1720-1800): Schriften & Fabeln über bürgerliches Leben zum selbständigen Denken. (Rousseau, Kant, Leibniz) Reichliche Verzierungen und gewundene Linien an Bauten und Räumen; Verzicht auf Symmetrie (Schloss Solitude, Stuttgart, Schönbrunn, Wien).
Klassizismus (1750-1830 in Europa und Nordamerika) Begründet durch Napoleons Hofmaler J.L. David (1748-1825); Epochen wie Biedermeier, Directoire, Empire und Louis-Seize gehören dazu. Historienbilder in kühlen Farben; Porträt-zeichnungen und Frauenakte mit akribischer Genauigkeit. (J.L. David und J.A.D. Ingres, A. R. Mengs) Sturm & Drang: (1767-1785): Das Drama als erzieherische und bildende Form; vor allem von jungen Autoren wie Goethe, Schiller, Klinger. Biedermeier: (1815-1845) Wiederaufleben des griech.-römischen Stils; Gebäude sind kräftig, streng und zurückhaltend. (Brandenburger Tor; Capitol in Washington).
Realismus
(1850-1914 in Frankreich)
Begriff entstand durch Bilder von G. Courbets (1819-1877) „Le Realisme“, die „Menschen bei der Arbeit“ zeigen. Wahrheitsgetreue Darstellung der Gegenwart durch objektive Abbildung. (Rousseau, Corot, Millet) Dorfgeschichten, Kriminal- und Gesellschafts-romane. (Dostojewski, Tolstoi, Fontane, Dickens, Ibsen). Gründerzeit (1850-1914): riesige mit Glas überdachte Stahlbauten, oft Markthallen oder Bahnhöfe (Frankfurter Hbf.).
Impressionis-mus (1890-1920 in Frankreich) Gegenstand wird nicht in seinem objektiven Wesen sondern in der subjektiven Erscheinungs-form gesehen. Viele Freilichtmaler nutzten hellere Farben und nahmen Linien und Konturen zurück. (Monet, Renoir, Degas) Naturalismus: (1880-1900): Lyrik, Epik und Dramatik in der Wirklichkeit/ Natur exakt beschrieben wird. (G. Hauptmann) Jugendstil: (1875-1914): schlanke Proportionen oft in asym. Formen (La Sagrada Familia, Barcelona).
Expressionis-mus (1905-1925 in Deutschland) Von den Malern der „Die Brücke“ (Gründung 1905 in Dresden) und „Blaue Reiter“ (1911 in München). Der Begriff wurde von Kurt Hiller geprägt. Protest gegen die bürgerliche Ordnung. Freier Umgang mit Farben, Formen und Dynamik bis in die Abstraktion. (Heckel, Marc, Kirchner, Kandinsky) Figuren sind keine Charaktere mehr, sondern nur noch Typen; Visionen, Träume und Mystik werden grotesk beschrieben. (Heym, Rimbaud) Backstein- und Betonbauten, oft mit runden und gezackten Formen (Einsteinturm, Potsdam; Chilehaus, Hamburg)
Kubismus
(1907-1914 in Frankreich)
Von Picasso und G. Braque begründete Richtung. Zerlegung der Gegenstände in abstrakte Formen. Motive werden in Kegeln, Kugeln und Quadraten dargestellt. Klare Linien. (Braque, Picasso, Duchamp) Moderne: (1890-1920): man besann sich wieder auf das „Ich“, die Indivi-dualität und die Subjektivität. (Hesse, Rilke) Bauhaus: (1919-1933): Kunst- und Designschule; Sachlich funktionale Architektur. (Wohnblöcke, Werkshallen)
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Futurismus
(1909-1918 in Mailand)
Zentrales Anliegen war die Abbildung von Bewegung und Simultaneität (Gleich-zeitigkeit). Großer Bruch mit Traditionen. Formen und Farben stürzen zusammen. Dynamik und Ausstrahlung werden wichtig; Optimistisch heiter. (Marinetti) Neue Sachlichkeit: (1918-33): Literatur der Weimarer Republik. Romanform der Beobachtung. (Brecht, Kästner, Döblin) Ein von Geschwindigkeit und Dynamik geprägter Stil.
Surrealismus (1924-1945 in Paris/NYC) Von Breton geprägter Begriff; Entstand aus dem Dadaismus quasi als „Gegenwelt zur Wirklichkeit“; Ausschaltung der Logik und Vertauschung normaler Dimensionen. Aufdeckung von Träumen und des Unterbewusst-seins. (Ernst, Dalí, Picasso, Magritte, Miró, Cocteau) Beeinflusst von der Psychoanalyse ist der Traum handlungs-auslösend und beschreibt die seelische Verfassung der Personen. (Breton; Freud) Drehungen und Krümmungen werden durch den Eisenbetonbau möglich. (Schloss von Edward James in Xilitla)
Postmoderne (1957-1980) Gegenbewegung zur sterilen und totalitären Form der Moderne. Vorhandene Ideen werden neu interpretiert. Neuer Realismus: ab 1960: reale Gegenstände; auf eine maltechnische Umsetzung wird verzichtet. Installationen. Spielerischer Umgang mit Formen und Vorhandenem Überwindung der Moderne durch extremen Pluralismus. Reaktion auf Phantasielosigkeit; viele Gestaltungselemente. (Neue Pinakothek, München)

Berühmte Maler
Allgemeinbildung Kunst

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