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25 Berühmte Malerinnen + Auswahl ihrer Gemälde

Warum gibt es weniger berühmte Malerinnen im Verlgeich zu ihren männlichen Kollegen?

Die Unterrepräsentation von Malerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen lässt sich auf eine Vielzahl historischer, gesellschaftlicher und kultureller Faktoren zurückführen. So waren Frauen in der Vergangenheit oft auf ihre traditionellen Rollen in Familie und Haushalt beschränkt, was ihre Möglichkeiten zur künstlerischen Ausbildung und Entwicklung stark einschränkte. Zudem hatten sie oft nur (wenn überhaupt) begrenzten Zugang zu einer Kunstausbildung bzw. qualifizierten Lehrern. Damit nicht genug: Kunstakademien und Institutionen waren oft von Männern dominiert. Diese schlossen weibliche Künstlerinnen bzw. berühmte Malerinnen von Ausstellungen, Wettbewerben und Karrieremöglichkeiten aus. Und selbst wenn das Studieren für sie möglich gewesen wäre, hätten sie oft keine finanzielle oder soziale Unterstützung gefunden, um ihre künstlerischen Ambitionen zu verfolgen.

Warum haben wir diese Liste „Berühmte Malerinnen“ erstellt?

In der (Kunst-)Geschichte wurden viele talentierte Malerinnen einfach übersehen oder vergessen. Und ihre Werke wurden nicht in der gleichen Weise dokumentiert, bewahrt oder gefeiert wie die ihrer männlichen Zeitgenossen. Da die Taschenhirn-Redaktion die Leistungen von Malerinnen anerkennen, wertschätzen und in Erinnerung behalten möchten, haben wir diese Liste „Berühmte Malerinnen“ erstellt.

Mit Klick auf  finden Smartphone-User weitere Infos über berühmte französische, russische, englische, spanische, polnische, holländische, italienische kurz: berühmte Malerinnen aller Zeiten/Epochen (von N bis Z) und deren berühmten Gemälde.

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Berühmte Malerinnen */† Epoche Gemälde-Auswahl (Entstehung)
Carriera, Rosalba (IT)
1673-1757 Rokoko Pisana Mocenigo, geb. Corner (1715-1720); Maria Josepha von Österreich (um 1720); König Ludwig XV. von Frankreich (1720/21); Dame im türkischen Kostüm (ab 1728); Kaiserin Wilhelmine Amalie (1730); Der Dichter Pietro Metastasio (1730); Mädchen mit Papagei (ca. 1730); Die Gräfin Anna Karolina Orzelska (um 1730); Mädchen aus der Familie Le Blond (um 1730); Selbstbildnis als „Der Winter“ (1731); Faustina Bordoni (1730er Jahre); Kurprinz Friedrich Christian von Sachsen (1739); Die Tänzerin Barbara Campanini, genannt Barbarina. (um 1739); Sir James Gray, Second Baronet (1744/45). Rosalba Carriera war eine italienissche Pastell- und Bildnismalerin, die zu Lebzeiten gefeiert und bewundert wurde. Sie bereiste Europa und war auf vielen Höfen ein hochgeschätzter Gast. malte hauptsächlich Porträts, Halbfiguren, Christusköpfe und Marien.
Cassatt, Mary (USA) 1844-1926 Impressionismus The Mandolin Player (1872); Kleines Mädchen im blauen Sessel (1878); Frau in Schwarz in der Oper (1878); Moise Dreyfus (1879); Woman with a Pearl Necklace in a Loge (1879); The Tea (1880); Miss Mary Ellison (1880); Die Loge (1882); Kinder am Strand (1884); Child in a Straw Hat (1886); Woman Bathing (1891); Die Bootsfahrt (1893-94); Beim Enten-Füttern (1894-96); Breakfast in Bed (1897); Mutter und Kind (1899); Junge Mutter beim Nähen (1900); Sara Holding A Cat (1908)
Egner, Maria (AUT) 1850-1940 Landschafts- und Blumenmalerei Selbstporträt (1878); Windbruch auf der Koralpe (1881); Weidenallee in Stillfried an der March (1882); In der Au nach dem Regen (1884); Blick aus dem Atelier in der Klagbaumgasse im 4. Bezirk, Wien (um 1890); Korfu (um 1891); Markt in Amalfi (1891); An Bord der Pandora nach Corfu (1893); Pantokrator und Amphitrite (1893); An einem lichten Frühlingsmorgen (1894); Erntezeit in der Wachau (1894); Blühender Mohn (1894); Rosenzeit (1895); Torre del Greco (1898); Tram auf dem Lido (1899); Loggia in Venedig (1899); Letzte Post in Meersburg am Bodensee (1900); Stadtturm von Meersburg (1901); In der Laube (1901); Sonnenblumenstudie (um 1906); Rimini (1906); Fischerboote in Venedig (1906); In der Pergola (1910); Föhrenwald versus Wiesenblumen (1911); Dünenlandschaft in der Bretagne (1911); Im Hafen von St. Mathieux (1914); Sommer im Salzburger Moor (um 1917); Kornfeld in Gadaunern bei Hofgastein (um 1918); Feldmohn (1918); Sommertag in Stainz (um 1920); Dorfstraße mit blühenden Bäumen in Alassio (undatiert); Vorgarten mit blühenden Stockrosen (undatiert); Duino (undatiert); Waldwasser mit Brücke (undatiert). Die Landschafts- und Blumenmalerin zählt neben Olga Wisinger-Florian, Tina Blau und Broncia Koller-Pinell zu den bedeutendsten Malerinnen Österreichs um die Jahrhundertwende.
Ewers-Wunderwald, Ilna (D) 1875-1957 Illustration,
Jugendstil
Hahnenkampf (1909); Wasssermann (1910); Kali (um 1910); Krake und Hecht (1937); Springender Fisch (1939); Blätterstängel (1953); Einsiedlerkrebs (1953); Magnolie (1955); Komposition mit Blüten (1955); Imanigation eines Seepferdchens (undatiert); Schwarze Madonna (undatiert). Die Illustratorin und Zeichnerin Ilna Ewers-Wunderwald, die die Welt bereiste, wird auch als „Rebellin des Jugendstils“ bezeichnet. Ihr Zeichenstil wurde von der Naturforscherin Maria Sibylla Merian (1647–1717) und dem britischen Illustrator Aubrey Beardsley (1872–1898) beinflusst und zeichnet sich durch eine mikroskopische Linienführung aus. Die vielseitig begabte Künstlerin war auch eine erfolgreiche Modedesignerin, entwarf uunter anderem avantgardistische Frauenmode und stand auf der Jugendstil-Bühne des Cabaret Fledermaus in Wien.
Hemessen, Catarina van (BEL) 1527-1583 Portraits, religiöse Bilder Mädchen am Spinett (1548); Selbstbildnis van Hemessens (1548); Mädchen am Virginal (1548); Porträt einer Frau (1548); Portrait of a Thirty-One-Year-Old (1550); WomanPortrait eines Kindes (1559); Porträt einer Dame (unbekannt); Portrait eines Mannes (unbekannt). Catarina van Hemessen, Tochter des flämischen Malers Jan Sanders van Hemessen (ca. 1500-1566), malte ihre Portraits stets mit einem dunklen Hintergrund, wobei die porträtierten Personen den Betrachter nicht anschauen (außer bei Selbstbildnisssen).
Höch, Hannah (D) 1889-1978 Dadaismus Schnitt mit dem Küchenmesser (1919); Da Dandy (1919); Dada-Rundschau (Collage, 1919); Mensch und Maschine (1921); Die Braut/Pandora (1924-27); Aus einem ethnographischen Museum (1926); Die Puppe Balsamine (1927); Porträt Hannah Höch (1933); Herbst im Berliner Volkspark Jungfernheide (1936); Bilderbuch (1945); Am Tränenpfuhl (1956); Ausmontierte Seelen (1958). Die in Gotha geborene Hannah Höch war vor allem Grafikerin und Collagekünstlerin des Dadaismus.
Jürgens, Grethe (D) 1899-1981 Neue Sachlichkeit Sinti (um 1925); Kranke Mädchen (1926); Schneiderpuppen (1927); Selbstbildnis (1928); Bildnis Gerta Overbeck (1929); Bildnis des Malers Erich Wegner (1929); Liebespaar (1930); Stillleben mit Gladiolen vor Landschaftsausblick (1930); Blumenmädchen (1931); Dame mit Hut, Selbstbildnis (1932); Stoffhändler (1932); Bildnis Irmgard Wundram (1933); Holzsammler (1934); Ruhende Erntearbeiter (1937); Blick auf Hannover (1948). Grethe Jürgens hat ihren Platz in einer von Männern dominierenden Kunstwelt hartnäckig, zielstrebig – mitunder auch entbehrungsreich – eingefordert. In ihren Zeichnungen und Skizzen hielt die Hannoveranerin meist kleinformatige Portraits und Alltagsszenerien fest.
Kahlo, Frida (MEX) 1907-1954 Surrealismus Die Zeit fliegt (1929); Der Bus (1929); Das fliegende Bett (1932); Selbstbildnis auf der Grenze zwischen Mexiko und den USA (1932); Ein paar kleine Dolchstiche (1935); Der Freitod der Dorothy Hale (1938); Mädchen mit Totenmaske (1938); Selbstbildnis mit Affe (1938); Selbstmord der Dorothy Hale (1939); Die zwei Fridas (1939); Selbstbildnis, Dr. Eloesser gewidmet (1940); Selbstbildnis mit Dornenhalsband (1940); Der Traum (1940); Der verwundete Tisch (1940); Selbstporträt mit Bonito (1941); Selbstbildnis als Tehuana oder Diego in meinen Gedanken (1943); Die gebrochene Säule (1944); Der verwundete Hirsch (1946); Selbstbildnis mit offenem Haar (1947); Die Sonne und das Leben (1947); Es lebe das Leben (1954); 55 von ihren 143 Bildern sind Selbstbildnisse, die meisten mit ernstem Ausdruck.
Koller-Pinell, Broncia (AUT) 1863-1934 Wiener Moderne Kinderporträt – Rupert Koller im Alter von zwei Jahren (1898); Blick über das Wiental (um 1902); Stillleben mit blauem Gefäß (1904); Silvia Koller mit Vogelkäfig (nach 1905); Sitzender Frauenakt (um 1905); Die Mutter der Künstlerin (1907); Sitzende (1907); Selbstporträt (1910); Kutschenfahrt im winterlichen Wald (1910); Der Geist der Ernte (1910-15); Rast auf der Brücke (1910-15); Stillleben mit rotem Elephanten (nach 1920); Porträt Etka, Schwester der Künstlerin (1920); Frau mit Obstschale (1921); Porträt der kurzzeitigen Schwiegertochter Anna Mahler (um 1921); Porträt des Friedrich Eckstein (1920er Jahre); Hinterhof (1925); Kniender Akt (undatiert); Birnen in weißer Schale (undatiert); Sitzender weiblicher Akt (undatiert); Die Klavierspielerin (undatiert); Sitzender Clown – Bajazzo (undatiert). Broncia Koller-Pinell wurde als Bronisława Pineles im damaligen Königreich Galizien geboren und zählt neben Olga Wisinger-Florian, Tina Blau und Marie Egner zu den bedeutendsten Malerinnen Österreichs um die Jahrhundertwende.
Lassnig, Maria (AUT) 1919-2014 Surrealismus, Zeitgenössische Kunst Selbstporträt expressiv (1945); Selbstportät, als Zitrone (1949); Dicke Grüne (1961); Mutter und Tochter (1966-67); Brettl vorm Kopf (1967); Selbstporträt mit Stab (1971); Iris (1971); Selbstbildnis mit Telefon (1973); Palmistry (1974); Woman Power (1979); Der Stammhalter (1979); Schreiende (1981); At Night when Mice Scream (1981); Der rote Zorn (1983/84); Die Weisheit wird mit Blut erkauft (1984); Atlas (1985); Der Tod ist eine Sphinx (1985); Kleines Science-Fiction-Selbstporträt (1995); Sciencia (1998); Zwei Arten zu sein (Doppelselbstporträt, 2000); Mourning (2003). Maria Lassnig zählt heute zu den bedeutendsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr internationaler Durchbruch erfolgte jedoch erst spät in den 1980er Jahren. Bei ihren „Körperbewusstseinsbildern“ (gegen Ende der 1950er Jahre) malte sie ihren Körper mit verschlossenenen Augen. Allein durch die Konzentration auf ihre Physis „erspürte“ sie ihren Körper und brachte das, was was sie fühlte, auf die Leinwand.
Louis, Séraphine (F) 1864-1942 Naive Malerei Les Grandes marguerites (1925); Der Baum des Lebens (1928); Blumen (um 1929); L’Arbre de Paradis (1928-1930); Die Autodidaktin Séraphine Louis (oder auch: Séraphine de Senlis) malte hauptsächich florale Formen (Blumen und Blumenbouquets) in leuchtenden Farben (durch die Emaillefarbe Ripolin hervorgerufen), die in einem Trancezustand entstanden sein sollen und dementsprechend psychedelische Effekte haben.
McNicoll, Helen (CAN) 1879-1915 Impressionismus Selbstporträt (um 1900); Osterlilien (1907); Marktplatz (1910); An English Beach (1910); The Market Cart, Brittany (1910); Montreal im Winter (1911); The Apple Gatherer (1911); The Little Worker (1912); White Sunshade (1912); Cherry Time (1912); Stubble Fields (1912); Sonniger September (1913); The Open Door (1913); Girl With Parasol (1913); Under the Shadow of the Tent (1914); Im Schatten des Baumes (1914); The blue sea, on the beach at St. Malo (1914); Interior (1915); Picking Flowers (1917, postum). Helen McNicoll war seit einer Scharlacherkrankung in der Kindheit gehörlos. Dennoch gilt sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen Kanadas und spielte eine entscheidende Rolle bei der Popularisierung des Impressionismus im Land. Sie starb mit nur 35 Jahren an den Folgen ihrer Diabeteserkrankung.
Modersohn-Becker, Paula (D) 1876-1907 Früher 
Expressionismus
Selbstbildnis, frontal (1897); Worpsweder Landschaft (um 1900); Don Quichote (1900); Kinderkopf mit weißem Tuch (um 1900); Moorkanal mit Torfkähnen (um 1900); Birkenstämme (um 1901); Mädchen im Garten neben Glaskugel (1901/02); Alte Bäuerin mit Ziege (1902); Sonnige Kinder (um 1903); Kind auf rotgewürfeltem Kissen (1904); Mädchen mit Katze im Birkenwald (1904/1905); Stillleben mit Milchsatte auch: Frühstückstisch (1905); Kopf eines kleinen Mädchens mit Strohhut (um 1905); Selbstbildnis vor grünem Hintergrund mit blauer Iris (um 1905); Clara Henriette Sophie Rilke, geb. Westhoff (1905); Stillleben mit Blattpflanze, Zitrone und Apfelsine (1906); Porträt des Rainer Maria Rilke (1906); Liegende Mutter mit Kind (1906); Selbstbildnis zum 6. Hochzeitstag (1906); Zwei Mädchen in weißem und blauem Kleid, sich an der Schulter umfassend (1906); Kniende Mutter mit Kind an der Brust (1906); Selbstporträt (1906); Stillleben mit Zitrone, Apfelsine und Tomate (um 1906/1907); Mädchen mit Storch (1906-07); Kinderakt mit Goldfischglas (1906/1907); Stillleben mit Tonkrug (1907); Selbstporträt mit Kamelienzweig (1907); Der barmherzige Samariter (1907); Mädchen in rotem Kleid vor Sonnenblume (1907); Alte Armenhäuslerin im Garten (1907); Paul Moderssohn-Becker war nur knapp 14 Jahren künstlerisch tätig und schuf in dieser kurzen Zeit 750 Gemälde, rund 1000 Zeichnungen und 13 Radierungen. Da die Künstlerin immer auf der Suche nach der „großen Einfachheit der Form“ und dem lebendigen Ausdruck der Farbe war, waren ihre Werke wegbereitend für die Moderne in Deutschland. Nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde starb sie 31-jährig an einer Embolie. „Wie schade!“ waren ihre letzten Worte, so Otto Modersohn, Ehemann und berühmter deutscher Landschaftsmaler.
Morisot, Berthe (F) 1841-1895 Impressionismus Die Wiege (1873); Eugène Manet auf der Isle of Wight (1874); Kornfeld (1875); Rückenansicht einer jungen Frau in Festkleidung (1875-80); Sommertag (1879); Boote auf der Seine (1879); Stockrosen (1880); Strand von Nizza, 1882); Eugène Manet mit seiner Tochter im Garten (1883); Julie mit ihrem Kindermädchen (1884); Junges Mädchen mit Käfig (1885); Das Bad (1885/86); Liegendes Mädchen (1893); La Coiffure (1894); Im Speiseraum (1895). Berthe Morisot (verheiratete Berthe Manet) heiratete 1874 Eugène Manet, den Bruder des berühmten Malers Édouard Manet, mit dem sie eng befreundet war.
Münter, Gabriele (D) 1877-1962 Expressionismus Das gelbe Haus (1908); Gasse im Murnau (1908); Dorfstrasse in Blau (1908-10); Jawlensky und Werefkin (1909); Bildnis Marianne von Werefkin (1909); Zuhören oder: Bildnis Jawlensky (1909); Gelbes Haus mit Apfelbaum (um 1910); Dorfstraße im Winter (1911); Kandinsky and Erma Bossi am Tisch (1912); From Norway oder: Tjellebotten (1917); Anna Roslund 1891–1941 (1917); Sinnende (1917); Paar in Interieur (1917); Landschaft am Meer (1919); Morgenschatten (1924); Blauer Kegelberg (1930); Das Russenhaus (1931); Blick aufs Gebirge (1934); Staffelsee (1934); Blumen auf Weiß – Zyklamen und Hyazinthe (1934); Frühstück der Vögel (1934); Winterlandschaft in Bayern (1950). Gabriele Münter war die langjährige Lebensgefährtin des berühmten Malers Wassily Kandinsky (1866-1944) und neben Paula Modersohn-Becker sowie Marianne von Werefikin eine der bekanntesten Vertreterin des Expressionismus in Deutschland.
O’Keeffe, Georgia (USA)
1887-1986 Amerikanische Moderne Dead rabbit with the copper pot (1908); Blue 2 (1916); Lake George Reflection (1921); Jimson Weed / White Flower No. 1 (1932). Jimson Weed / White Flower No. 1 wurde 2014 bei Sotheby’s für 44,4 Mio. Dollar versteigert. Damit wurde sie zur teuersten Malerin der Kunstgeschichte.
Prechner, Lotte B. (D) 1877-1967 Expressionismus,
Neue Sachlichkeit
Epoche (1928); Die Jazztänzerin (1929); Die Gebeugten; Zigeunerkind; Torstraße; Ruhe auf der Fluch; Heimwärts; Auswanderer; Drohender Streit; Sturm (alle zwischen 1918 und 1932). Lotte B. Prechner, geb. Lotte Bertha Stein, war auch eine deutsche Grafikerin und Bildhauerin. Nachdem Hitler 1933 an die Macht kam, wurden viele ihrer Aquarelle als „Entartete Kunst“ beschlagnahmt und zerstört. Sie selbst emigrierte mit ihrer Familie 1938 nach Brüssel und überlebte die Nazi-Zeit.
Salomon, Charlotte (D) 1917-1943 Gouachen Charlotte Salomon war die Tochter von Albert Salomon (jüdischer Arzt und Erfinders der Mammografie) und einer manisch-depressiven Mutter, die sich früh das Leben nahm. Sie wuchs daher einsam auf und fand Zuflucht in der Malerei. 1939 emigrierte sie nach Frankreich (Villefranche-sur-Mer bei Nizza), wo sie in nur 18 Monaten über 1.300 Gouachen (wasserbasierende Farben aus grob vermahlenen Pigmenten unter Zusatz von Kreide die der Aquarellfarbe ähnelt) malte. Sie kombinierte biografische und fiktive Elemente zu ihrem überwältigenden Werk „Leben? Oder Theater?“ (1940-1942). Nachdem die Nazis die französische Mittelmeerküste besetzten, wurde sie  verraten und nach Auschwitz deportiert, wo sie am 10.10.1943 (im fünften Monat schwanger) ermordet wird.
Taeuber-Arp, Sophie (CH) 1889-1943  Dadaismus, Abstrakte Kunst  Die Schweizer Malerin, Bildhauerin, Architektin und Tänzerin der Avantgarde war die Ehefrau des deutsch-französischen Malers Hans Arp und malte u.a. Vertikal-horizontale Komposition (1916); Komposition mit Diagonalen und Kreis (1916); Dada-Komposition (1920); Dada-Tapisserie (1920); Ovale Komposition mit abstrakten Motiven (1922); Lignes géométriques et ondoyantes (1941)
Toyen (TCH) 1902-1980 Surrealismus, Poetismus On the Kitchen Table (1929); The Flora of the Sleep (1931); Asleep (1937); Horror (1937); Objekt-fantom (1937); Shooting Gallery I-XII (1940); Relache (1943); A Girl sleeping under the Stars (1944); A Lady with the Violets (1944); A Lady with the Sunshade (1945); The Myth of Light (1946); Paravent (1966); The Gilletes (1967); The Snap (1967); The Smile (1967); Botschaft des Waldes (unbekannt). Die tschechische Malerin Toyen, eigentlich Marie Čermínová, zog 1925 nach Paris und wurde dort zu einer wichtigen Persönlichkeit der Pariser Surrealisten-Gruppe. Sie wählte den Namen Toyen, eine Ableitung von französisch „citoyen“ (Bürger).
Vigée-Le Brun, Louise-Élisabeth (F) 1755-1842 Rokoko, Klassizismus Marie-Antoinette en Chemise (1783); Selbstbildnis (um 1783); Charles Alexandre de Calonne (1784); Mohammed Dervish Khan, der Gesandte Tipu Sultans von Mysore am französischen Hof (1788); Selbstbildnis mit Tochter Jeanne Julie Louise (1789); Julie Lebrun als Badende (1792); Selbstbildnis (1800); Porträt der Opern­sängerin Giuseppina Grassini (1805)
Volkmar, Antonie (D) 1827-1903 Portrait, Realismus, Historische Bilder Künstler auf Reisen (1854); Bildnis einer Dame im graublauen Seidenkleid und Spitzenbluse (1854); Der Verkauf des letzten Kleinods (1858); Abschied der Auswanderer (1860); Der junge Goethe (1862); Geburtstag der Großmutter (1862); Die Bestrafung (1865); Porträt einer Italienerin mit Korallenkette (1866); Junges Mädchen mit Buch (1867); Besinnliche Stunde (1867); Die neue Erzieherin (1868); Bildnis Frau Marianne Perl (1868); Beginn einer Künstlerlaufbahn (1870); Porträt einer jungen Frau (1876); Die Schulfreundinnen (1880); Der Krankenbesuch (1880). Antonie Volkmar studierte in Paris, lebte aber in Berlin, wo sie 1859 das Talent des jungen deutschen Malers Max Liebermann entdeckte.
Werefkin, Marianne von (RUS) 1860-1938 Expressionismus Porträt Vera Repin (1881); Selbstbildnis in Matrosenbluse (1893); Bildnis Alexej Jawlensky (1896); Herbst-Schule (1907); Biergarten (1907); Pferdchen (1907); Das Sängerpaar (1908); Sonntagnachmittag (1908); Der Tänzer Sacharoff (1909); Tragische Stimmung (1909); Die schwarzen Frauen (1910); Zirkus vor der Vorstellung (1910); Selbstbildnis (1910); Der rote Baum (1910); Schindelfabrik (1910); Schlittschuhläufer (1911); Prerowstrom (1911); Die Steilküste von Ahrenshoop (1911); Église St. Anne (1914); La Bise (1917); Le Chiffonier (1917); Schnee über Nacht (1917/18); Mädchenpensionat (1919); La Famiglia (1921); Ave Maria (1927); Die gebürtige Russin Marianne von Werefikin lebte von 1896 bis 1914 in Deutschland und von 1914 bis zu ihrem Tod in der Schweiz. Sie war neben Gabriele Münter und Paula Modersohn-Becker eine der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Expressionismus und gründete den „rosafarbenen Salon“ in München.
Wisinger-Florian, Olga (AUT) 1844-1926 Impressionismus Mühle in Goisern (1880); Mädchen im Garten (1881); Mädchen mit weißem Hasen (1883); Marktplatz von Gars am Kamp (1889); Der Fischmarkt in Venedig (1892); Frühstück in Karlsbad (1895); Rosensstrauß (1895); Fischerbote im Hafen von Ragusa (1895); Berglandschaft (1897); Fallende Blätter (1899); Praterallee im Herbst (1900); Ententeich (1900); Stillleben mit Feldfrüchten (um 1900); Blühender Bauerngarten (um 1900); Blühender Mohn (1904); Blühende Apfelbäume (1906); Landschaft (1906-08); Ulmenallee in Varna am Schwarzen Meer (um 1907); Bauernhaus in Grafenwörth (1909); Im Rosengarten (1910); Aulandschaft (1926); Interieur mit Blick auf einen festlich gedeckten Tisch (1926); Strickende Frau am Fenster (1926); Heuwagen (unbekannt). Die Landschafts- und Blumenmalerin Olga Wisinger-Florian war auch eine talentierte Konzertpianisten und zählt neben Broncia Koller-Pinell, Tina Blau und Marie Egner zu den bedeutendsten Malerinnen Österreichs um die Jahrhundertwende.
Wolfthorn, Julie (D) 1864-1944 Porträtmalerei,
Moderne Kunst
Sitzende Ballettheuse (1892); Mädchen in Worpswede (1897); Titelbild des Magazins Jugend (1898); Mädchen mit blaugrünen Augen (1899); Gitarrenspiel (1900); Flötenbläser (1900); Porträt von Hedda Eulenberg (1901); Porträt des Bildhauers Georg Wolf (1905); Mädchen mit Hut vor offenem Fenster (1910); Mädchen mit roten Haaren (um 1910); In Ferch (1920); Porträt der Marta Baedeker (um 1929); Carola Neher in dem Theaterstück von Noël Coward „Gefallene Engel“ (1929); Steilküste Hiddensee  (1930). Als Jüdin wurde Julie Opfer des Holocaust. Sie starb kurz vor ihrem 81. Geburtstag im KZ Theresienstadt. Ihre Werke galten lange Zeit als verschollen, wurden aber im Jahr 2000 wiederentdeckt.

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Quellen zur Liste „Berühmte Malerinnen aller Zeiten“:

Gemäldebände, Kunstzeitschriften, Wikipedia, Bücher über berühmte Malerinnen, Kunstwebseiten etc.


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