Organe des Menschen


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Welches sind die lebenswichtigsten Organe des Menschen?

Folgende sechs Organe braucht der Mensch dringend zum Überleben: Herz, Lunge, Leber, Nieren, die Haut und das Gehirn. Alle anderen Organe sind zwar ebenfalls wichtig, aber nicht zwingend überlebenswichtig. Sie können nach einem Unfall oder Krebsbefall z.B. komplett oder teilweise entfernt, ausgetauscht und verpflanzt werden.

Welche Organe können gespendet und transplantiert werden?

Folgende Organe können bzw. müssen gespendet werden, um ein Weiterleben zu garantieren: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Darm. Außerdem kann folgendes Gewebe transplantiert werden: Horn- und Lederhaut der Augen, Herzklappen, Haut, Blutgefäße, Knochen-, Knorpel- und andere Weichteile sowie Gewebe, das aus Bauchspeicheldrüse oder Leber gewonnen wird.

Welches ist das größte Organ im menschlichen Körper?

Die Haut ist bei weitem das größte menschliche Organ. Die Hautoberfläche eines durchschnittlichen Erwachsenen beträgt etwa 1,7 qm, wiegt etwa 9 kg und ist zwischen 1 mm (Augenlid) und 4 mm (an Handflächen und Fußsohlen) dick. Sie hat außerdem rund 250.000 Kälte- und 30.000 Wärmerezeptionen.

Um die wichtigsten Daten, Zahlen, Fakten über alle Organe des Menschen zu erfahren, sollten Sie sich ein paar Minuten Zeit nehmen und durch die folgende Liste klicken! Machen Sie sich schlau! Und erfahren Sie Unglaubliches über die Größe des Gehirns und über die Wichtigkeit der Bauchspeicheldrüse.

Nur kurz vorweg: Unsere Organe arbeiten eng zusammen wie ein eingespieltes Team. Jedes Organ hat zwar seine eigenen Aufgaben, ist aber mit den anderen über Zellen, Blutbahnen, Nervenstränge oder Gewebe vernetzt. Diese Verbindungen sind lebenswichtig, denn nur gemeinsam sichern sie den komplexen Ablauf des menschlichen Organismus. Nicht in dieser Liste enthalten sind die Sinnesorgane Augen, Ohren, Nase und Zunge.

Mit Klick auf + finden auch Smartphone-User die Aufgaben aller Organe des Menschen.

Organe des Menschen Eigenschaften, Lage Aufgaben, Funktion
Bauchspeichel-drüse Die „Pankreas“ ist ein keilförmiges Organ, das etwa 16 bis 20 cm lang, 3 bis 4 cm breit und bis zu 2 cm dick wird. Mit dem Gewicht von bis 100 g liegt es hinter dem Bauchfell zwischen Magen, Leber und Milz und hat eine direkte Verbindung zum Zwölffingerdarm. Produziert viele Verdauungsenzyme, die Eiweisse, Kohlenhydrate und Fette voneinander trennt. Bildet auch die Hormone Insulin und Glucagon, die den Blutzuckerspiegel regeln.
Blase (Harnblase) Die „Vesica urinaria“ fasst bis zu 550 ml Urin, bei Männern sogar bis zu 750 ml. Die Harnleiter (paarweise angelegte, muskuläre Hohlorgane) verbinden die Nieren (in denen das Blut gereinigt wird) mit der Blase und transportieren die (in der Niere) gefilterten Giftstoffe (Urin) in die Blase. Speichert den Urin, der durch die Blutreinigung in der Niere entsteht und entfernt durch sein Ausscheiden (über die Harnröhre) alle Giftstoffe (Harnstoffe, Chloride, Natrium, Kalium, Kreatin, Bikarbonat, Harnsäure) aus unserem Körper. Übrigens: Die männliche Harnröhre wird von der Prostata (einer Geschlechtsdrüse) umschlossen, die das Prostatasekret (einen Teil der Samenflüssigkeit) produziert.
Blut Durch unseren Körper fließen im Durchschnitt 5 bis 7 Liter „Sanguis“; es besteht aus 56 % Blutplasma und 44 % Blutzellen (rote = Erythozyten; weiße = Leukozyten; Blutplättchen (Thrombozyten); Zuckergehalt 0,1 %. Blutplasma transportiert Nähr- und Abfallstoffe; rote Zellen transportieren Sauerstoff und Kohlendioxid, die weißen Zellen wehren Krankheitserreger ab und die Plättchen sind für die Blutgerinnung zuständig.
Darm Der „Intestinum“ ist ca. 8 m lang und 2 kg schwer; unterteilt in Dünndarm (Zwölffinger-, Leer- und Krummdarm) und Dickdarm (Blind-, Grimm- und Enddarm). 1.) Verdauung und Aufnahme der Nahrung (Eiweiß, Kohlenhydrate, Salze, Vitamine u. Fette). 2.) Entzieht dem Speisebrei die Flüssigkeit 3.) Ausscheidung des Stuhls.
Gallenblase Die „Vesica fellea“ ist ein 6 bis 10 cm langes und höchstens 4 cm breites, birnenförmiges Hohlorgan. Sie liegt unterhalb der Leber in der Nähe des Zwölffingerdarms. Speichert und spendet Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird und die der Organismus zur (Fett)verdauung braucht.
Gebärmutter Der „Uterus“  hat die Form einer auf dem Kopf stehenden Birne. Das Hohlorgan ist ca. 7 cm lang, 5 cm breit und wiegt zwischen 30 und 120 g. Am oberen Ende befinden sich zwei seitlich verlaufende Eileiter (Tuba uterina), die den Transport der Eizellen von den Eierstöcken (Ovarien) zur Gebärmutter übernehmen. In der Gebärmutter wachsen und reifen die befruchteten Eizellen vor der Geburt zu einem Embryo bzw. Fetus heran. Damit es überhaupt so weit kommen kann, bildet sie die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die zur Einnistung einer befruchteten Eizelle notwendig ist. Diese wird im monatlichen Zyklus hormonell gesteuert auf- bzw. abgebaut. Kommt es in diesem befruchtungsfähigen Zeitraum nicht zur Befruchtung, dann erfolgt die Monatsblutung (Menstruation).

Blutgefäße /Adern Die Gesamtlänge aller Blutgefäße („Vas sanguineum“) beträgt ca. 100.000 km. Das Blut zirkuliert darin durchschnittlich 1.440 mal täglich durch den Organismus. Die Hauptschlagader = Aorta, Schlagadern = Arterien (führen Blut weg vom Herzen), Blutadern = Venen (führen Blut zum Herzen) und Haargefäße (Kapillaren) bilden dabei einen Kreislauf. Adern & Venen sind natürlich keine Organe des Menschen, dennoch sind sie (über)lebenswichtig und haben vielfältige Aufgaben. 1) Sie transportieren sauerstoffreiches Blut aus den Lungen zu den Zellen und kohlenstoffdioxidreiches Blut zurück 2.) Sie führen Nährstoffe aus der Verdauung ins Gewebe 3.) Sie bringen Abfallprodukte zu den Ausscheidungsorganen Niere und Darm.
Gehirn Das weibliche „Cerebrum“ wiegt 1.245 g, das der Männer 1.375 g. Es verbraucht ca. 20-25% all unserer Energie und besteht aus 19 Mrd. (bei Frauen) bis 23 Mrd. Nervenzellen (Somata) und 100 Billionen Synapsen. Die Nervenbahnen sind insgesamt 5,8 Mio. km lang (= 145-facher Erdumfang). Man unterscheidet Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn und Hirnstamm. Verarbeitet Sinneseindrücke, koordiniert Verhaltensweisen und speichert Infos. Das Großhirn ist für Wahrnehmung, Denken und Handeln zuständig, das Zwischenhirn verarbeitet Gefühle wie Liebe, Angst oder Wut und das Kleinhirn steuert u.a. das Gleichgewicht beim Gehen oder Tanzen. Die linke Gehirnhälfte denkt „rational und logisch“, speichert Zahlen und und steuert das Sprachzentrum. Die rechte Hälfte denkt „kreativ & nonverbal“, erkennt Farben, Musik und Bilder.
Geschlechts-organe Beim Mann bildet der Penis zusammen mit dem Hodensack (Skrotum) das äußere Genital. Der Penis, der aus drei Schwellkörpern und einem Samenleiter besteht, misst im erschlafften Zustand von der Peniswurzel bis zur Eichel (Glans penis) etwa 7 bis 10 cm und im erigierten Zustand 12-18 cm. Sein Umfang beträgt 9 bis 13 cm. Im Hodensack befinden sich zwei Hoden (Keimdrüsen bzw. Gonaden) und ihren aufliegenden Nebenhoden. Das weibliche Geschlechtsorgan ist die Scheide (Vagina), ein etwa 8-12 cm langer Muskelschlauch. Er beginnt mit dem Scheideneingang und endet mit dem Gebärmutterhals (Zervix), dessen Öffnung der sogenannte Muttermund (Portio) ist. Die Geschlechtsorgane beider Geschlechter dienen der menschlichen Fortpflanzung. Der Penis transportiert das Sperma in die inneren Geschlechtsorgane der Frau. Zuvor werden die Spermien – wie auch das männliche Geschlechtshormon Testosteron -in den Hoden gebildet. Nach einer Befruchtung der Eizelle (Zygote) und der erfolgreichen Einnistung (Nidation), wächst die Gebärmutterschleimhaut weiter und bildet zusammen mit dem Trophoblasten die Plazenta, die die Versorgung des heranwachsenden Embryos sicher stellt.
Haut Die „Derma“ ist das größte (ø 1,73 qm), schwerste (10-14 kg) und vielseitigste Organ mit einem bestverträglichen pH-Wert von 5,5. Auf der Oberfläche befinden sich insgesamt rund 2,4 Mio. Schweißdrüsen, davon etwa 170 auf der Stirn und 370 auf der Handinnenseite. Unsere Haut nimmt Reize auf, schützt vor Umwelteinflüssen (UV-Strahlungen und Infektionen), vor Überhitzung (Schweiß), vor Wärmeverlust (Haare) und vor Verletzung (Hornhaut). Sie ist zudem ein Sinnesorgan, welches Druck, Wärme, Kälte und Schmerz empfinden und weiterleiten kann.
Herz Das „Cor“ bzw. „Cardia“ ist ein faustgroßes, muskuläres Hohlorgan; ca. 300-350 Gramm; rechte und linke Herzhälfte bestehen aus je einer Kammer und einem Vorhof. Schlägt ca. 100.000 mal am Tag und im Leben bis zu 3 Milliarden mal. Pumpt dabei im Ruhezustand 4,9 Liter Blut/Minute – bei großer Anstrengung sogar 20-25 Liter Blut/Minute in ein ca. 150.000 km langes Netz von Schlagadern, Venen und Kapillaren. Von allen Organen ist das Herz der Motor unseres Lebens.
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Leber Die „Iecur“ oder „Hepar“ ist die größte Drüse unseres Körpers. Sie hat eine weiche, glatte Oberfläche und wiegt 1,5 bis 2 kg. Ihr Gewebe besteht aus ca. 100.000 linken und rechten Läppchen. Speichert Energievorräte (Vitamine und Kohlenhydrate), entgiftet und baut Nährstoffe ab; regelt Fett- und Zuckerstoffwechsel; produziert Galle (zur Fettverdauung) und lebenswichtige Eiweißstoffe  (Gerinnungsfaktoren). Bis zu 90 % allen Alkohols wird in ihr abgebaut, um den Rest kümmern sich Niere und Lunge.
Lunge Die „Pulmo“ wiegt ca. 1 Kilo und hat aufgrund der 400 Millionen Lungenbläschen (Alveolen) eine Gesamtoberfläche von etwa 80 bis 120 qm. Ihr Gesamtvolumen beträgt rund 6 Liter, gerade so viel wie pro „ruhiger“ Minute ein- und ausgeatmet werden (5-8 Liter). Ein Atemzug umfasst in der Ruhephase rund 0,5 und bei Belastung bis zu 3,5 Liter. Der (kleinere) linke Lungenflügel besteht aus zwei Lappen, der rechte aus drei Lappen.  Gasaustausch zwischen der Atemluft und dem Blutkreislauf sprich: Aufnahme von Sauerstoff in den Körper und Abgabe von Kohlendioxid aus dem Körper.
Magen (Bauch) Der „Ventriculus“ ist ein Hohlorgan und besteht hauptsächlich aus Muskelgewebe. Der Magen sitzt unter Leber und Bauchspeicheldrüse. Sein Fassungsvermögen ist unterschiedlich groß, i.d.R. fasst er aber ca. 1,5 Liter. Setzt Magensaft, Magensäure (pH-Wert 1-1,5) und Pepsin frei, um jede Nahrung in einen Brei zu verwandeln. Die Magensäure (0,5%ige Salzsäure) ist so ätzend, dass sie selbst Metalle zersetzen kann. Die Magenwand wird durch eine Schleimschicht vor der Säure geschützt. Der Nahrungs- und Speisebrei (Chymus) wird schließlich am sog. „Pförtner“ vorbei in den Darm weitergeleitet, wo die eigentliche Verdauung stattfindet.
Milz Die Milz ist etwa so groß wie eine halbe Postkarte (7 x 11 cm) und wiegt zwischen 150 und 200 Gramm. Sie sitzt im Bauchraum über der linken Niere und unterhalb des Zwerchfells. Vergrößert sich die Milz kann das ein Zeichen für Leukämie oder Malaria sein. Die Milz bildet Lymphozyten und speichert Monoxyden (beide gehören zu den weißen Blutkörperchen). Außerdem bekämpft sie körperfremde Stoffe (wie Antigene, Viren und Bakterien) und sortiert altersschwache rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) aus.
Muskel Etwa 650 „Musculus“ wiegen zusammen 30 bis 40 kg; jeder Muskel besteht aus elastischem Bindegewebe, bis zu 12 Fasern und Zellen. Unterstützt den gesamten Bewegungsablauf; ist Grundlage der aktiven Fortbewegung und der Funktionsfähigkeit vieler innerer Körperfunktionen. Sie regen außerdem unseren Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem.
Niere Beide bohnenförmige Nieren („Ren“ bzw. „Nephros„) wiegen zusammen ca. 300 Gramm. Sie liegen in der Lendengegend beiderseits der Wirbelsäule. Durch die Nieren fließen täglich rund 1.600 Liter Blut, welches von über 1,2 Millionen Nierenkörperchen gefiltert wird. Dadurch   werden a) Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels (Harnstoffe und Harnsäure), b) körpereigene sowie c) fremde Giftstoffe in Form von Harn ausgeschieden. Täglich entsteht so eine Harnmenge von ca. 1 bis 2 Litern, die über die Harnleiter zur Blase weitergeleitet wird. Die Nieren regeln zudem den Wasser- und Salzhaushalt unseres Körpers.
Schilddrüse Die „Glandula thyroidea“ hat die Form eines Schmetterlings und sitzt vor der Luftröhre unterhalb des Kehlkopfes. Bei Erwachsenen ist die Schilddrüse durchschnittlich 7-10 cm breit und 20-50 g leicht. Bildet und speichert die beiden Schilddrüsen-Hormone Triiodthyronin und Thyroxin sowie das Hormon Calcitonin, die allesamt (lebens-)wichtig für den Energiestoffwechsel und das Zellwachstum des gesamten Organismus sind. Calcitonin regelt gemeinsam mit dem in der Nebenschilddrüse gebildeten Parat-Hormon den Calcium- und Phosphathaushalt des Körpers/Blutes.
Skelett Das „Skeletos“ besteht bei einem Erwachsenen aus 206-214 Knochen, die Wirbelsäule aus 33 Wirbel. Das Skelett wiegt etwa 12 % des Körpergewichtes. Trägt und stützt die gesamte Körperstruktur. Das Skelett und die Knochen sind keine festen, starren Gebilde. Im Gegenteil. Sie sind lebendig, passen sich den Umständen an, heilen Brüche und bilden sich ständig neu. Bis etwa zum 25. Lebensjahr wachsen sie, ab dem 40. Jahr beginnt der Knochenabbau.
Zwerchfell Das „Diafragma“ ist der wichtigste Atemmuskel und besteht aus Muskeln und Sehnen. Das Zwerchfell ist kuppelförmig, ca. 3 bis 5 cm dick und trennt die Brusthöhle von der Bauchhöhle. Mittels Kontraktionen pumpt das Zwerchfell 60 bis 80 % der eingeatmeten Luft (im Ruhezustand) über die Bronchien in die Lungen. Durch die Kontraktion hebt und senkt sich der Brustkorb. Eine Verkrampfung des Zwerchfells führt häufig zu Schluckauf.

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