Otis Redding, King of Soul


Otis Redding – the King of Soul – starb viel zu früh mit 26 Jahren bei einem Flugzeugabsturz. Mit ihm kamen 4 Mitglieder seiner damaligen Begleitband „The Bar-Kays“ ums Leben. Nur der Trompeter Ben Cauley überlebte den Absturz. Und auch der Bassist James Alexander, der gar nicht erst im Flieger saß, weil er der den Abflug verpasste.

So geschehen am 10. Dezember 1967. Otis Redding wollte nach einem Fernsehauftritt in Ohio noch unbedingt zu einem Radio-Interview nach Wisconsin. Trotz Schlecht-Wetter-Warnung. 

Obwohl Otis Redding seinen Durchbruch erst 1962 hatte, wird er aufgrund seines Talents, seiner Experimentierfreudigkeit, seiner neuen Rhythmen und nicht zuletzt aufgrund seiner Stimme heute immer noch als „King of Soul“ verehrt.  In vielen Songs finden sich musikalische Elemente, die auch heute noch oft und gerne verwendet werden, wie es z.B. aus dem Song „Trump“ deutlich zu erhören ist.

Seine größten Erfolge erlebte er leider nicht mehr. Viele Songs wurden erst postum zu erfolgreichen Hits wie z.B. Sittin on the Dock of the Bay. Diesen Welthit nahm er drei Tage vor seinem Tod erstmals in einem Studio auf. Ein Song, der die höchsten Auszeichnungen (u.a. zwei R&B Grammys, Goldene Schallplatte etc.) verliehen bekam und später in die Grammy Hall of Fame aufgenommen wurde.

Das Besondere daran: Otis hatte sich kurz vor den Aufnahmen die Polypen entfernen lassen – und bekam dadurch eine noch bessere Stimme. 

Viele weitere – von ihm geschriebenen Songs – wurden ebenfalls postum zu Soul-Klassikern. Allerdings interpretiert und gesungen von anderen Sängern wie z.B. der Soul-Klassiker Respect, der erst durch Aretha Franklin weltbekannt wurde. Oder Papa’s got a Brand new Bag, gesungen von James Brown. Oder Knock on Wood, als Disco-Version von Amii Stewart zum Verkaufsschlager gemacht. Oder Hard to Handle, 1991 von der Rockband „The Black Crowes“ erfolgreich recovered. Oder oder oder, die Liste ist lang.

Randnotiz:

Die beiden Überlebenden von „The Bar Kays“ bauten ihre Band 1968 wieder auf und wurden mit dem Lead-Sänger Larry Dodson zu einer der erfolgreichsten Funk-Bands in den USA. Ihre größten Erfolge waren z.B. Sexomatic oder „Soul Finger„.

In Erinnerung an Otis Redding, The King of Soul (9.9.1941 – 10.12.1967)

Otis Redding, The King of Soul

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