Taschenhirn als Buch bei Amazon Verlag + Quiz Spiel im Das Erdzeitalter und die Entstehung des Lebens im Überblick - 9inline Quiz Spiel App

Die Entstehung des Lebens ist eine lange und komplizierte Geschichte. Sie beginnt vor ca. 4,5 Mrd. Jahren (also rund 9,1 Mrd. Jahren nach dem Urknall) mit der Bildung der Ur-Erde. Dauer und Zeiträume unserer Evolutionsgeschichte sind aber nur schwer „vorstellbar“. Verständlicher wird die Entstehung des Lebens durch diesen 24-Stunden-Vergleich, der sog. „Uhr des Lebens“.

00:00 Uhr: Vor ca. 4,5 Mrd. Jahren entsteht die Ur-Erde (Präkambrium). 
16:00 Uhr: Erst am späten Nachmittag bilden sich erste mehrzellige Organismen.
21:00 Uhr: In der „kambrischen Explosion“ (vor 570 Mio.) wächst eine tierische Vielfalt im Meer.
22:00 Uhr: Im „Devon“ (vor 420 Mio.) erobern die ersten Pflanzen (Moose, Farne) Land.
22:15 Uhr: 
Amphibien springen an Land, gefolgt von ersten Reptilien.
22:45 Uhr: Erste Dinosaurier betreten Leben vor 235 Mio. 
Jahren. Und bleiben 169 Mio. Jahre auf der Erde.
23:00 Uhr: Die Dinosaurier sterben vor 66 Mio. Jahren aus. Und machen Platz für die Säugetiere.
23:59 Uhr: Primaten und aufrecht gehende Sapiens entwickeln sich.
23:59:57 Uhr: Erst seit 3 Sekunden existiert der moderne Mensch. Wir sind gespannt, wie lange er sich (noch) hält.

Vor 
Mio. Jahren
Entstehung des Lebens Dauer (in Mio.
Jahren)
Äon 
> Ärathem
Ära, Zeitalter Perioden & Epochen
13.700- 4.600  Nach dem Urknall vor rund 13,7 Mrd. Jahren kreisen winzige Materiekörnchen in einer Gas- und Staubwolke um die Sonne. Im Laufe von 9 Mrd. Jahren ballt sich in dieser Wolkenmitte die Sonne zusammen. Die weiter außen fliegenden Partikel verschmelzen miteinander und bilden glühende Klumpen oder Brocken. 9.100 Vom Urknall bis zur Bildung der Erde. nicht benannt  nicht benannt 
4.600-4.000 Aus den größeren Klumpen formen sich Planetensimale, die Vorläufer und Bausteine unserer Planeten. Darunter auch die Ur-Erde, die sich vor rund 4,5 Mrd. Jahren zu einem Feuerball formte. Ständig stürzen weitere Klumpen und Eisbrocken („Großes Bombardement“) auf unseren Protoplaneten. So gelangen Minerale und Wasser auf die Erde, welches für die  Entstehung des Lebens unentbehrlich ist. 600 Hadaikum 

Beginn des
Präkambriums 
(4,56 Mrd. bis 541 Mio. Jahre) 
 
4.000-3.600 Der aufgeheizte Planet kühlt ab. Die Erdkruste verfestigt sich, Vulkane und Berge entstehen nach unzähligen Meteoriteneinschlägen. Nach rund 4 Mrd. Jahren ist die Erde soweit abgekühlt, das auch Wasserdampf in der Atmosphäre kondensieren und in gewaltigen Gewittern abregnen kann, wodurch das „Ur-Meer“ entsteht. Aus diesem Ur-Ozean wachsen vermutlich die ersten vulkanischen Inseln und später ganze Kontinente. 400 Archaikum  Eoarchaikum  
3.600-3.300 Methan und Ammoniak lösen sich (durch das damals noch stärkere Sonnenlicht) in der Atmosphäre auf. Ihr Sauerstoff-Gehalt
entweicht dadurch ins All, zurück bleiben Kohlendioxid und Stickstoff. Im Ur-Meer können erste organische Organismen (einzellige Bakterien) nachgewiesen werden.
300  Archaikum  Altarchaikum  
3.300-2.800 Die Erdkruste bricht immer wieder auf. Bruchstücke schieben sich über- und untereinander. Durch diese dauerhafte Plattentektonik entsteht der erste Superkontinent Vaalbara vor rund 3,3 Mrd. Jahren. Vor rund 3 Mrd. Jahren entstehen erste pflanzenähnliche Cyanobakterien. 500 Archaikum  Mittelarchaikum  
2.800-2.500 Durch die stetige Bildung von Landmasse steigt die biologische Produktivität. Durch die zunehmende Photosynthese der Cyanobakterien sinken die Treibhausgase in der Atmosphäre. Die Erde kühlt so sehr ab, dass die erst globale Vereisung entsteht. 300 Archaikum  Neoarchaikum  
2.500-1.600 Die 1. große „Huronische Eiszeit“ (vor 2,4 bis 2,1 Mio. Jahre) bricht an. Der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre steigt danach durch die Photosynthese von Einzellern weiter an. 900  Proterozoikum Paläoproterozoikums
  • Siderium (2.500–2.300)
  • Rhyacium (2.300–2.050)
  • Orosirium (2.050–1.800)
  • Statherium (1.800–1.600)
1.600-1.000 Rodinia, der erste Superkontinent, umfasst die gesamte Landmasse. Erste Protisten (Einzellergruppen mit Zellkern, kleinen Organen und komplex gebauten Zellen) entstehen vor rund 1,5 Mrd. Jahren. Vor rund 1 Mrd. Jahren erreicht die Atmosphäre den heutigen Sauerstoff-Gehalt. 600 Proterozoikum  Mesoproterozoikum
  • Calymmium (1.600–1.400)
  • Ectasium (1.400–1.200)
  • Stenium (1.200–1.000)
1.000-541 Aus den Protisten entwickeln sich Schwämme, Anelliden (Ringelwürmer), Quallen und vor ca. 600 Mio. Jahren auch die ersten algenartigen Pflanzen. 459 Proterozoikum Neoproterozoikum
  • Tonium (1.000–850)
  • Cryogenium
    > Sturtische Eiszeit (850–635)
  • Ediacarium (635–541)
541-521 „Kambrische Explosion“ – Rasante Entwicklung von wirbellosen Tiere. Globale Erwärmung, Rodinia zerfällt in den Großkontinent Gondwana und die Kontinente Laurentia, Baltica, Sibirien und andere Kleinkontinente. 20 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Kambrium  Terreneuvium
520-509 Erste Chordatiere und Spurenfossilien (Trichophycus pedum). 11  Phanerozoikum 
Paläozoikum
Kambrium 2. Serie
509-497 Marine Pflanzen besiedeln den Meeresboden. 12  Phanerozoikum 
Paläozoikum
Kambrium 3. Serie
497-485,4 Auftritt erster Trilobiten (im Meer lebende Gliederfüßer). 11,6 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Kambrium  Furongium 
485,4-470 Die ersten kieferlosen Fische entwickeln sich. 15,4 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Ordovizium Unter-Ordovizium
470-458,4 Vor rund 460 Mio. Jahren wird die Erde langsam grün und die Entstehung des Lebens gewinnt an Fahrt. Erste Pflanzen wie Moose, Farne und Pilze wachsen auf Grund und Boden. 11,6 Phanerozoikum
Paläozoikum 
Ordovizium Mittel-Ordovizium
458,4-443,4 Größte Gletscherbildung und Massensterben von Lebewesen. 15 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Ordovizium Ober-
Ordovizium
443,4-433,4 Durch die Kollision der Kontinente Laurentia und Baltica bildet sich der kaledonische Faltengürtel und der Kontinent Laurussia. Aufkommen der ersten kieferartigen Lebewesen in den Meeren. 10  Phanerozoikum
Paläozoikum 
Silur Llandovery
433,4-427,4 Großes Massensterben der Meeresbewohner durch starken Vulkanismus und plattentektonische Bewegungen. Phanerozoikum 
Paläozoikum
Silur Wenlock
427,4-423 Bildung von Graptolithen (maritimer Kleintierchen) und einzelner Acritarchen-Arten (Micro-Fossilien). 4,4  Phanerozoikum 
Paläozoikum
Silur  Ludlow 
423-419,2 Erste fossile Funde von Knochenfischen. 3,8 Phanerozoikum
Paläozoikum 
Silur Pridolium
419,2-393,3 Durch das tropische Klima entstehen große Riffe. 25,9 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Devon Unterdevon
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393,3-382,7 Schnelle Verdunstung von Flachmeeren und Entstehung von Steinsalzvorkommen. Ausbreitung von Knorpelfischen wie Rochen und Haien. Im Süßwasser entwickelt sich der  Crossopterygier, das Bindeglied zwischen Fischen und Amphibien. 10,6 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Devon Mitteldevon
382,7-358,9 Die ersten Wirbeltiere (Ursalamander) schaffen den Sprung aus dem Wasser und besiedeln erstmals Landfläche. Auch Insekten und Skorpione breiten sich aus. Auftreten der ersten Nadelbäume und Samenpflanzen. 23,8 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Devon Oberdevon
358,9-323,2 Beginn der Karoo-Eiszeit. Große Steinkohle-vorkommen bilden sich durch die Besiedelung von Pflanzen. Aufkommen von Riesenbäumen und Kohlesümpfen. Bildung von Gebirgsfaltungen. 35,7 Phanerozoikum
Paläozoikum
Karbon Mississippium
323,2-298,9 Das Ausbreiten von Pflanzen auf dem Land und der durch die Photosynthese weiter steigende Sauerstoffgehalt in der Luft begünstigt die Entwicklung vieler Insektenarten. 24,3 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Karbon Pennsylvanium
298,9-272,3 Ein kühles wie trockenes Klima sorgt für Wüsten mit tropischem Klima und Vereisungen des südlichen Gondwana. 26,6 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Perm Cisuralium
272,3-259,9 Ende der Karoo-Eiszeit. Großes Massensterben, besonders in den Meeren, durch vulkanische Aktivität und dem Anstieg von Kohlenstoffdioxid. 12,4 Phanerozoikum 
Paläozoikum
Perm Guadalupium
259,9-252,2 Das Abfallen des Meeresspiegels (Regression) führt zu einem Massenaussterben. 7,7 Phanerozoikum
Paläozoikum
Perm  Lopingium 
252,2-247,2 Auftreten der Archosaurier. Die Pole sind weitgehend eisfrei. Die Verschmelzung von Laurasia und Gondwana bildet den Superkontinent Pangea. 5,0 Phanerozoikum 
> Mesozoikum
Trias Untertrias
  • Indusium (252,2–251,2)
  • Olenekium (251,2–247,2)
247,2-235,0 Erstmals treten Conodonten (Mikrofossilien) und  Ammoniten (Schalentiere) im Meer auf. In Europa herrscht ein subtropisches Klima. 12,2 Phanerozoikum 
> Mesozoikum
Trias Mitteltrias
  • Anisium (247,2–242)
  • Ladinium (242–235)
235,0-201,3 Vor rund 235 Mio. Jahre treten die ersten Dinosaurier auf und behaupten sich 169 Mio. Jahre lang – bis sie vor 66 Mio. Jahren plötzlich (an den Folgen eines Meteoriteneinschlags) aussterben. Auch die ersten Säugetiere entwickeln sich in dieser Zeit. 33,9 Phanerozoikum
> Mesozoikum 
Trias Obertrias
  • Karnium (235–228)
  • Norium (228–208,5)
  • Rhaetium (208,5–201,3)
201,3-174,1 Laurasia und Gondwana driften wieder auseinander, Pangea beginnt zu zerfallen. Viele Niederschläge und feucht-warmes Klima. 27,2 Phanerozoikum 
> Mesozoikum
Jura Unterjura
174,1-163,5 Ausbreitung von Wäldern in den vorherigen Wüstengegenden. Entwicklung von Tropenwäldern mit hohen Bäumen, aber auch Schachtelhalme und Farne. Zeitalter der Dinosaurier mit vielen verschiedenen Arten. 10,6 Phanerozoikum
> Mesozoikum 
Jura Mitteljura
163,5-145,0 Beginnender Zerfall des Riesenkontinents Gondwana. Der Archaeopteryx, der Vorfahre der heutigen Vögel, besiedelt die Lüfte.  18,5 Phanerozoikum
> Mesozoikum 
Jura Oberjura
145,0-100,5 Hoher Meeresspiegel und mehrere Überflutungen der Kontinente. Der Südatlantik beginnt sich zu öffnen. Überwiegend Nadelbäume und Farne. Es entwickeln sich die ersten Blütenpflanzen. 44,5 Phanerozoikum
> Mesozoikum
Kreide Unterkreide
100,5-66,0 Gegen Ende der Oberkreide (vor 66 Mio. Jahren) führt der Meteoriteneinschlag „Chicxulub-Einschlag“ in Yucatan, Mexiko zum Massensterben aller Dinosaurier. Auch die meisten Pflanzen und Säugetiere verschwinden schlagartig. 34,5 Phanerozoikum
> Mesozoikum
Kreide Oberkreide
66,0-56,0 Feuchtes und warmes Klima, Entwicklung der kleinen Säugetiere und Vögel. Zunahme der Arten. 10,0 Phanerozoikum
> Känozoikum

Paläogen

Paläozän
56-33,9 Starker Vulkanismus, Entstehung der Braunkohle. Berühmteste fossile Funde (wie Urpferdchen, Fledermäuse und Fische) in der Grube Messel bei Darmstadt. 22,1 Phanerozoikum 
> Känozoikum
Paläogen Eozän
33,9-23,03 Auffaltung der Alpen und der Rocky Mountains. Die modernen Säugetiere tauchen auf. 10,87 Phanerozoikum 
> Känozoikum
Paläogen Oligozän
> Känozoisches Eiszeit
23,03-5,33 Es bildeten sich Erdöl- und Erdgasvorkommen. In Nordamerika, Afrika und Europa breiten sich Steppen durch die Erderwärmung aus. Es existieren Affenarten wie der Oreopithecus, Pliopithecus und Dendropithecus. 17,7  Phanerozoikum
> Känozoikum 
Neogen Miozän 
> Känozoisches Eiszeit
5,33-2,58 Funde des Australopithecus afarensis – besser bekannt unter dem Namen „Lucy“ in Äthiopien. Sie ist eine der frühesten Formen der Gattung Homo und lebte in der Steinzeit vor 3,8 bis 2,9 Mio. Jahre. 2,75 Phanerozoikum
> Känozoikum 
Neogen Pliozän
> Känozoisches Eiszeit
2,58-11.700 vor Christus Die ersten Urmenschen Homo rudolfensis (2,5-1,8 Mio.), Homo habilis (2,1-1,5 Mio.), Neandertaler (150.000-30.000) u.a. beleben die Erde. Die erste Auswanderungswelle aus Afrika begann vor 1,8 Mio. Jahren. Aber nur eine einzige Gattung überlebt in Afrika: Der Homo sapiens (seit rund  300.000 Jahren). Riesige Säugetiere, wie das Mammut, besiedeln die Erde. 2,47 Phanerozoikum
> Känozoikum
Quartär Pleistozän
> Känozoisches Eiszeit
11.700 v. Chr.-heute Beginn von Ackerbau und Viehzucht sowie die Entwicklung von ersten Metallwerkzeugen in der Bronzezeit (2.200-800 v. Chr.) und Eisenzeit (1.200-300 v. Chr.). Ab dem 18. Jahrhundert folgt die industrielle Revolution. Es beginnt die Epoche „Anthropozän“, in der wir Menschen Einfluss nehmen auf biologische, geologische und klimatische Bedingungen auf der Erde. 11.700 Jahre  Phanerozoikum 
> Känozoikum
Quartär Holozän
> Känozoisches Nacheiszeit

Höchste Berge der Welt 
<
 Mutter Erde

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