Wissenschaftler A-E

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Berühmte Wissenschaftler */† Fachgebiet NP Errungenschaften großer Chemiker, Physiker, Mediziner, Mathematiker und Biologen
Al Khwarizmi, Muhammad, IRAN 780-850 vor Chr. Mathematik, Astronomie   Ihm verdanken wir die sog. arabischen Zahlen 0-9 (die er von den Indern übertrug), die vier Grundrechenarten (Addieren, Subtrahieren, Mulitplizieren und Dividieren) sowie Algebra und Algorithmen.
Alberti, Leon Battista, IT 1404-1472 Mathematik Physik   Vielseitiges Talent; studierte Physik, Mathematik, Jura und Kunst, wurde als Reiter, Athlet, Musiker und Komponist bewundert, machte Erfindungen, war Architekt und Schriftsteller in mehreren Sprachen.
Alzheimer, Alois, D 1864-1915 Medizin Pychologie   Veröffentlichte 1906 die Studie „Eine eigenartige Krankheit der Hirnrinde“ und fand zuvor Eiweißablagerungen im Hirn seiner „verblödeten“ Patientin Auguste aus dem Frankfurter Irrenhaus.
Ampère, André M., F 1775-1863 Mathematik Physik   Gilt als Begründer der Elektrodynamik; entdeckte, dass elektrische Ströme anziehende und abstoßende Kräfte aufeinander ausüben, die Ursache des Magnetismus. Sein Name steht für die Stromstärke.
Anaxagoras von Klazomenai 499-428 vor Chr. Astronomie Philosophie   Universaler Kopf; war u.a. Begründer der Meteorologie, fand Ursachen zur Entstehung von Wind, Wolken, Blitz und Donner, erklärte Mondphasen und Finsternisse, experimentierte an Körper und Gehirn u.v.m.
Archimedes, GR 287-212 vor Chr. Mathematik, Physik, Mechanik   Allround-Genie; ermittelte die Zahl Pi; begründete die heutige Integralrechnung, entdeckte das „spezifische Gewicht“, als er in eine vollgelaufene Wanne stieg. „Der Rauminhalt eines Körpers entspricht der Menge Wasser, die er verdrängt“. Er erfand den Flaschenzug und entwickelte ein Berechnungssystem von großen Zahlen; er war auch Schiffsbauer und entwarf moderne Waffen- und Kriegstechniken wie zum Beispiel Katapulte.
Aristarchos von Samos, GR 310-230 vor Chr. Astronomie, Mathematik   Berechnete die Entfernung von Sonne zu Mond und deren Größen; erklärte als erster das heliozentrische System (Erde kreist um Sonne) und die Spähre der Fixsterne. Kopernikus übernahm später seine Lehren.


Aristoteles, GR 384-322 vor Chr. Physik, Zoologie, Philosophie   Legte die Methode des exakten Forschens fest. Seine Schriften inspirierten viele Wissenschaftler über Jahrtausende. Er gründete die erste Universität in Athen, war Schüler Platons und Lehrer von Alexander dem Großen. Er gilt als Vater der Tierkunde, befasst sich u.a. mit Wachstum, Fortpflanzung und Vererbung.
Avicenna, IRAN 980-1037 Medizin, Philosophie   Ein Wunderkind des Mittelalters. Er war Arzt, Physiker, Mathematiker, Astronom, Chemiker, Theologe, Geologe, Jurist, Erfinder und schrieb Gedichte. Führte ein filmreifes Leben und schrieb zwei Enzyklopädien der Medizin über Diagnosen, Therapien, Vorbeugung, Hygiene, Heilpflanzen, Chirugie, Kosmetik und Drogen.
Becquerel, Henri, F 1852-1908 Physik 1903 Entdeckte die Radioaktivität, indem er Uransalze auf eine Fotoplatte legte, die daraufhin schwarz wurde. Er fand heraus, dass Uran aus sich selbst heraus strahlt und bekam dafür den NP.
Behring, Emil von, D 1854-1917 Medizin   Der Schüler von Robert Koch fand mit Jod-Tichlorid ein Heil-mittel gegen Diphterie. Die Geheilten waren danach gegen Diphterie immun, Behring nutze daraufhin dessen Blut zur Gewinnung eines Serums.
Bohr, Niels, DEN 1885-1962 Physik 1922 Fand heraus, dass Energie nicht gleichmäßig fließt, sondern löffelweise in kleinen Schüben (Quanten). Er legte die Grundlagen der modernen Atomphysik fest und bekam den Nobelpreis 1922.
Bolyai, János, UNG 1802-1860 Mathematik   Führte ein aufregendes Leben zwischen Studium der Mathematik, Militärdienst, Geigenspiel und zahlreichen Duellen. Mit „Die absolute Wissenschaft des Raumes“ widerlegte er das Parlellenaxiom von Euklid. Bolyai hatte technische wie praktische Fähigkeiten und entwickelte u.a. einen effizienteren Ofen (Bolyai-Ofen).
Boyle, Robert, GB 1627-1691 Physik, Chemie   Universales Talent und berühmte Wissenschaftler; erforschte die Eigenschaft von Luft und Gasen und entdeckte dabei, dass (bei konstanter Temperatur) Druck und Volumen umgekehrt proportional zueinander sind. Er bestätigte die „Fallgesetze“ Galileos, entwarf den Begriff „Analyse“ (Auflösung), fand Säuren und Basen, entdeckte dabei Aceton und Methanol und konnte Sauerstoff erstmals isolieren. Hauptwerk: „Der skeptische Chemiker“ (1661).
Bradley, James, GB 1693-1762 Astronomie   Entdeckte 1725 die Aberration des Lichts (Beweis des heliozentrischen Weltbildes) und errechnete daraus die Lichtgeschwindigkeit von knapp 300.000 km in der Sekunde.
Allgemeinwissen in Listen
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Braun, Wernher von, D 1912-1977 Physik, Astronomie   Bedeutender Raketenkonstrukteur. Ließ bereits 1934 Raketen starten und entwickelte später die V2. 1945 immigriert er in die USA, wo er als NASA-Mitarbeiter die ersten Mondraketen konstruierte.
Brown, Robert, GB 1773-1858 Biologie   Brown entdeckte 1831 zwar den Zellkern, konnte ihm aber keine Bedeutung beimessen. Dies gelang dem Botaniker Mathias Schleiden (1804-1881) und dem Zoologen Theodor Schwann (1810-1882). Beide fanden heraus, dass die ganze Pflanze aus Zellen besteht, die eine „selbstbestimmte Lebensgemeinschaft“ bilden.
Bunsen, Robert Wilhelm, D 1811-1899 Chemie   Entwickelte (gemeinsam mit Gustav Kirchhoff) die Spektralanalyse, mit deren Hilfe chemische Elemente erforscht und nachgewiesen werden können. Verbesserte außerdem den „Bunsenbrenner“.
Cavendish, Henry, GB 1731-1810 Chemie   Wohlhabender Einzelgänger und frauenfeindlicher Exzentriker; gilt als Pionier der neuen Chemie; wog und mass viele Gase und Elemente (vor und nach der Verbrennung), entdeckte u.a. das Element Wasserstoff.
Celsius, Anders, SWE 1701-1744 Astronomie   Der Schwede Anders Celsius schlug zunächst vor, den Siedepunkt des Wassers mit 0 und den Gefrierpunkt mit 100 Grad festzulegen. Erst ein Jahr nach seinem Tod – im Jahre 1745 – wurde diese Scala von Carl von Linné “auf den Kopf” gestellt und der Gefrierpunkt zum Nullpunkt erklärt.
Chadwick, James, GB 1891-1974 Physik 1935 Bewies 1932 die Existenz des Neutrons, baute den ersten Teilchenbeschleuniger (Zyklotron) und bereitete damit die Entwicklung der ersten nuklearen Kettenreaktion vor.
Curie, Marie, F/POL      1867-1934 Chemie, Physik 1903 1911 Suchte 45 Monate lang täglich mit ihrem Mann Pierre Curie (1859-1906) nach der rätselhaften Strahlung (Uranverbindung), von der Becquerel ihnen erzählte und prägte das Wort “radioaktiv”. Fand außerdem die Elemente Polonium und Radium und erhielt Nobelpreise für Physik (1903) und Chemie (1911).
Da Vinci, Leonardo, IT 1452-1519 Medizin, Physik, Astronomie   Dieses künstlerische Genie war auch Arzt, Architekt, Astronom und Ingenieur. Seine unbändige Neugierde trieb ihn an, (fast) alles zu erforschen. So untersuchte er Mensch und Natur und entwarf Hunderte anatomische Zeichnungen. Er entwickelte die Hydraulik, leitete den Bau von Kanälen, Schleusen und Wasserleitungen und gilt als Erfinder von tragbaren Brücken, Flammenwerfer, Tanks, U-Booten, Fallschirmen und auch von Werkzeugen wie Hebel, Sägen, Heiz- und Lichtanlagen.
Dalton, John, GB 1766-1844 Physik   Entdeckte, dass Materie aus Atomen besteht, diese unteilbar und unzerstörbar sind, ein Gewicht haben, dass alle Atome eines Elementes gleich sind, jedes Elemente aber andere Atome hat und dass die Atome in Wasserstoff die leichtesten sind. Dieses Gewicht legte er zur Berechnung aller Atomgewichte fest.
Darwin, Charles, GB 1809-1882 Biologie   Vater der Evolutionstheorie. Reiste vier Jahre um die Welt, studierte Fossilien und sammelte daraus die Erkenntnis, dass sich immer das Stärkere und Lebenstüchtigere durchsetzt und anpasst.
Davy, Humphrey, GB 1778-1829 Physik, Chemie   Pionier der Elektrizitätslehre; konnte mit Hilfe elektrischer Ströme Elemente wie Calcium, Barium, Strontium erstmals isolieren, entwickelte u.a. eine Sicherheitslampe für Bergleute.
Descartes, René, F 1596-1650 Mathematik, Philosophie   Gilt als einer der „Väter“ (neben Pierre de Fermat, 1607-1665) der analytischen Geometrie, welches das Koordinatensystem zum Inhalt hat. Setzte mit seinen Arbeiten zur Dynamik, Optik und Astronomie neue Maßstäbe.
Doppler, Christian, AUT 1803-1853 Physik, Mathematik   Errechnete die Frequenzänderungen bei einem sich bewegenden Objekt (Doppler-Effekt). Nähern sich Beobachter und Quelle erhöht sich die Frequenz, entfernen sich beide, verringert sie sich.
Edison, Thomas Alva, USA 1847-1931 Physik   Besuchte nur drei Monate die Schule; als Autodidakt experimentierte er viel und erarbeitete sich so seine zahlreichen Erfindungen wie Filmaufnahmegerät, Mikrophon und Grammophon, die er alle selbst finanzierte. Berühmt wurde er durch die Erfindung der ersten Glühbirne (durch Verwendung eines Faden aus Kohle).
Ehrlich, Paul, D 1854-1915 Medizin 1908 Gründer der Chemotherapie und Forscher der Immunität und Serumtherapie. Er untersuchte Blutkörperchen und entdeckte in seiner „Seitenkettentheorie“ die Bildung von Antikörpern. Paul Ehrlich fand außerdem den Erreger der Schlafkrankheit und der Syphilis, sowie das erste wirksame Mittel (“Salvarsan”) gegen die Syphilis.
Einstein, Albert, D 1879-1955 Mathematik, Physik 1921 Mit seinen beiden Relativitätstheorien revolutionierte er das Verständnis von Materie, Raum, Zeit und Gravitation: „Alles ist relativ zum jeweiligen Beobachtungssystem zu sehen. Auch die Zeit. Es gibt also keine absolute Gleichzeitigkeit. Die einzige Konstante ist die Lichtgeschwindigkeit. Sie ist eine Größe, die nicht überschritten werden kann. Daraus folgerte Einstein: Energie ist Masse mal Geschwindigkeit zum Quadrat (E = MC2), d.h. Materie ist verdichtete Energie. In jedem Gramm Masse schlummern riesige Energien. Eine Erkenntnis, die (leider) auch zum Bau der Atombombe führte.
Empedokles, GR 495-435 v. Chr. Medizin, Biologie   Beschrieb den Fluß des Blutes vom und zum Herzen und erkannte, dass die Haut atmen kann. Zudem belegte er in Experimenten den Luftdruck und die Körperhaftigkeit der Luft. Begründer der Vier-Elementen-Lehre.
Eudoxos von Knidos, GR 408 – 355 vor Christus Mathematik, Astronomie   Schöpfer der Lehre von Verhältnisgleichungen und Volumen-berechnungen von Kreis, Kugel, Kegel und Pyramide. Arzt und Lehrer von Menaichmos (380-320 vor Christus), der die Elipse, Parabel und Hyperbel entdeckte.
Euklid von Alexandria, GR 360-280 vor Christus Mathematik   Sein Hauptwerk sind die „Elemente der Geometrie“, bestehend aus 13 Büchern. Sie handeln u.a. von Formeln, Dreiecken, Parallelogrammen, Kugeln, Kegeln, Kreislehren und vielen anderen mathematischen Lehrsätzen wie das Parallelen-Axiom „Die Winkelsumme im Dreieck beträgt immer 180º“.
Euler, Leonhard, CH 1707-1783 Mathematik, Physik   Er war – trotz später Blindheit – einer der fleißigsten, schrieb 866 Publikationen, etablierte neue Symbole wie z.B. das Summenzeichen Σ, begründete die Variations-rechnung und in Teilen auch die Analysis. In der Mechanik fand er Gleichungen für die Bewegung starrer Körper und Flüssigkeiten (Hydrodynamik), entwarf die “eulersche Kreiseltheorie”, eine Stabilitätstheorie und in der Optik eine Wellentheorie zur Berrechnung von Linsen.

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